Archiv: CON_TEXT

Momo Sanno

JK —  7. April 2017

(c) Alina Usurelu

Webseite Adresse: www.momosanno.com

Social Media: Facebook: @Sanno.MomoPeter
Instagram: @momosanno

Momo Sanno ist ein in Berlin und Bukarest lebender Tänzer und Choreograph. Nach einer klassischen Ausbildung mit Abschlüssen an Akademien wie der „Floria Capsali Schol of Choreography“ in Bukarest und der „John Cranko Dance Academy“ in Stuttgart entdeckte Sanno seine Liebe zum zeitgenössischen Tanz, die ihn bis heute antreibt. Seine Karriere führte in bereits zur Garth Fagan Dance Company in den USA und von dort weiter nach Brasilien, Jamaika, und Haiti.

Seine weltweit gesammelte Erfahrung bündelte Momo Sanno 2009 in seiner ersten eigenen Choreographie „Travelling Body“ und dem darauf folgenden „…Minutes, Seconds“, die 2010 für NDTC Jamaika produziert wurde.

Seit seiner Rückkehr nach Rumänien im Jahr 2012 arbeitete Sanno an einer Vielzahl verschiedener Projekte, unter anderem an den Choreographien „Two.One.1“ und „Forgotten Rhythms“. Darüber hinaus ist er aktuell als movement director und Tänzer in unterschiedlichen Produktionen und Kooperationen mit Künstlern aus ganz Europa tätig.

Cia Rinne

JK —  12. Januar 2017

(c) Joakim Eskildsen

Cia Rinne, als Tochter finnisch/finnlandschwedischer Eltern in Göteborg/Schweden geboren, lebt in Berlin. Studium der Philosophie, Veröffentlichungen visueller, akustischer und konzeptueller Poesie (u.a. zaroum 2001 und notes for soloists 2009) und dokumentarischer Essays; Performances, Toninstallationen, Ausstellungen (u.a. Signal/Malmö, Overgaden/Kopenhagen und INCA/Seattle). Ihre neue Serie l’usage du mot erscheint 2017 bei kookbooks und Héros-limite.

Yevgenia Belorusets

JK —  12. Januar 2017

(c) Jurij Kruchack

Webseite Adresse: www.belorusets.com

Social Media: Facebook: @yevgeniabelorusets

Yevgenia Belorusets (*1980), Künstlerin und Autorin, lebt und arbeitet in Kiew und Berlin. Sie ist die Gründerin von „Prostory“ (2008), einer Zeitung für Literatur und Kunst, und seit 2009 Mitglied der Kuratoren Gruppe „Hudrada“.

Sie arbeitet mit Film, Fotografie und Kritischem Schreiben an der Schnittstelle von Kunst, Literatur und sozialem Aktivismus. Sie hat an einer Reihe von ukrainischen und internationalen Darstellungen im Kontext von sozialer Kritik und sozial engagierter Kunst teilgenommen (einschließlich der Präsentation im ukrainischen Pavillon bei der Biennale in Venedig im Jahr 2015).

Seit 2014 war sie Teil von mehreren Menschenrechtsinitiativen in der Ostukraine, sie arbeitete unter anderem mit der „Eastern Human Rights Group“ zusammen. Derzeit arbeitet sie an einem Buchprojekt, das die Erfahrungen der Menschen dokumentiert, die inmitten des Krieges gelebt haben.

Cristian Forte

JK —  12. Januar 2017

(c) Graham Hains

Social Media: Facebook: @cristian.forte.927

Cristian Forte / Dichter / 1977 in Buenos Aires geboren. Er war von 1999 bis 2006 Mitglied der Politikkunstgruppe Etcétera, einem interdisziplinären, vom Surrealismus beeinflussten Kollektiv in Buenos Aires. Seit 2009 lebt er in Berlin. 2010 gründete er den Nicht-Verlag Milena Berlin. Mit Katja von Helldorff formierte er die Band Leiseylento. 2014 erhielt er zusammen mit Érica Zíngano den Preis des Festivals Soundout / New Ways of Presenting Literature für das Projekt KM.0. 2015 kuratierte er das Projekt RAUMumDICHTUNG in Berlin, das vom Kulturamt Friedrichshain-Kreuzberg gefördert wurde, und mit Mirella Galbiatti und Ginés Olivares den Performance-Workshop „Die Stadt als Lochkamera“ für das Forum Stadtpark in Graz. 2016 war er Artist-in-Residence bei The Harbor/Beta-Local in San Juan, Puerto Rico, und außerdem Gast des 19. Hausacher LeseLenz. Er veröffentlichte die Gedichtbände „Abr.“, „Alfabeto Dactilar“, „Goldene Regel“. Texte von ihm erschienen in den Anthologien „El Tejedor en Berlín“ (LUPI, Bilbao, 2015) und „MMM DIARIUM“ (Hybriden Verlag, Berlin, 2016).

Abr. Ausgewählte / Gedichte. CopyRoboter, Berlin 2010.
Alfabeto Dactilar / Ausgewählte Gedichte. LUPI, Bilbao 2014.
Goldene Regel. / Gedichte. Hochroth Verlag 2017.

Gernot Wieland

JK —  12. Januar 2017

(c) Carla Ahrland

Webseite Adresse: http://gernotwieland.com

Warum nimmst Du am Projekt teil? Was interessiert Dich an der beschriebenen Auseinandersetzung mit dem Format „Lesung“?

In meinen Arbeiten verwebe ich verschiedene Erzählungen mit historischen Berichten, persönlichen Erinnerungen und wissenschaftlichen Fakten und entwickle dabei Geschichten zwischen spannungsvoller Nüchternheit und tragisch-komischen Begebenheiten. Ich arbeite auch mit dem Format Lecture Performance, bei dem ich einen Text vortrage und Bilder zeige. Einerseits interessiert mich das Format Lecture Performance, weil es eine unmittelbare Auseinandersetzung mit dem Publikum gibt, und andererseits arbeite ich sehr gerne kollaborativ.

 

Gernot Wieland wurde 1968 in Horn (Österreicht) geboren, er lebt und arbeitet in Berlin und Brantevik (Schweden).

Gernot Wielands Arbeit basiert auf Narration und Erinnerung und wurde weltweit in Museen und Galerien ausgestellt und war Gegenstand vieler Publikationen.

Er arbeitet vor allem mit Text, Video und Lecture Performance um psychologische Zusammenhänge der Gesellschaft und der Menschen zu untersuchen. Er verbindet persönliche Erzählungen, historische und wissenschaftliche Fakten mit realen und fiktiven Erzählungen und erzeugt dabei ein Gefühl des Unheimlichen, oft in einer absurden oder ironischen Weise.

In seinen Arbeiten tauchen psychotherapeutische Settings auf, Papageien, Drohnen, Erzählungen aus seiner katholischen Kindheit, Kritik an hierarchischen Strukturen und verdrängter Vergangenheit, Träume über die Bremer Stadtmusikanten und Tanzperformances.

Gernot Wieland hat vor kurzem in Body Luggage – Migration of Gestures, Kunsthaus Graz/Festival steirischer herbst; Histoires de l’Ile des Bienheureux, Musée du chateau des ducs de Wurtemberg, Montbéliard; „Hello, my name is…“…and…“Yes, I´m fine.“, Lumiar Cité, Lissabon; 33. Kassel Dokumentar, Film und Video Festival, Kassel; _ _ f i n _ _ _ , Dobra Experimental Film Festival, Rio de Janeiro; Random Walks, Konsthall 44, Møn; Performance event Puppet Slam für die Ausstellung Objects Do Things, CCA – Center for Contemporary Art, Warszaw; TED Talk über Depression in Animals für TEDxGhent, Ghent; Writing Performance, Kunstraum Kreuzlingen, Kreuzlingen; Therapy for Drones in Salon Nomade, Kunstverein am Rosa-Luxemburg Platz, Berlin (alle in 2016); Liberty Taken, An international festival of arts in the city of Bombay, Bombay (2015); Midsummer Night Scream, De Appel arts centre, Amsterdam (2015); No Bad Days, Konstmuseum Kalmar, Kalmar (2015); Wo der Ort beginnt, Neue Berliner Räume at Kunsthaus Dahlem, Berlin (2015); Vols et Chants, The Office, Paris (2015); The reluctant narrator, Museo Berardo, Lisbon (2015); Figures of Conjunction, Kunstverein Nürnberg, Nürnberg (2014); A lecture on a lecture, CentrePasqArt, Biel/Bienne (2014); Pecha Kucha: The Bet, Kunst-Werke – Institute for Contemporary Art, Berlin (2013); Videonale.14 – Festival for Contemporary Video Art, Kunstmuseum Bonn (2013); HOTAVANTGARDEHOTHOT, Oslo10, Basel (2012); Nach Bonn – Eine Montage, Kunstverein Bonn (2012); An exhibition of a Study on Knowledge, Forum Stadtpark, Graz (2012); Hard for the money, European Media Art Festival, Osnabrück (2011); Éclats, CEAAC, Strasbourg (2010) und in Touched, Liverpool Biennale, Liverpool (2010) ausgestellt. Im Moment arbeitet er an einem kollaborativen Projekt für die Skulpturenbiennale in Oslo, 2017.

Érica Zíngano

JK —  10. Januar 2017

(c) Lotto Thießen

Webseite Adresse: http://ericazingano.com/

Érica Zíngano wurde 1980 in Fortaleza, Brasilien, geboren und lebt seit 2014 in Berlin. Ihre künstlerische Praxis übertritt Grenzen zwischen Lyrik und visueller Kunst in unterschiedlichen Richtungen.

Als eine Frau, die sich tagtäglich mit fremden Sprachen beschäftigt und sich daher ständig in einem Zustand linguistischer Verrenkungen wiederfindet, hat Érica Zíngano eine Leidenschaft für das Phänomen der Stimme und hat zunehmend die Aussprache von Gedichten in performativen Aktionen und Lesungen untersucht.

Während ihrer Zeit in Frankreich im vergangenen Sommer, wo sie die extremeren Aspekte der post-tuquetism Theorie in die Tat umsetzte, entdeckte sie den Poeten Christophe Tarkos, der schon auf sie gewartet hatte und in ihre Kopfhörer flüsterte:

“dans quatre mois et on est dedans“. „Immanenz: Ich denke es ist ein guter Tipp, keine Pläne, allem Anschein nach, keine Ziele, kein Gestöhne, sondern ein Überströmen von Geächze.“, schrieb sie in eines ihrer Notizbücher. Würden wir etwas mehr Zeit damit verbringen, in eines ihrer aktuellen Notizbücher zu schauen, würden wir vermutlich erkennen, dass sich ihre literarischen Interessen um die Kombination von Wörtern wie „Vibration“, „Körper“, „weiblicher Körper“, „Maschinen“, „Träume“, „Intensität“, „Sprachen“, „Partnerschaft“, „Verlangen“, „Gemeinschaft“, „Tierhaftigkeit“, „Kühlschrank“ und „Freundschaft“ drehen. Vielleicht merkt man, dass sie oft in Versuchung ist, dadaistische und surrealistische Dichtung mit zeitgenössischer Literatur zu kombinieren, oder vielleicht – anders ausgedrückt – könnten Sie festgestellt haben, dass sie bloß versucht zu sagen (um einen ihrer besten Freunde, Antoine Hummel, zu zitieren, der es auf Französisch sagen würde): „Guten Morgen an all die aktuellen Probleme der Welt“. Sie verbringt ihre Zeit häufig mit dem Versuch, eine ethische Brücke zwischen dem „Ich“ und dem „Anderen“ zu entwickeln, die immer noch gebaut werden muss, irgendwo, irgendwie. Bolaño zu lesen ruft starke emotionale Reaktionen hervor – das “Reis-Interview” ganz besonders – aber man sollte auch „Putas asesinas“ erwähnen, usw., usw., usw.

Maria A. Ioannou

JK —  10. Januar 2017

(c) Maria Ioannou

Maria A. Ioannou wurde 1982 in Limassol, Zypern, geboren. Sie studierte Englische Literatur und Literatur des 20. Jahrhunderts in Großbritannien und ist derzeit Doktorandin für kreatives Schreiben. Ihre Kurzgeschichtensammlung „The Gigantic Fall of an Eyelash“ (Gabrielides Publishing, Athens 2011) wurde mit dem ‚Emerging Writer Literary Prize‘ von Zyperns Ministerium für Bildung und Kultur ausgezeichnet und ausgewählt, um Zypern sowohl beim ersten Budapester Buch Festival 2014 als auch beim Kikinda Kurzgeschichten Festival zu repräsentieren.

Maria A. Ioannou ist auch die Gründerin von ‚Sardam‘, einem jährlichen Literaturfestival, das seit 2013 alternative Literaturlesungen von Autoren aus Zypern und dem Ausland präsentiert.

Ihre zweite Kurzgeschichtensammlung ‚Cauldron‘ wurde bei Nefeli Publishing veröffentlicht (Athen, 2015). Das Buch wurde für den ‚Best Young Writer Award‘ von Clepsydra/Enastron in Griechenland nominiert und ausgewählt, um in Serbisch und Ungarisch übersetzt zu werden.

Tomomi Adachi

JK —  10. Januar 2017

Webseite Adresse: http://www.adachitomomi.com

Social Media: Facebook: @tomomi.adachi.330

Tomomi Adachi ist Künstler, Komponist, Klang- und visueller Poet sowie Instrumentenbauer. Bekannt für seinen vielseitigen Stil, führte er seine eigene Stimme und außerdem elektronische Stücke, Klangpoesie, improvisierte Musik und Gegenwartsmusik auf. Darüber hinaus präsentierte er standortspezifische Kompositionen, Kompositionen für klassische Ensembles und Chorstücke für ungeschulte Musik an verschiedensten Orten der Welt, einschließlich der Tate Modern, der Märzmusik, dem Centre Pompidou, dem Poesiefestival Berlin und dem Walker Art Center.

In seiner Arbeit bedient er sich an einem breitem Spektrum von Materialien: Dazu gehören selbst hergestellte Instrumente, Twitter Texte und sogar paranormale Phänomene. Als der einzige japanische Performer für Klangpoesie führte er 1996 Kurt Schwitters ‚Ursonate‘ als japanische Premiere auf. Seine CDs beinhalten das Soloalbum von Tzadik, Omegapoint und naya records.

Er war Gast des Artists-in-Berlin Programm des DAAD im Jahre 2012.


Daniel Malpica

JK —  10. Januar 2017

(c) Jaime Culebro

Social media: Instagram: @x_written
Twitter: @LosAbisnautas

Daniel Malpica (geboren in Mexico City) lebt als Lyriker, Grafik Designer und Herausgeber in Helsinki. Derzeit ist er Co-Direktor, Produzent und Designer des Sivuvalo Projekts. Zwischen 2011 und 2014 war er Mitbegründer, Chefredakteur und Designer des [Radiador] Magazins. Als Lyriker, Produzent und Multimedia-Künstler veranstaltete Daniel Malpica unkonventionelle literarische Events in Finnland und Mexiko. Er nahm an vielen internationalen Festivals über experimentelle und multidisziplinäre Kunst teil und stand bereits mit weltbekannten Autoren wie Amiri Baraka oder Michel Houellebecq auf der Bühne. Malpica ist Autor von Paréntesis (RDLPS,2007), Marduk: SenectusSignum (2009) und Ex-Aether (Molinosde,2012). Für sein jüngstes Werk‚ Seescribe con X‘ (‚Man schreibt es mit X‘) erhielt 2014 ein Stipendium des ‚Arts Promotion Centre Finland‘, es ist bisher jedoch unveröffentlicht.

Se escribe con X #poetry #visualpoetry #origami #xwing

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Gregor Weichbrodt

JK —  10. Januar 2017

(c) Gregor Weichbrodt

Webseite Adresse: http://ggor.de
http://0x0a.li

Social Media: Facebook: @0x0ali
Twitter: @0x0a_li

Warum nimmst Du am Projekt teil? Was interessiert Dich an der beschriebenen Auseinandersetzung mit dem Format „Lesung“?

Ich finde die Idee reizvoll, sich von dem klassischen Format „Lesung“ zu entfernen und einen Raum zu gestalten, in dem Text auf eine andere Art erfahrbar gemacht werden kann. An der klassischen Lesung finde ich langweilig, dass sie oft nur typische Genres bewirbt und zeigt – deshalb besuche ich sie nie.

 

Gregor Weichbrodt, geboren 1988 in Potsdam, lebt und arbeitet in Berlin. Im Frühjahr 2015 beendete er sein Studium im Fach Kommunikationsdesign an der HTW Berlin.

Zu seinen Arbeiten zählen die Transkription von Germany’s next Topmodel in Gestalt eines Reclam-Dramas oder On the Road, eine 55-Seiten lange Routenbeschreibung für Jack Kerouacs Selbstfindungsreise. Im Herbst 2014 gründete er zusammen mit Hannes Bajohr das Textkollektiv 0x0a für konzeptuelle, digitale Literatur. Im Frühjahr 2015 veröffentlichen beide das Pegida Korpus – eine Sammlung von ca. 300.000 Pegida-Facebook-Kommentaren.

Darüberhinaus hält er Workshops und Vorträge zum Thema Unkreatives Schreiben und arbeitet als Frontend-Entwickler und Grafiker.