Archiv: Monatsprogramm Lettrétage

Dienstag, 05. September 2017, 20:00 Uhr (Eintritt frei)
CON_TEXT VIII: War im Park / Krieg im Park
Ausstellung und Führung mit Yevgenia Belorusets und Charlotte Warsen

Ein zentral gelegener Park in Kiew, in dem sich der kriegerische Konflikt in der Ostukraine in die alltägliche Kulisse der Stadt mischt: Das ist der Ort, zu dem die bildende Künstlerin Yevgenia Belorusets (Ukraine/Deutschland) und die Dichterin Charlotte Warsen (Deutschland) ihre Berliner Besucher*innen führen wollen.

Die Künstlerinnen, die sich in ihrer Praxis zwischen Literatur, bildender Kunst und politischem Aktivismus bewegen, entwickeln für die Dauer eines Abends gemeinsam eine Versuchsanordnung, in der das Publikum in den Dialog zwischen ihren Arbeiten einbezogen wird. Die fotografische Serie von Yevgenia Belorusets, die in Momenten der Eskalation des Krieges im Osten der Ukraine entstand, und die Texte von Charlotte Warsen erkunden die Möglichkeiten und Grenzen der Worte und Bilder zwischen politischen Ängsten, solidarischen und poetischen Gesten. (Wie) lässt sich gegen Ansprüche des Dokumentarischen eine Zone des Träumerischen behaupten? Gerade dann, wenn so vieles in den fortlaufenden Ereignissen undeutlich, traumatisch und entfremdend bleibt – oder weit entfernt scheint?

Die Veranstaltungsreihe CON_TEXT vesucht das Format Lesung neu zu denken und zu thematisieren. Jeweils ein/e Autor/in und ein/e Künstler/in einer anderen Sparte erarbeiten gemeinsam eine Woche lang in der Lettrétage ein interdisziplinäres Veranstaltungsformat. TänzerInnen, MusikerInnen, Bildende und Darstellende KünstlerInnen sowie FilmemacherInnen sind die künstlerischen PartnerInnen der AutorInnen. Ausgehend vom literarischen Text entwickeln die KünstlerInnen-Tandems interdisziplinäre Formate und thematisieren dabei den Prozess der gemeinsamen Arbeit. Die so entstehende literarische Veranstaltung wird als ein eigenes, weit über die bloße Textpräsentation hinausgehendes, künstlerisches Werk begriffen. Die KünstlerInnen arbeiten ohne inhaltliche Vorgaben, der Prozess ist ergebnisoffen.

Insgesamt finden zehn Abendveranstaltungen und eine Abschlußkonferenz statt. Zu jeder Veranstaltung erscheinen vorab ein Interview mit einem Experten und im Nachhinein eine kurze filmische Dokumentation im Lettrétagebuch. Dort findet sich auch weitere Information zur Veranstaltungsreihe und zu den beteiligten KünstlerInnen und Veranstaltungsterminen.

CON_TEXT wird gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

 

 

Info-Partner der Veranstaltung: n-ost und Kul´tura

 

© Jurij Kruchak

Yevgenia Belorusets lebt als Künstlerin und Autorin in Kiew und Berlin. Sie ist Mitbegründerin und Herausgeberin der ukrainischen Zeitschrift für Kunst und Literatur „Prostory“ und Mitglied der Kuratorengruppe „Hudrada“. Die Künstlerin arbeitet mit den Medien Video, Fotografie und Installation, ihre Arbeiten befinden sich an der Schnittstelle von Kunst, Literatur und Aktivismus. Seit 2014 engagiert sie sich in sozialen Initiativen im Osten der Ukraine. Zahlreiche internationale Ausstellungen, u.a. in der Gedenkstätte Berliner Mauer sowie auf der 56. Biennale in Venedig. „Die Siege der Besiegten“ wurde 2016 in Kiew gezeigt.

 

© Valerie Schmidt

Charlotte Warsen ist Dichterin, Malerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprojekt ‚Kulturtechnik Malen‘ an der Düsseldorfer Kunstakademie. Sie promoviert in der Philosophie und organisierte mit Freunden die Veranstaltungsreihe ‚Politik der Lyrik‘ im Theater Vierte Welt und im Studio Я des Maxim-Gorki-Theaters. Ihr erstes Buch vom speerwurf zu pferde erschien 2014. Für ihre Gedichte erhielt sie 2016 den GWK-Förderpreis für Literatur, 2017 ein Arbeitsstipendium des Berliner Senats.

Wiener Literatur-Edition FZA
Publikationen aus dem aktuellen Verlagsprogramm
Die Wiener Literatur-Edition FZA aus Wien ist zum wiederholten Mal in der Lettrétage zu Gast und stellt Publikationen aus dem aktuellen Verlagsprogramm vor. Mit Texten von Mareen Bruns, Katja Schraml und Orla Wolf sorgen gleich drei Berliner Autorinnen für ein Heimspiel. Sebastian Hage-Packhäuser aus Paderborn bereichert das vielfältige Programm mit lyrischen Kontrasten. Mareen Bruns ist Hautpreisträgerin des Wiener Werkstattpreises 2017 und erhält den Preis gleich in Berlin verliehen. Orla Wolf stellt ihren neuen Lyrikband „Temporäre Zone“ vor. Katja Schraml und Sebastian Hage-Packhäuser lesen eigene Texte aus „Freie Räume“, der brandneuen Anthologie zum Wiener Werkstattpreis 2017. Peter Schaden, Verleger und Herausgeber der Edition FZA, präsentiert die neue Kulturzeitschrift „FLUCH’T’RAUM“.

Mareen Bruns Geboren 1989 in Bremen, absolvierte einen M.A. in Deutsche Gegenwartsliteratur an der Universität Göteborg; Lyrikerin und Übersetzerin für schwedische Literatur, 2015 war sie Stipendiatin der Bayrischen Akademie des Schreibens für das Lyrikseminar 2014 Stipendiatin des Bayrischen Kunstsommers für die Meisterklasse Lyrik, sie lebt in Berlin, Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften.

Sebastian Hage-Packhäuser ( : Jahrgang 1981 – ) / ( : nach der Geburt – / : langwieriger Spracherwerb – / ( : dann Studium der Mathematik – / ( : im Anschluss – / : Promotion – )) / : naturgemäße Alterung – / ( : bei täglichem Gebrauch von Sprache – ) / : & trotz Textarbeit auf engem Raum – / ( : Lyrik – ) / : erste Anzeichen von Zersetzung – / ( : Auflösung inbegriffen – / ( : work in progress – Als Einzelveröffentlichungen sind seine Gedichte bereits in diversen Literaturzeitschriften und Anthologien erschienen. Verschiedene Auszeichnungen und Literaturpreise dokumentieren die sprachlichen Entwicklungen der vergangenen Jahre.

Katja Schraml Geboren 1977 in Bayern, Studium der Neueren deutschen Literatur, Sprachwissenschaft und Soziologie in Würzburg, lebt in Berlin. 2015 erschien ihr Debütroman „Josef der Schnitzer Stumpf“ im KUUUK-Verlag. Gewinnerin beim BR Hörspielmanuskript- und Ideen-Wettbewerb Public Workshop 2016. Veröffentlichungen in Anthologien und Zeitschriften (u.a. Wiener Werkstattpreis 2016, Karussell, keine!delikatessen, Am Erker, mosaik).

Orla Wolf Geboren 1971 in Düsseldorf, lebt als Autorin, Filmemacherin und Künstlerin in Berlin. Werke (Auswahl): Unter Insekten, Kurzprosa, Edition Hammer + Veilchen, Hamburg, 2016. Schwebende Architekturen, Gedichte & Fotografien, edition fza, Wien, 2015. Last Statement, Kurzfilm (30 min), Deutschland | USA | Kanada, 2013. Protokoll eines Nachtfalters, Gedichte, fixpoetry, Hamburg, 2010. Transit, Kurzfilm (20 min), Deutschland, 2008. entkernt, Theaterstück, UA: Theater unterm Dach, Berlin, 2008. Todesarten, Kurzfilm (13 min), Deutschland, 2007.

Dienstag, 07. November, 20:00 Uhr (Eintritt 5,- / erm. 4,-)
Versehentliche Asymmetrien
Lesung und Gespräch der Berliner Autor*innen Esther Becker, Sebastian Janata, Mariola Grzyb und Magdalene Schrefel. Moderation: Dr. Tomasz Stompor

Vier Berliner Autor*innen erzählen von küssenden Walen, Bikinis als Seeschlangen, tätowierten Armen, mutigem Handeln, zu optimierenden Körpern und zu ändernden Hosen.

Esther Becker liest aus ihrem entstehenden Körperroman Frauen und Behinderte (Arbeitstitel). Der Körper der Icherzählerin macht, was er will – nicht was er soll: Die Augen sehen nicht gut und stehen zu eng für eine Filmkarriere, die bikiniunfähige Brust vereitelt das Schwimmabzeichen, die Pubertät lässt den schlanken Kinderkörper zu einem unverschämt fetten, faulen, ungewaschenen Ding werden. Der Körper wird im wörtlichen Sinn zu einer Angriffsfläche, die es zu optimieren bzw. minimieren gilt.

Sebastian Janata liest aus seinem entstehenden Roman die ambassadorin (Arbeitstitel), der in Berlin und Wien spielt, auf Beerdigungen und Familienessen, in Kneipen und der Änderungsschneiderei von Tessa.

Mariola Grzyb liest Gedichte aus ihrem entstehenden Lyrikband Versehentliche Asymmetrien (Arbeitstitel). Haltungen, Räume und Lücken werden erkundet und ausgebreitet, erleben Ortswechsel. Das Gedicht, ein gelenkiges Gebilde, das auch im Außen bewegt werden will.

Bold, Never Regular ist der Titel der szenischen Erzählung von Magdalene Schrefel, nach der Tätowierung auf dem Arm einer Kollegin der Sicherheitsfachkraft, die im Zentrum der Erzählung steht. Im Interview mit einer Radioreporterin rekonstruiert sie die Ereignisse des Tages, an dem sie eben so gehandelt hat: mutig und nicht einfach nur regelgerecht.

Esther Becker ist Dramatikerin, Erzählerin und Performerin. Sie absolvierte den Masterstudiengang Scenic Arts Practice an der Hochschule der Künste Bern und studierte Literarisches Schreiben am Schweizerischen Literaturinstitut Biel und am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Ihre Theatertexte werden vom Verlag Felix Bloch Erben vertreten.

Sebastian Janata arbeitet als Musiker und Autor in Berlin. Seit 2006 ist er Mitglied bei der Gruppe Ja, Panik. Nach fünf erfolgreichen Studioalben (Coverstorys unter anderen im Musikexpress, Spex, Falter) veröffentlichte die Gruppe 2016 das im Kollektiv geschriebene Buch FUTUR II, welches sich auf unkonventionelle Weise mit der eigenen Bandhistorie auseinandersetzt.

Mariola Grzyb wurde in Zbrosławice geboren und lebt nach Stationen in Minden und Bielefeld seit 2008 in Berlin. Nach langjähriger Tätigkeit als Lehrerin, Tänzerin und Choreographin arbeitet sie seit einigen Jahren als Autorin und Musikerin.

Magdalena Schrefel ist geboren und aufgewachsen in Wien. Nach längeren Arbeitsaufenthalten in Vukovar und Göteborg studierte sie Europäische Ethnologie/Volkskunde an der Universität Wien sowie am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Sie schreibt Prosa und szenische Texte und lebt in Berlin.

11.11. | Textremisten

Tom Bresemann —  16. August 2017 — Kommentieren

Samstag, 11. November 2017, 11:00 Uhr (Für Mitglieder des Freien Deutschen Autorenverbands kostenlos, alle anderen werden um eine kleine Spende gebeten)
Textremisten
Textwerkstatt mit Jordan T.A. Wegberg

Die Textremisten treffen sich einmal monatlich in der Lettrétage, um reihum eigene Texte vorzustellen, die dann von den Teilnehmern ausgiebig besprochen werden. Die maximale Lesezeit beträgt 10 Minuten. Es können alle Prosaformen wie Kurzgeschichten, Romankapitel oder Essays präsentiert werden. Wir geben einander Tipps, Ratschläge, Anregungen, Feedback und Motivation.

Natürlich ist sowohl das Besprechen der Texte als auch die Teilnahme an den öffentlichen Lesungen freiwillig – wer möchte, kann auch nur zum Zuhören zu den Textremisten kommen!

Donnerstag, 16. November 2017, 20:00 Uhr (Eintritt 5,-/erm. 4,-)
Breaking Ground: Grenzüberschreitende britische Literatur
Lesungen für das 21. Jahrhundert mit Francesca Beard, Rishi Dastidar, Caleb Femi und Xiaolu Guo

Von der Buchseite auf die Bühne, von Wörtern zu Musik, von ruhenden Büchern zu aktiver Bewegung… eine Gruppe von innovativen und vielfältigen britischen SchriftstellerInnen denkt Lesungen für das 21. Jahrhundert in einer einmaligen Spezial-Show neu. Ausgehend von ihren eigenen Werken benutzen sie in ihren Performances Film, Fotografie, Technologie, Musik und Audioscapes, um multidimensionale Erfahrungen zu schaffen, die zum Nachdenken anregen. Erleben Sie die Pionierin der Performance-Poesie Francesca Beard, den ‚Young People’s Laureate of London‘ 2016-17-Preisträger Caleb Femi, den preisgekrönten Dichter Rishi Dastidar sowie die Bestseller-Autorin Xiaolu Guo, die an diesem einzigartigen Abend zusammenkommen, um Literatur auf eine ganz neue Ebene zu heben.

Die Veranstaltung in der Lettrétage findet in Kooperation mit Speaking Volumes Live Literatur Productions‘ Breaking Ground Tour, gefördert vom Arts Council England, statt.

 

 

 

 

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© Carlos Cazurro

Francesca Beard

Francesca Beard wurde in Malaysia geboren und lebt in London. Die London Metro nannte Beard einmal die “Queen of British performance poetry” [Königin der britischen Performance-Poesie]. Sie tritt in ganz Großbritannien auf und gibt Workshops, darüber hinaus repräsentiert sie die britische Live-Literatur in Kooperation mit dem British Council in aller Welt. Sie war ‚Poet in Residence‘ in Einrichtungen, wie: The Barbican, BBC White City, Tower of London, Hampton Court Palace, Kingston Library, Natural History Museum und The Metropolitan Police und hat geschrieben für das Royal Court Theatre, das Young Vic Theatre und für die BBC-Radiosender 3 und 4. Ihre erste Solo-Show, Chinese Whispers [Stille Post], produziert von Apples und Snakes, war bahnbrechend in ihrem Ansatz der Performance-Poesie als einer übergreifenden Kunstform. Zurzeit arbeitet sie an einer neuen Ein-Frau-Show mit dem Namen How to Survive a Post-Truth Apocalypse [Wie man eine post-faktische Apokalypse überleben kann].

www.francescabeard.com
Twitter @FrancescaBeard

Rishi Dastidar

Rishi Dastidars Dichtung wurde u.a. in der Financial Times abgedruckt und in der Tate Modern aufgeführt. Seine Werke sind Teil der Anthologien Adventures in Form [Formabenteuer] (Verlag: Penned in the Margins) und Ten: The New Wave [Zehn: Die neue Welle] (Verlag: Bloodaxe). Sein Lyrik-Debüt Ticker-tape [Lochstreifen] wurde 2017 im Verlag Nine Arches Press veröffentlicht. Im Jahr 2016 wurde er von der BBC beauftragt, ein Gedicht für den nationalen ‚Tag der Dichtung‘ zu schreiben und zu verlesen. Er war Zweitplatzierter beim Internationalen Dichter-Wettbewerb 2011 in Cardiff und des Internationalen Poesie-Preises ‚Troubadour‘ 2014; 2016 stand er auf der Long-List des britischen Lyrik-Wettbewerbs. Er ist Fellow von ‚The Complete Works‘, einer freien Schule in London, beratender Herausgeber der Zeitschrift The Rialto und Mitglied des Malika’s Poetry Kitchen Collective. Er ist Vorsitzender der Literaturorganisation ‚Spread the Word‘ und unterrichtet an der Poetry School in London.

Twitter @BetaRish

 

Caleb Femi

Caleb Femi ist der ‚Young People’s Laureate of London‘-Preisträger von 2016-17 und außerdem Englischlehrer, Filmemacher und Workshopleiter an Schulen. Femi hat bereits Auftragsdichtung für die Tate Modern, die Royal Society for Literature und den Guardian geschrieben. Er hat an vielen Londoner Veranstaltungsorten gelesen; ist als Opener für Lianne La Havas und auf verschiedenen Festivals, wie z.B. beim Latitude, Ed Fringe, Boomtown, Lovebox und Greenbelt Festival aufgetreten. Femi hat den Roundhouse Poetry Slam und den Genesis Poetry Slam gewonnen und arbeitet derzeit an einem Debüt-Pamphlet. Als Filmemacher hat er bisher die beiden Dokumentarfilme What Did Love Taste Like In The 70s? [Wie hat Liebe in den 70ern geschmeckt?] und Heartbreak & Grime [Herzschmerz & Grime] veröffentlicht, die international Anerkennung fanden und aus denen Vorträge und Diskussionspanels zu Themen wie Grime-Musik, Straßenkultur und Männlichkeit hervorgingen.

www.calebfemi.com/
Twitter @CalebFemi5

 

© Robert Newald

Xiaolu Guo

Xiaolu Guo ist Autorin, Wissenschaftlerin und Filmemacherin. Zu ihren bedeutendsten Veröffentlichungen zählen die Romane A Concise Chinese-English Dictionary for Lovers [Kleines Wörterbuch für Liebende, Knaus-Verlag] (nominiert für den Orange Prize for Fiction) and Village of Stone [Stadt der Steine, Knaus-Verlag] sowie die Kurzgeschichtensammlung Lovers in the Age of Indifference [Liebende in Zeiten des Mittelmaß]. Ihr aktueller Roman I Am China  [Ich bin China, Knaus-Verlag] war auf der Long-List für den Bailey’s Women’s Prize for Fiction. Zu Guos Spielfilmen gehören u.a. How is Your Fish Today [Wie geht es deinem Fisch heute?] (aufgeführt beim Sundance-Festival), UFO in her Eyes [Ein UFO, dachte sie] (aufgeführt beim Toronto International Film Festival), Once Upon a Time Proletarian [Es war einmal ein Proletarier] (aufgeführt bei den Internationalen Filmfestspielen in Venedig) und She, a Chinese [Sie, eine Chinesin], der 2009 den Goldenen Leopard beim Filmfestival in Locarno gewann. Ihre Memoiren Once Upon a Time in the East [Es war einmal im Fernen Osten] sind erst kürzlich erschienen (verlegt bei Penguin Random House, 2017). Das britische Literaturmagazin Granta ernannte Guo 2013 zu einer der besten jungen britischen Schriftsteller. Guo lebt in Berlin und London.

www.guoxiaolu.com/
Twitter @XiaoluGuo

 

 

Thursday, 16 November 2017, 8 p.m. (Entrance fee 5,-/reduced 4,-)
Breaking Ground: British Writing Across Borders
21st century readings with Francesca Beard, Rishi Dastidar, Caleb Femi and Xiaolu Guo

From the page to the screen, from words to music, from static books to active movement … a group of innovative and diverse British writers re-imagine readings for the 21st century in a special one-off show. Taking their own writing as a starting point, their performances utilise film, photography, technology, music and audioscapes to create thought-provoking multi-dimensional experiences. Join pioneering performance poet Francesca Beard, the 2016-17 Young Peoples Laureate of London Caleb Femi, award-winning poet Rishi Dastidar and bestselling author Xiaolu Guo as they come together for one night only to take literature to a whole new level.

This Lettrétage event is in partnership with the Speaking Volumes Live Literature Productions’ Breaking Ground tour sponsored by Arts Council England.

 

 

 

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© Carlos Cazurro

Francesca Beard

Francesca Beard is a London-based, Malaysian-born writer who has been called ‘The Queen of British performance poetry’ by London Metro. She performs and workshops across the UK and represents the best of British live literature around the world with the British Council. She’s been poet in residence at The Barbican, the BBC White City, The Tower of London, Hampton Court Palace, Kingston Library, the Natural History Museum and The Metropolitan Police and written for The Royal Court, The Young Vic and BBC Radios 3 and 4. Her first solo show, Chinese Whispers, produced by Apples and Snakes, was ground-breaking in its approach to performance poetry as a cross-arts form. She is currently working on a new one woman show, How to Survive a Post-Truth Apocalypse.

www.francescabeard.com
Twitter @FrancescaBeard

Rishi Dastidar

Rishi Dastidar’s poetry has appeared in the Financial Times and Tate Modern amongst others. His work was featured in the anthologies Adventures in Form (Penned in the Margins) and Ten: The New Wave (Bloodaxe). His debut collection Ticker-tape is published by Nine Arches Press. In 2016 he was commissioned by the BBC to write and perform a poem for National Poetry Day. He was a runner-up in the 2011 Cardiff International Poetry Competition and the 2014 Troubadour International Poetry Prize; in 2016 was long-listed in the UK’s National Poetry Competition. A fellow of The Complete Works, he is a consulting editor at The Rialto magazine and a member of Malika’s Poetry Kitchen collective. He is chair of literature organisation Spread The Word and teaches for the Poetry School.

Twitter @BetaRish

 

 

 

Caleb Femi

Caleb Femi is the 2016-17 Young People’s Laureate for London and an English teacher, filmmaker, photographer and schools workshop leader. Caleb’s poetry commissions include the Tate Modern, The Royal Society for Literature and The Guardian. He has read at many London venues; he also opened up for Lianne La Havas and has performed at festivals including Latitude, Ed Fringe, Boomtown, Lovebox and Greenbelt. Caleb won the Roundhouse Poetry and Genesis Poetry Slams and is currently working on a debut pamphlet. As a filmmaker, he has released two documentaries, What Did Love Taste Like In The 70s? and Heartbreak & Grime, to good international reception, which has led him to give talks and panel discussions on the topic of grime music, Road culture and masculinity.

www.calebfemi.com/
Twitter @CalebFemi5

 

 

© Robert Newald

Xiaolu Guo

Xiaolu Guo is a writer, academic and filmmaker. Her most notable novels are A Concise Chinese-English Dictionary for Lovers (Orange Prize for Fiction nomination) and Village of Stone as well as a short story collection, Lovers in the Age of Indifference. Her recent novel, I Am China, was longlisted for the Baileys Women’s Prize for Fiction. Guo’s feature films include How is Your Fish Today (Sundance), UFO in her Eyes (TIFF), Once Upon a Time Proletarian (Venice) and She a Chinese, which won the Golden Leopard Award at 2009 Locarno Film Festival. Her memoir Once Upon a Time in the East was just out (Penguin Random House, 2017). She was a named as a 2013 Granta Best Young British Novelist and lives in Berlin and London.

www.guoxiaolu.com/
Twitter @XiaoluGuo

 

 

09.12. | Textremisten

Tom Bresemann —  24. August 2017 — Kommentieren

Samstag, 09. Dezember 2017, 11:00 Uhr (Für Mitglieder des Freien Deutschen Autorenverbands kostenlos, alle anderen werden um eine kleine Spende gebeten)
Textremisten
Textwerkstatt mit Jordan T.A. Wegberg

Die Textremisten treffen sich einmal monatlich in der Lettrétage, um reihum eigene Texte vorzustellen, die dann von den Teilnehmern ausgiebig besprochen werden. Die maximale Lesezeit beträgt 10 Minuten. Es können alle Prosaformen wie Kurzgeschichten, Romankapitel oder Essays präsentiert werden. Wir geben einander Tipps, Ratschläge, Anregungen, Feedback und Motivation.

Natürlich ist sowohl das Besprechen der Texte als auch die Teilnahme an den öffentlichen Lesungen freiwillig – wer möchte, kann auch nur zum Zuhören zu den Textremisten kommen!

Mittwoch, 02. August, 20:00 Uhr (Eintritt frei)
Elshan Ghasimi
Konzert / Improvisation

In der klassischen Musik des Irans ist die Tar eines der wichtigsten Instrumente, das sowohl solistisch als auch im Ensemble Einsatz findet. Der Tar als Soloinstrument ihren typisch metallischen, leicht vibrierenden und zwischentonreichen Klang zu entlocken, versteht Elshan Ghasimi meisterlich. Ihr Konzert gestaltet sie mit Improvisationen über eine klassische persische Tonleiter.

 

Elshan Ghasimi, 1981 im Iran geboren, ist Musikerin, Komponistin und Musiklehrerin. Sie hat in Teheran (Iran) und Baku (Aserbaidschan) studiert und verschiedene Meisterkurse absolviert. Von 1998 bis 2006 war sie Mitglied des Iran’s National Orchestra, das ausschließlich Werke für traditionelle persische Saiten- und Holzblasinstrumente aufführte. Ghasimi lebt und arbeitet in Teheran und Berlin.

 

 

 

 

 

 

Mittwoch/Donnerstag, 06. und 07. September 2017, jeweils 10:00 bis 17:00 Uhr                       (Eigenbeitrag 24,-)
Erfolgreich Projektanträge stellen
Workshop

mit Katharina Deloglu

Ob Lesereihe in der Kiezkneipe oder Literaturfestival, ob Autorenkonferenz oder Hörspiellabor – für Berliner Literaturveranstalter*innen gibt es zahlreiche Finanzierungsmöglichkeiten aus öffentlichen Mitteln. Doch welche passt zum geplanten Projekt? Was muss ich bei der Antragstellung unbedingt beachten, was vermeiden? Wie erstelle ich einen realistischen Finanzplan? Was verbirgt sich hinter „Kofinanzierung“, „Fehlbedarf“ und „Eigenleistung“? Wie überhaupt entwickle ich ein Projekt, das meinen persönlichen Kompetenzen entspricht und wo finde ich – wenn nötig – die geeigneten Partner?

Nach einem Überblick über das Spektrum an Finanzierungsmöglichkeiten für Literaturveranstaltungsprojekte (Kommune, Land, Bund) und einer Checkliste formaler Kriterien sehen wir uns den Antrag und seine einzelnen Bestandteile gründlich an. Wir lernen Projektmittel-Ausschreibungen genau zu lesen und zu verstehen und betrachten exemplarisch erfolgreiche geförderte Projekte. Eine Analyse des eigenen Antragsteller-Profils und ein erster Entwurf eines eigenen Projektantrags runden den zweitägigen Workshop ab.

 

Wer möchte, kann gern einen eigenen Projektentwurf mitbringen.

Anmeldungen bitte bis 28.08.2017 (verlängerte Anmeldefrist) unter weiterbildung@foerderband.org oder 030 28 49 387-0/-27.

Katharina Deloglu studierte Komparatistik, Romanistik und Kunstgeschichte in Mainz, Tours und Madrid und promovierte an der HU Berlin in Neuerer Deutscher Literatur. Bis 2005 war sie als Kultur-Journalistin für u.a. SZ, FR, NZZ, F.A.Z, 3sat Kulturzeit und als freie Mitarbeiterin des Goethe-Instituts Frankfurt tätig. Als Mitgründerin und -betreiberin der Lettrétage ist sie seit 2006 zuständig für die Konzeption und Umsetzung des laufenden Veranstaltungsprogramms sowie die Fördermittelakquise und Leitung verschiedener internationaler Projekte, zuletzt CROWD – CReating Other Ways Of Dissemination und CON_TEXT. Jurytätigkeiten: Autorenstipendien des Berliner Senats 2011, Anna Seghers-Preis 2012.

Der Workshop ist Teil des Programms „Wort.Kunst.Markt“, welches Förderband e.V. in enger Verbindung mit dem „Netzwerk freie Literaturszene Berlin“ für in Berlin lebende freiberuflich arbeitende Autoren, Lektoren und Übersetzer konzipiert hat. Gefördert wird das Programm aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds im Programm „Qualifizierung Kulturwirtschaft“ (KuWiQ) und des Landes Berlin – Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Für die Kofinanzierung ist ein Eigenbetrag von 2,00€/Stunde und Teilnehmenden nötig.

 

Das Konzept*Feuerpudel ist eine monatliche Lesebühne für Autor*innen in Berlin. Oder sollte es „Vorlesebühne“ heißen? Denn beim Pudel liest einer, namentlich Diether Kabow, Texte vor, deren Urheber*innen sich anonym unters Publikum mischen. Auf diese Weise geben wir schreibenden Menschen die Möglichkeit, ihre Texte unter die Leute zu bringen, ohne dass sie selbst performen. Warum? Weil die Wirkung des Textes dann nicht von der Person der*des Autor*in abhängt. Autor*innen können heimlich im Publikum sitzen, sich gemütlich einen antrinken, unerkannt über ihre Texte sprechen oder einfach nur beobachten, wie ihre Texte – und nicht sie selbst – ankommen.

Konzept*Feuerpudel ist eine Lesebühne für die Neugierigen und Chaot*innen, Austester*innen, Anfänger*innen und alte Hasen. Ihre Texte entwickeln ein Eigenleben und die Autor*innen neue Perspektiven auf das eigene kreative Schaffen und sie erhalten die Möglichkeit, ihre Arbeit kritisch zu reflektieren.

Die Texte werden vor der Lesung durchgesehen, aber nicht ausgewählt – das Los entscheidet. Jede*r kann einen Text einreichen. Acht Texte werden am Abend verlesen. Drei wählt das Publikum zu Gewinnern. Zur Preisverleihung können die Autor*innen den schützenden Mantel der Anonymität ablegen und sich feiern lassen – wenn sie es möchten. Die kleinen, unerhörten Schreiber*innen, die heimlichen Textverliebten und genialen Angsthasen werden geliebt und gesucht.

& so sieht es aus, wenn des Pudels Kern sich zeigt.