Lisa Lettrétage las “Wie riechen die Bücher” von Pavle Goranovic aus: Lichtungen – Zeitschrift für Literatur, Kunst und Zeitkritik, Nr. 146/2016.

Schwerpunkt dieser Ausgabe: Neue Literatur aus Montenegro

Pavle Goranovic

Geboren 1973 in Niksic. Studium der Philosophie an der Universität Montenegro. Er veröffentlichte sechs Gedichtbände: Ornamentik der Nacht (1994), Das Lesen des Stillschweigens (1997), Das Buch des Scheins (2002), Wie riechen die Bücher (2008), Zinober (2008), Stadt des Vollmondes (2014) sowie das literaturwissenschaftliche Buch Tin Ujevic und Montenegro (2008). Seine Gedichte wurden ins Englische, Slowenische, Mazedonsiche, Französische, Italienische, Schwedische, Polnische und Albanische übersetzt und befinden sich in den wichtigsten montenegrinischen und ex-jugoslawischen Anthologien. 2009 wurde er mit dem Risto-Ratovic-Preis, dem wichtigsten montenegrinischen Nationalpreis für Poesie ausgezeichnet. Seit 2015 ist er Kultusminister.

insitu

Heute Abend ist in der Reihe “in situ” das Künstlerensemble “audience not at all” bei uns zu Gast.

Das 2015 gegründete Ensemble „audience not at all“ besteht aus Autoren, bildenden Künstlern und Musikern bzw. Komponisten, die sich Orte suchen, um in Klausur die Kausalität prozessorientierter Arbeit zu erproben. Die Verläufe der synästhetischen Arbeitsweise setzen die sinnlichen Kategorien „Hier“ und „Jetzt“ voraus.

Bisher war der Imperativ „audience not at all“ gültig für die improvisatorischen Interventionen des gleichnamigen Ensembles. Lettrétage als öffentlicher Ort – die Ausnahme. Was wird geschehen? Der bildgebende Prozess dreier Zeichner bleibt unsichtbar, wird aber hörbar. Drei Zeichnungen dienen daraufhin drei Musikern als Partituren. Diese werden danach sichtbar, woraufhin drei Autoren schriftlich reagieren. Wer wird die Texte lesen? Das werden wohl die Zeichner sein…

Dabei sind:

Martina Janssen, Marian Kolenda, Jana Wilsky: Linie / Schraffur = Partitur
Thomas M. Kumlehn, Elo Masing, Thomas Pertzel,: Note / Cluster = Schrift
Petra Namyslo, HEL Toussaint, Albrecht Walter: Buchstabe / Wort = Text

Beginn 19.00 Uhr | Eintritt 5,- Euro, erm. 4,- Euro

CROWD Week 6

joHanna —  10. Juni 2016 — Kommentieren

bustourweek6Travel Log. Crowd as an author. Echoes

(by Jule Schiefer)

The sixth week (out of 12) of the OMNIBUS tour has started! After resting in Prague (…), the bus will stop in Ústí nad Labem, Sulzbach-Rosenberg and Munich during the week. And as important, the crew of the OMNIBUS has again changed almost completely. Read what the authors told CROWD in a poetic diagram. And stay tuned for the next travel log.

 

Crowd-as-an-authorMore about the Omnisbus Reading Tour on the CROWD-Blog and App.

Gast der heutigen inter_poems Folge sind Adi Keissar und Max Czollek.

Adi Keissar, Jahrgang 1980, ist Lyrikerin, Journalistin und Gründerin des Poesie-Projekts „Ars Poetica“. Ihr erstes Buch Shahor ‘al Gabbei Shahor („Schwarz auf Schwarz“) erschien 2014 und wurde mit dem Bernstein Preis für Literatur ausgezeichnet. 2015 gewann sie den „Preis für junge Dichtung“ des Ministeriums für Kultur und Sport. Zahlreiche Gedichte in Anthologien, Magazinen und Zeitungen. Im vergangenen Herbst wurde Keissar von „Haaretz“ als „einflussreichste und herausragendste israelische Dichterin“ der Gegenwart bezeichnet. Sie lebt in Tel Aviv.

Wer einen Vorgeschmack haben möchte auf heute Abend haben möchte: In der israelischen Tageszeitung Haaretz erschienen einige ihrer Gedichte im Englischen.

Donnerstag, 9. Juni, 20:00 Uhr. Eintritt 6.-/erm- 4.- Euro
inter_poems 2
Lesung mit Adi Keissar (IL) und Max Czollek (DE)

Zahlreiche Blogeinträge, Umfragen und wissenschaftliche Arbeiten beschäftigt seit Jahren nur eine Frage: Wer ist Lisa Lettrétage? Einige Male waren wir schon kurz vor der Lösung, doch dann war Lisa wieder ganz anders, wiedersprüchlicher als zuvor. Sie änderte Aussehen, Charakter, Interessen, Alter. Doch einige fundamentale Eigenschaften sind gleich geblieben. Ein Team aus erfahrenen Analytikern hat einen Fragenkatalog zusammengestellt, welcher die Identität der geheimen GestaltenwandlerIn enttarnen soll. Könnte es vielleicht sein, dass du Lisa bist?

 

 

Heute Abend ist der Readux Books Verlag zu Gast in der Lettrétage. Lesen werden die GewinnerInnen des ‘New German Fiction’ Wettbewerbs, Marie Gamillscheg und Sascha Macht. Ihre Texte wurden ins Englische übersetzt und erschienen bei Readux Books.

Sowohl Macht, als auch Gamillscheg sind keine Neulinge der Kulturlandschaft.

Marie Gamillscheg hat Germanistik und Transkulturelle Kommunikation mit den Sprachen Französisch und Russisch in Graz und Lyon studiert. Sie witment sich als freie Journalistin kultur-und gesellschaftspolitischen Themen und veröffentliche u.a. im Standard, dem Falter, dem SZ Magazin und in die Welt. Außerden lesenswert ist ihr Blog. Beim ‘New German Fiction’ Wettbewerb gewann sie mit ‘Alles was glänzt”, erschienen bei Readux Books unter dem Titel ‘The Green Meadow, the Bright Light’.

Sascha Macht studierte in Leipzig am Deutschen Literaturinstitut. Er veröffentlichte in diversen Anthologien und Zeitschriften und war u. a. Stipendiat des Künstlerhauses Lukas Ahrenshoop, der Stiftung Brückner-Kühner in Kassel und der LCB-Autorenwerkstatt Prosa 2015. Beim ‘New German Fiction’ Wettbewerb gewann er mit ‘Nach den Spionen”, erschienen bei Readux Books unter dem Titel ‘Beyond Spies’. Februar dieses Jahres erschien außerdem bei Dumont sein Roman ‘Der Krieg im Garten des Königs der Toten’.

Dienstag, 7. Juni, 20:00 Uhr. Eintritt 4,- Euro
readux books series 7 launch
With Marie Gamillscheg and Sascha Macht, New German Fiction winners, 2016

Veranstaltung auf Facebook!

 

Zitat der Woche

joHanna —  6. Juni 2016 — Kommentieren

Der Mond hing hier nur halb so groß am Horizont, als man es sonst gewohnt ist, außerdem war er doppelt so weit entfernt, was unserm Mann aber nicht auffiel, weil er nichts von Sentimentalitäten hielt, es sei denn, man verlangte nach der großen Geste, die er natürlich bereit war zu vollführen, wann immer die Gelegenheit es erforderte.

Andreas Reichelsdorfer, Killer. In: Metamorphosen, Magazin für Literatur und Kultur. 14.Jahrgang, Nummer 43, Neuer Folge 13 (April-Juni 2016)

 

Response #1
You speak of my destiny like you own it
or have seen stones set,
like my path is yours to pervert.

You speak of my youth like it’s yours to gorge on,
like a sweetness that quenches only your thirst,
eases your pangs, without a delay of gratification.

You speak of my sexuality like it is yours to mould,
when really the malleability lies with me
and my lovers, the ones I chose at least.

Why do we call them lovers, when they pass on their spiritually infectious disease
with a carelessness as in denial as their toxicity
and a disregard just as damning?

With hindsight it is easy to spot the groomers.
With experience it is clear that I was a crutch for your addictions,
but there was never anything co about that dependency.

All prior sexual exploitation made your conquest easier.
All the lies they told made yours sound sweeter.
All this experience eventually made me free.

Response #2

You romanticise your own remembrance,
your manipulation, perverse mind’s eye.
I venerate my vigilant vengeance.

Against your delusions, your pestilence,
sustain upkeep of stains, silence their bleeds;
You romanticise your own remembrance.

My youth and prime never your possessions.
I dug graves big enough for both of us;
I venerate my vigilant vengeance.

My being bereft, your pointless penance
aid not my destiny, model of strength;
You romanticise your own remembrance.

My ability to heal – transcendent
like your lust to master and violate;
I venerate my vigilant vengeance.

Your righteousness, no room for repentance.
Your heart as black as my ancestor’s lungs.
You romanticise your own remembrance-
I venerate my vigilant vengeance.

katerinaHeute Abend ist der Freigeist Verlag zu Gast in der Lettrétage:

Donnerstag, 2. Juni, 20:30 Uhr. Eintritt frei.
Verlagspräsentation: Freigeist Verlag
Lesung mit Matthias Müller-Lentrodt, Katerina Giannopoulou und Hannes Schumacher

Matthias Müller-Lentrodt wird aus “Ewig und ein Tag. Gesammelte Haiku 2001 – 2015” lesen, Hannes Schumacher aus “Der Freigeist I-VI”. Wer vorab schon einen Blick auf die Werke der beiden Autoren werfen möchte, kann dies auf der Webside des Freigeist Verlags (Leseproben: Ewig und ein Tag, Freigeist I-V).

Außerdem an diesem Abend zu sehen sein werden Videos der griechischen Künstlerin Katerina Giannopoulou.

Mehr …

Wir sind gespannt!

Veranstaltung auf Facebook!