Archiv: Literaturlabor

Das Literaturlabor lädt seit 2014 AktivistInnen der freien Literaturszene der Stadt dazu ein, die Räume der Lettrétage als Produktionsstätten zu nutzen. Berliner VerlegerInnen, RezitatorInnen, ÜbersetzerInnen und VeranstalterInnen gestalten im Rahmen vom Literaturlabor als kuratierende Laboranten besondere Lesungsabende, die sich moderner Präsentationsformen bedienen und dabei vor allem die Arbeit mit den Texten und die Vermittlungsaspekte in den Vordergrund stellen.

 

„Picknick in der Kränkung“ mit Käthe Wenzel und Karla Reimert, kuratiert von Valentina Uribe, war am 18. Januar 2015 in der Lettrétage zu erleben.

In der multimedialen Ausstellung „Picknick in der Krängung“ untersuchen Kuratorin Valentina Uribe, die Künstlerin Käthe Wenzel und die Dichterin Karla Reimert Grenzen und Gemeinsamkeiten zwischen Lyrik und Bildender Kunst. Ausgewählte Gedichte des Gedichtbandes Picknick mit schwarzen Bienen von Karla Reimert werden an ihren Ursprungsort, die ehemalige psychiatrische Klinik Annaberg in der dänischen Stadt Nyköbing, zurückgeführt und zusammen mit Reiseandenken, Soundaufnahmen, Bildern, Kunstobjekten von Künstlerin Käthe Wenzel ausgestellt. So entsteht ein Mosaik aus physischen und geistigen Welten. Die Besucher sind eingeladen, frei mit dem Raum und den Objekten sowie mit der Kuratorin und den Künstlerinnen zu interagieren. Neue Fragen stellen sich durch neue Präsentationsformen: Welche Räume könnte bildender Kunst für die Lyrik öffnen? Wie ändert sich die Lektüre eines Textes, wenn Wörtern ein Körper (zurück)gegeben wird?

Das literaturlabor II lädt AktivistInnen der freien Literaturszene der Stadt dazu ein, Texte und AutorInnen, die sie 2014 beeindruckt haben, in der Lettrétage vorzustellen. Acht Berliner VerlegerInnen, RezitatorInnen, ÜbersetzerInnen und VeranstalterInnen gestalten als kuratierende Laboranten besondere Lesungsabende, die sich moderner Präsentationsformen bedienen und dabei vor allem die Arbeit mit den Texten und die Vermittlungsaspekte in den Vordergrund stellen. Jede der acht Versuchsanordnungen legt ihre Handschrift, in diesem Falle die Lesart des Kurators/der Kuratorin, funkenschlagend offen.

In ihrem 2013 erschienenen Buch Stürzen, drüber schlafen hat Angelika Meier neben Kurzprosa auch zwei dramatische Texte veröffentlicht: Das Trauerspiel Wasser! Element! Penthesilea liest Kleist und das Lesedrama Ägyptisches Abenteuer mit Ich und Jack – eine in der zeitgenössischen Literatur seltene, überraschende Gattung. Für den Abend im literaturlabor der Lettrétage wird die Autorin das Stück zum ersten Mal öffentlich vortragen – in einer szenischen Lesung für zwei Sprecher. Anders als in herkömmlichen szenischen Lesungen oder performativen Umsetzungen werden die Rollen nicht auf verschiedene Akteure verteilt, sondern sämtlich von der Autorin gelesen – ein bauchrednerhaftes Sprechen, vorwärtsgetrieben und ausgebremst zugleich von Johannes Pilz, der stoisch jede Regieanweisung und Rollennennung lesen wird. Jedes Zeichen muss gelesen werden – das ist ja das Drama des Lesens!

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Montag, 29. Dezember 2014, 20:00 Uhr, Eintritt 5,-/erm. 4,- Euro
REHE MACHEN SPORT
Mit Christiane Heidrich und Rick Reuther, kuratiert von Peter Dietze
In der Reihe literaturlabor II

Das literaturlabor II lädt im Dezember 2014 und Januar 2015 AktivistInnen der freien Literaturszene der Stadt dazu ein, Texte und AutorInnen, die sie 2014 beeindruckt haben, in der Lettrétage vorzustellen. Acht Berliner VerlegerInnen, RezitatorInnen, ÜbersetzerInnen und VeranstalterInnen gestalten als kuratierende Laboranten besondere Lesungsabende, die sich moderner Präsentationsformen bedienen und dabei vor allem die Arbeit mit den Texten und die Vermittlungsaspekte in den Vordergrund stellen. Jede der acht Versuchsanordnungen legt ihre Handschrift, in diesem Falle die Lesart des Kurators/der Kuratorin, funkenschlagend offen.

Das Literaturlabor II bringt aktuelle Proben frischer Literatur zum Leuchten. Veranstalten ist schreiben ist kuratieren ist lesen. Jede Veranstaltung lebt – der Text als Anfang, und kein Ende in Sicht.

Christiane Heidrich und Rick Reuther stellen das GESTALT – PDF vor, welches ab Januar 2015 post-regelmäßig Online erscheinen wird. Anschließend performen sie eigene Texte und zeigen Videos aus erster Hand.

Christiane Heidrich, geboren in Karlsruhe, lebt in Wien. Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und am Institut für Sprachkunst Wien. Zuletzt veröffentlicht in Bella Triste und STILL.

Rick Reuther, geboren in Hamburg, studiert am Institut für Sprachkunst Wien. Produktionen zwischen Text, Klang, Video und Performance u.a. mit Daniela Seel, Christian Filips und Ole Hübner. Veröffentlichungen z.B. in Edit und Block. Er ist Redaktionsmitglied bei Babelsprech.org und Mitherausgeber der JENNY.

Kurator: Peter Dietze, geb. 1987 in Dresden. Redakteur bei den Randnummer Literaturheften (randnummer.org) und Mitherausgeber der Anthologie displej.eu. Organisiert Lesungen und arbeitet in verschiedenen Projekten u.a. für KOOK und Lettrétage. Gedichte erschienen bislang in verschiedenen Zeitschriften und Anthologien.

Gefördert von der Berliner Senatsverwaltung für kulturelle Angelegenheiten

Montag, 22. Dezember 2014, 20:00 Uhr, Eintritt 5,-/erm. 4,- Euro
literaturlabor II – „Strohfeuer. Tales of a coming savior“
Hypermediale Textcollage in zwei Sprachen, aus aller Welt von und mit Carolin Beutel und Anne Welenc.

In der Reihe literaturlabor II

Jesus Christ, heavy metal, the darkness of the internet and the sweet-tempered insanity of the world merge into a flexible planned performance. Don’t miss the heavy disco afterwards. 
Frohe Weihnachten aus dem Labor.



Carolin Beutel
geboren 1987 in Berlin. Studium der Deutschen Philologie und Kunstgeschichte. Tätigkeit als redaktionelle Mitarbeiterin, freie Journalistin, Kuratorin, in der Kunstvermittlung und als wissenschaftliche Hilfskraft. 2010-2014 Organisation der Lesereihe „Kreuzwort“ und des Literatur- und Kunstfestivals „außerbetrieb“ 2011 in der Lettrétage (beide zus. mit Kristoffer P. Cornils). Herausgabe der Prosa-Anthologie „RE-COVERED“ (Verlag Lettrétage, 2013). 2014 Profileserin beim Lettrétage-Projekt „comment. Schreiben ist Lesen ist Schreiben“. 2015 Organisation von „RealFiktionen“ (zus. mit Thomas Köck).

Anne Welenc
geboren 1987 in Brandenburg a.d.H. Ausbildung an der Hochschule der Künste Bern zunächst im BA als Schauspielerin und dann im MA Scenic Arts Practice zur Performerin. Während des BA Zusammenarbeiten mit Stefan Saborowski, Johannes Mager und Meret Matter, innerhalb des Masters wichtige künstlerische Impulse und auch Einflüsse für eigenständige Arbeitsstrategien, durch die Produktion „favor“ mit Ivo Dimchev und die Begleitung des MA-Projekts durch Francois Chaignaud. Zusammen mit Annina Machaz, mit der sie sowohl ihr BA – Abschlussprojekt als auch die MA-Abschlussproduktion „Whirlpool“ produziert hat, und Nils Amadeus Lange hat sie kürzlich die Company „hopeless but classy“ in Bern gegründet. Seit ihrem Abschluss lebt sie in Berlin und spielt diesen Winter in der Märchenhütte des Monbijoutheaters.

Gefördert von der Berliner Senatsverwaltung für kulturelle Angelegenheiten.

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PM Literaturlabor II 15.12.13

Montag, 15. Dezember 2014, 20:00 Uhr, Eintritt 5,-/erm. 4,- Euro
literaturlabor II – „Schwantke & Stolz“
Poetische Improvisation und Musik mit Rainer Stolz und Christoph Schwantke
In der Reihe literaturlabor II

„Schwantke & Stolz“ eröffnen der poetischen Sprachimprovisation einen Erkundungs- und Probierraum, ein Labor und Experimentierfeld.


© Fotos: Sushma U. Gütter

Rainer Stolz, geboren 1966 in Hamburg, studierte nach einer Ausbildung zum Verlagskaufmann Soziologie, Philosophie, Psychologie und Pädagogik. Seit 1995 lebt er in Berlin. Er ist aktiv im Autorenforum sowie Mitgründer des Berliner Lyrikkreises „Die Freuden des jungen Konverters“, für den er 2003 die Anthologie „Feuer bitte. Berliner Gedichte über die Liebe“ herausgab. Neben Gedichten und Kürzesttexten („Minimalistik“) macht er spartenübergreifende Kunstprojekte sowie die „Offene Bühne Poesie & Musik“ im „Exploratorium Berlin“. Sein zuletzt erschienenes Gedichtband „Selbstporträt mit Chefkalender“ (Horlemann 2014) versammelt bildreiche Gedichte mit autobiografischen Anklängen. Von der Berliner Zeitung bezeichnet als „Lyriker mit Witz und Biss“.

Christoph Schwantke, Arzt, geboren 1960 in Deutschland, nimmt seit dem 11. Lebensjahr Musikunterricht und macht seit dem 19. Lebensjahr musikalische Improvisation. Seit mehreren Jahren: Autodidaktisches Training in Sprachimprovisation mit lyrischem Anspruch, diverse Auftritte auf offenen Bühnen.

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literaturlabor II in der Lettrétage

Das literaturlabor II lädt im Dezember 2014 und Januar 2015 AktivistInnen der freien Literaturszene der Stadt dazu ein, Texte und AutorInnen, die sie 2014 beeindruckt haben, in der Lettrétage vorzustellen. Acht Berliner VerlegerInnen, RezitatorInnen, ÜbersetzerInnen und VeranstalterInnen gestalten als kuratierende Laboranten besondere Lesungsabende, die sich moderner Präsentationsformen bedienen und dabei vor allem die Arbeit mit den Texten und die Vermittlungsaspekte in den Vordergrund stellen. Jede der acht Versuchsanordnungen legt ihre Handschrift, in diesem Falle die Lesart des Kurators/der Kuratorin, funkenschlagend offen.

Das Literaturlabor II bringt aktuelle Proben frischer Literatur zum Leuchten. Veranstalten ist schreiben ist kuratieren ist lesen. Jede Veranstaltung lebt – der Text als Anfang, und kein Ende in Sicht.

KuratorInnen (angefragt)
Jörg Sundermeier, Verleger Verbrecher Verlag
Valentina Uribe, Redakteurin SAND Journal
Rike Bolte, Veranstalterin Latinale
Denis Abrahams, freier Rezitator
Martin Jankowski, Veranstalter, Autor
Tobias Herold, Veranstalter ausland, Autor
Peter Dietze, Veranstalter, KOOKread
Carolin Beutel, freie Veranstalterin

Pressekontakt: info@lettretage.de

Gefördert von der Berliner Senatsverwaltung für kulturelle Angelegenheiten

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brauseMittwoch, 7. Mai, 20 Uhr

Brause und Asphalt.

Abendbaustelle in Text – Bild – Ton

 

mit Michael Kolja Kölling, Saskia Trebing, Valentin Moritz (alle drei Text), Jan Franke (Bild), Tobias Münzer aka Radarfilm (Ton)

und dem göttlichen Denis Abrahams – hier in einem Mini-Sneak-Preview:

 

 

Gib mir  mehr Info dazu, büdde!

Daniela Seel und Robert Stripling am 20. Februar im literaturlabor in der Lettrétage.

Das literaturlabor in der Lettrétage, unterstützt vom Berliner Senat, on- und offline im Lettrétagebuch und am Mehringdamm 61, in Kreuzberg 61.

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