07.07. | Zum 10-jährigen Jubiläum des Literaturinstituts Biel

Tom Bresemann —  11. Mai 2017 — Kommentieren

Freitag, 07. Juli 2017, 20:00 Uhr (Eintritt 5,- / erm. 4,-)
textes en routes
Lesung und Gespräch mit Thomas Flahaut, Paula Fürstenberg, Matthias Nawrat und Lorena Simmel

„Es passiert ja auch immer etwas, wenn nichts passiert“, lautete einst der knappe Kommentar eines Dozenten an eine Studierende, die eine sogenannte Schreibkrise hatte. Inzwischen ist das Literaturinstitut in Biel 10 Jahre alt. Und es ist dann doch eine Menge passiert. Rund hundert Absolventen hat es hervorgebracht, viele von ihnen haben bei namhaften Verlagen publiziert und Preise erhalten. Das Schweizerische Literaturinstitut ist zu einer festen Größe in der deutschsprachigen Literaturlandschaft geworden. Aber was (ver)lernt man eigentlich genau an einem Literaturinstitut? Und wie lebt und schreibt es sich fort nach drei Jahren im abgeschiedenen Biel/Bienne?

Die Jubiläumstournee „textes en route“ findet ihren Abschluss in der Berliner lettrétage. Lesung und Gespräch mit Thomas Flahaut, Paula Fürstenberg, Matthias Nawrat und Lorena Simmel, Moderation: Aurélie Maurin. Mit großzügiger Unterstützung der Ernst Göhner Stiftung und Pro Helvetia.

© Lorena Simmel

Matthias Nawrat, 1979 im polnischen Opole geboren, zog als Zehnjähriger mit seiner Familie nach Bamberg um. Er studierte in Freiburg und Heidelberg Biologie, danach am Schweizer Literaturinstitut in Biel. Für seinen Debütroman „Wir zwei allein“ (2012) erhielt er u.a. den Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis, sein Roman „Unternehmer“ (2014), für den Deutschen Buchpreis nominiert, wurde u.a. mit dem Kelag-Preis und dem Bayern 2-Wortspiele-Preis ausgezeichnet. «Die vielen Tode unseres Opas Jurek» (2015), sein dritter Roman, brachte ihm den Förderpreis des Bremer Literaturpreises sowie die Alfred Döblin-Medaille ein. Matthias Nawrat lebt in Berlin.

© Gianna Molinari

Lorena Simmel, geboren in Fribourg (CH), aufgewachsen in der Schweiz, studierte am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel/Bienne, sowie an der Humboldt-Universität zu Berlin und in Warschau.

 

 

© Jonas Ludwig Walter

Paula Fürstenberg, Jahrgang 1987, wuchs in Potsdam auf. Nach einem zweijährigen Aufenthalt in Frankreich studierte sie von 2008 bis 2011 am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel. Seither lebt, schreibt und studiert sie in Berlin. Ausgezeichnet wurde sie u.a. mit dem Hattinger Förderpreis für Junge Literatur und dem Arbeitsstipendium des Landes Brandenburg; 2014 war sie Stipendiatin der Autorenwerkstatt am Literarischen Colloquium Berlin. Ihr Debütroman »Familie der geflügelten Tiger« erschien 2016 bei Kiepenheuer & Witsch.

© Antoine Flahaut

Thomas Flahaut wurde 1991 in Montbéliard (F) geboren. Er lebt, studiert und arbeitet in Lausanne, wo er das literarische Kollektiv „Hétérotrophes“ mitbegründet hat. Sein Debütroman „Ostwald“ erscheint im August 2017 im Pariser Verlagshaus éditions de l’Olivier.

Aurélie Maurin lebt in Berlin als freie Literaturvermittlerin, Kuratorin und Moderatorin sowohl für Institutionen (u.a.Haus für Poesie, Haus der Kulturen der Welt) als auch für zahlreiche Einrichtungen der freien Szene (u.a. Kookread, Ausland). Seit 2016 ist sie als Jurorin des Berliner Senats für die City Tax-Kulturmittel tätig und stellvertretende Vorsitzende des „Netzwerks der freien Berliner Literaturszene“ sowie Sprecherin für die Koalition der Freien Szene Berlin. Seit zwölf Jahren leitet sie die internationale Übersetzungswerkstatt „Versschmuggel“ und ist Mitherausgeberin der gleichnamigen Buchreihe (Verlag das Wunderhorn). Sie ist Publikationsdirektorin der deutsch-französischen Literaturzeitschrift „la mer gelée“, Literaturübersetzerin und auch Musikerin.

 

Tom Bresemann

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