Archiv: Lisa liest

Thomas Maier liest „To the lightest of dogs“ und „The Liquid R“ aus dem 2018 erscheinenden Band „Another City“ des amerikanischen Dichters David Keplinger. Keplinger selbst wird seine Gedichte am 12.06. um 19 Uhr in der Lettrétage lesen, ins Deutsche übersetzt und gelesen werden sie von Jan Wagner.

„In der zweiten Klasse fahren Menschen. In der ersten fahren Sitze.“

Lisa Lettrétage liest aus „pinky helsinki“ in „faible?“ von Lütfiye Güzel © 2017 Go-Güzel-Publishing

Bücher, auf die wir uns nicht umsonst gefreut haben

„Frage nicht, wie es kommt, dass die früheren Tage besser waren als die jetzigen …“

Lisa Lettrétage liest Brief under Water von Cyrus Console. © 2016 Brueterich Press

 

Lisa Lettrétage las „Wie riechen die Bücher“ von Pavle Goranovic aus: Lichtungen – Zeitschrift für Literatur, Kunst und Zeitkritik, Nr. 146/2016.

Schwerpunkt dieser Ausgabe: Neue Literatur aus Montenegro

Pavle Goranovic

Geboren 1973 in Niksic. Studium der Philosophie an der Universität Montenegro. Er veröffentlichte sechs Gedichtbände: Ornamentik der Nacht (1994), Das Lesen des Stillschweigens (1997), Das Buch des Scheins (2002), Wie riechen die Bücher (2008), Zinober (2008), Stadt des Vollmondes (2014) sowie das literaturwissenschaftliche Buch Tin Ujevic und Montenegro (2008). Seine Gedichte wurden ins Englische, Slowenische, Mazedonsiche, Französische, Italienische, Schwedische, Polnische und Albanische übersetzt und befinden sich in den wichtigsten montenegrinischen und ex-jugoslawischen Anthologien. 2009 wurde er mit dem Risto-Ratovic-Preis, dem wichtigsten montenegrinischen Nationalpreis für Poesie ausgezeichnet. Seit 2015 ist er Kultusminister.

Das österreichische Magazin ‚Literatur und Kritik‘ widmet seinen März-Dossier der Ukraine. „Die Ukraine – war da nicht was?“ fragt Martin Pollack zu Beginn seines Essays ‚Sterne in der Finsternis‘ und fasst es anschließend zusammen: „Die Ereignisse am Kiewer Majdan, die Massendemonstration gegen das kleptokratische Janukowytsch-Regime, die Massaker durch Spezialeinheiten der Polizei, die politische Reife, mit der die Menschen auf die Gewalt reagieren, die Annexion der Krim durch Putins Russland, der bewaffnete Konflikt im Osten des Landes, …“ (Pollack, Martin: Sterne in der Finsternis. In.: Literatur und Kritik, März 2016. S.25) Das war da, ist da.

„Die für dieses Dossier ausgesuchten Texte mögen dem deutschsprachigen Leser nahebringen, was die literarischen Gemüter in der Ukraine in den letzten Jahren bewegte bzw. aktuell bewegt.“ (Ptashnyk, Stefaniya: „Der Luftballon ist zur Bleikugel geworden …“: Die heutige Dichtung in und aus der Ukraine. In.: Literatur und Kritik, März 2016. S.27). Das Dossier lässt neun ukrainische Dichter zu Wort kommen. Ihre Werke zeugen von Schmerz und Verlust und zeichnen damit ein Bild der Zustände in der Ukraine, welches durch bloße Nachrichtenmeldungen nicht möglich ist. Die Literatur als Zeitzeuge und Grenzgänger: Lisa Lettrétage liest ukrainische Lyrik von Marjana Savka aus einem österreichischen Magazin in Berlin.