Archiv: Michaela Frey

Lyrikerin Katharina Schultens steht Körper und Antwort im Fotointerview. Heute ist sie beim zwischen/wege Festival in Freiburg aufgetreten, das versucht den Kompromiss in der Kunst zu verorten. Auf die Frage, ob ihre Kunst kompromisslos sei erwiderte sie:

„Du musst wissen, dass es nicht funktioniert,

damit es funktioniert.“

Der Rest des Interviews erfolgt in Bildern… weiterlesen…

 

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Autor Valentin Moritz jagt seinen Text; Foto: Susanne Kilmroth

Der Autor = ein wahnwitziger Zoogänger? Bei Valentin Moritz’ Leseperformance „WILDWECHSEL | Eine Entgrenzung auf vier Beinen“ wird der Autor zum todesmutigen Zoobesucher, der nicht nur die informative Beschriftung des Tiergeheges lesen will, sondern selbst ins Gehege springt, die Gitter öffnet und dem wildgewordenen Text freien Lauf lässt. Im Zuge des zwischen/wege-Festival in Freiburg, 17.-18. Juli, tritt Valentin Moritz zum ersten Mal mit „WILDWECHSEL“ auf. Aus diesem Grund haben wir ihn in ein Gespräch verwickelt, über die Jagd nach dem Text, neue Technologien, und Kompromisse in der Kunst.

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Goldschmidt-Jahrgang 2015
Deutsch-französische Lesung aktueller Übersetzungsprojekte

Das renommierte Goldschmidt-Programm bildet jedes Jahr 5 französische und 5 deutsche Literatur- übersetzer aus der anderen Sprache fort, die sich zu Arbeitstandems zusammenfinden und in Berlin und Arles jeweils drei Wochen lang mit den Mentoren Yasmin Hoffmann (Frankreich) und Frank Heibert (Deutschland) an ihren Herzensprojekten arbeiten:

Anne Thomas übersetzt François-Guillaume Lorrains Roman „L’Année des volcans“ (Das Jahr der Vulkane) über das explosive Liebes- und Arbeitsdreieck zwischen dem italienischen Regisseur Roberto Rossellini und den Schauspielerinnen Anna Magnani und Ingrid Bergman; Raphaëlle Lacord präsentiert mit „Flamingos“ von Ulrike-Almut Sandig das Prosadebüt einer Lyrikerin: assoziationsreiche, ins Surreale spielende Erzählungen im Spannungsverhältnis zwischen Erleben und Erinnerung.

Tobias Haberkorn arbeitet an dem autobiografischen Essay „Retour à Reims“ (Rückkehr nach Reims) von Didier Eribon, einem der Erfinder der queer theory in Frankreich, der sein soziales Coming-Out als Proletarierkind sehr persönlich schildert und zugleich theoretisch reflektiert; Benjamin Pécoud gibt dem skurril mäandernden Monolog eines Schweizer Kleinstadtlehrers eine französische Stimme: Hermann Burgers Roman „Schilten. Schulbericht zuhanden der Inspektorenkonferenz“.

Claros Roman „Tous les diamants du ciel“ (In The Sky With Diamonds) erzählt voll wilder Fantasie und Sprachlust die subversive Variante einer Geheimagentenstory aus der Zeit des Kalten Krieges als synästhetischen LSD-Trip, auf Deutsch von Volker Zimmermann; Agathe Mareuge lässt das Moor, die Erzählstimme von Gunther Geltingers berührend-verstörendem Coming-of-Age-Roman „Moor“, auf Französisch verkünden, was es mit dem stotternden Pubertisten Dion und seiner Mutter auf sich hat.

In Mathieu Larnaudies Roman „Acharnement“ (Verbissenheit) lauscht man amüsiert der leerlaufenden Rhetorikmaschine eines abgehalfterten politischen Redenschreibers, der von einem Gang durch seinen Gemüsegarten ebenso sprachbombastisch erzählt wie von den rätselhaften Selbstmorden auf seinem Grundstück, das hat Friederike Ridegh mit feiner Feder übersetzt; Aloïse Denis schreibt das „Lexikon der Angst“, Annette Pehnts atmosphärisch dichte Miniaturen über die vielen Varianten eines Lebensgefühls, auf Französisch neu.

Lydia Dimitrow gestaltet die poetische Fragmentierung von Nathalie Chaix‘ „Grand nu orange“ (Großer Akt in Orange) nach, die tragische Liebesgeschichte zwischen dem (realen) französischen Maler Nicolas de Staël und seiner Muse Jeanne, Künstlerroman und Tagebuch der Leidenschaft in einem; Frédéric Balmès stellt die vergnüglich ihre Leser an der Nase herumführende Satire „Der Komet“ von Hannes Stein vor, die ein Heute ohne die beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts im österreichisch-ungarischen Imperium entwirft.

Goldschmidt-Jahrgang 2015

Goldschmidt-Jahrgang 2015

In kurzweiligen 90 Minuten stellen die Teilnehmer in einer szenisch gestalteten Lesung auf Deutsch und Französisch ihre Texte vor – willkommen, bienvenue, welcome!

Förderer des Goldschmidt-Programms: Deutsch-Französisches Jugendwerk, Frankfurter Buchmesse, EU-Programm Leonardo, Bureau International de l’Édition française, Pro Helvetia

Samstag, 11. Juli 2015, 20:00 Uhr, Eintritt frei

 

 

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Impressionen vom Enemies Project am 23.06.2015 in der Lettrétage. Kuratiert von Steven J Fowler. weiterlesen…

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Impressionen „Unsichtbare Übungen – 123 Phantasien“ mit Klaus Johannes Thies vom 18.06.2015

© Michaela Frey

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Klaus Johannes Thies, © Michaela Frey

Seit nun mehr als 25 Jahren schreibt Schriftsteller und Journalist Klaus Johannes Thies an seinen Texten, die auf meist nicht mehr als einer Seitenlänge mühelos auf der Schnittstelle von Lyrik und Prosa balancieren. In seinem Band Unsichtbare Übungen – 123 Phantasien taucht der Leser 123 Mal ausgehend von verschiedensten Alltagssituationen ein in ein Sammelsurium an Gedanken, Assoziationen und Träumen. Prosaminiaturen, Kürzestgeschichten, Miniaturprosa, Prosagedichte – all das findet man an Bezeichnungen, wenn es um Thies’ Stücke geht und all das scheint wenig markttauglich. Dass die erste Auflage seines Band nun kurz nach der Veröffentlichung vergriffen sein würde, hat auch ihn überrascht. weiterlesen…

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Impressionen „Kaspers Freundin“ mit Luise Boege und Julia Veihelmann vom 04.06.2015

© Michaela Frey