Archiv: November 17

Dienstag, 21. November 2017, 19.00 Uhr (Eintritt frei)
Textarbeit im Verborgenen – Was dem Lektorat auffällt
Veranstaltung mit der Gruppe Berliner Lektorat

Niemand schafft so im Geheimen wie Lektorinnen und Lektoren. In den Büchern werden sie selten genannt, man erfährt kaum einmal, welche Lektoren die Bücher welcher Autoren bearbeitet haben. In Diskussionen rund um den Buchmarkt tauchen sie fast nie auf, werden selten interviewt und arbeiten im Dunkeln wie Maulwürfe, die unter den Buchseiten leben und von denen man nur die Produkte sieht: die korrigierten Bücher. Weil niemand so recht weiß, was Lektorinnen und Lektoren eigentlich machen, haben viele Autoren Horrorvorstellungen über das Lektorat. Das soll sich ändern.

Einmal im Monat, und zwar jeden dritten Dienstag im Monat, möchten wir Einblicke ins Lektorat geben und eingereichte Texte beispielhaft lektorieren. Wir wollen ein Diskussionsforum bieten für angehende Autorinnen und Autoren, die erfahren möchten, wie man konkret an Texten und Stoffen arbeiten kann. Welche unterschiedlichen Techniken es gibt, welche Wirkungen sie haben – und welche Nebenwirkungen?

Die Lektorinnen und Lektoren der Gruppe „Berliner Lektorat“ gestalten ihre jeweilige Veranstaltung selbst, sie werden dabei unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Denn es gibt für Probleme in Texten nie nur eine Lösungsmöglichkeit. Dabei geht es uns nicht um „Fehler“, die erkannt und beseitigt werden, sondern darum, Texte zu verbessern. Ein eindeutiges Richtig oder Falsch gibt es beim Lektorat meistens nicht.

An diesem Auftaktabend der Veranstaltungsreihe sprechen Karla Schmidt und Hans Peter Röntgen über klassische Anfängerfehler und wie ein Profilektorat damit umgeht.

 

Weitere Veranstaltungen im ersten Quartal 2018:

  1. Januar 2018: „Gefühle schreiben: weg vom Klischee“ mit Lisa Kuppler  (krimilektorat.de/lisa221b)
  1. Februar 2018: „Exposé und Klappentext“ mit Hans Peter Röntgen  (hanspeterroentgen.de/)
  1. März 2018: „Dialoge schärfen: Infodump raus, Subtext rein“ mit Karl Schmidt  (karla-schmidt.de/ueber-mich/)

https://www.facebook.com/berlinerlektorat/

Dienstag, 21. und Mittwoch 22. November 2017, 10:00 bis 17:00 Uhr (Eigenbeitrag 24,-)
Wege in die Veröffentlichung
Workshop

mit Dr. Patrick Baumgärtel

Ihr Werk ist fertig. Jetzt soll es „nur noch“ sein Publikum finden. Gut ist nun mal nicht gleich erfolgreich, und dass erfolgreich auch nicht gleich gut sein muss stimmt zwar, hilft Ihnen jetzt aber auch nicht weiter. Wer sich etablieren will muss wissen worauf es ankommt. Um die Fragen, die jetzt plötzlich ganz aktuell werden geht es in diesem Workshop, und die Antworten werden gleich mitgeliefert! Oder besser: Da es im hochgradig ausdifferenzierten Literaturbetrieb nur wenige „Standardantworten“ gibt, werden wir uns die für Sie passende Lösung gemeinsam erarbeiten.

 

Anmeldungen bitte bis 27.10.2017 unter
weiterbildung@foerderband.org oder 030 28 49 387-0/-27.

Nach einem Germanistikstudium, einer Promotion über W.G. Sebald an der Humboldt-Universität zu Berlin sowie der Arbeit bei der renommierten amerikanischen Literaturagentur Greenburger Associates (New York) stellte sich Dr. Patrick Baumgärtel 2009 der Herausforderung, in sich wandelnden Zeiten eine Full-Service-Literaturagentur (inkl. PR-Arbeit und Lektorat) zu gründen. Der „Krimimarathon“, Berlin-Brandenburgs größtes Krimifestival, das er seit 2012 leitet, ist Teil davon. Er ist Juror beim Seume-Literaturpreis und Vorsitzender des „Lesekultur Berlin e.V.“ Patrick Baumgärtel gibt Kurse zu Themen der Verlagsbranche, unterrichtet Kreatives Schreiben und arbeitet als Lektor und Schreibcoach. www.schoneburg.de

Der Workshop ist Teil des Programms „Wort.Kunst.Markt“, welches Förderband e.V. in enger Verbindung mit dem „Netzwerk freie Literaturszene Berlin“ für in Berlin lebende freiberuflich arbeitende Autoren, Lektoren und Übersetzer konzipiert hat. Gefördert wird das Programm aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds im Programm Qualifizierung Kulturwirtschaft (KuWiQ) und des Landes Berlin – Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Für die Kofinanzierung ist ein Eigenbetrag von 2,00€/Stunde und Teilnehmenden nötig.

Freitag, 24. November 2017, 19:00 Uhr
Eine Sekunde vor dem Aufwachen
Lesung und anschließende Diskussion mit der Dichterin Claudia Gauci und dem Autor Walid Nabhan

Ein Abend mit Gedichten und einer Erzählung, die von Verlust, Vertreibung, Tod, aber auch von Liebe handeln.

Es sind sehr persönliche Bekenntnisse der Dichterin Claudia Gauci aus Malta, die mit ihrer Sprache Bilder einfängt wie eine Fotografie, aus der sich eine Geschichte entfaltet. Sie ist stets auf der Suche nach Räumen, wo ihr Unbehagen einen Platz hat. Diese Bilder berühren ohne zu erdrücken. Die Gedichte sind ihrer ersten Poesiesammlung Sekonda qabel tqum (Eine Sekunde vor dem Aufwachen) entnommen, für die sie 2013 den 2. Nationalpreis für Poesie erhielt.

 

Walid Nabhan, ein Malteser palästinensischen Ursprungs, der mittlerweile auf Maltesisch schreibt, erzählt in seiner Geschichte L-Eżodu taċ-Ċikonji (Exodus der Storche) – für die er im Jahre 2013 mit dem Nationalen Preis für Literatur in Malta ausgezeichnet wurde – die Geschichte eines Mannes, dessen Leben unwiderruflich mit dem Schicksal Palästinas verbunden ist und der zu verstehen versucht, wie die Dinge im Nahen Osten sich entwickelt haben, insbesondere seit dem Sechs-Tage-Krieg. Die Ereignisse in der Geschichte finden hauptsächlich in Jordanien und in Malta statt, wohin es den Protagonisten später verschlägt.

Lesung mit anschließender Diskussion mit den Autoren.

Montag, 27. November 2017, 19:00 Uhr (Eintritt 5,-/erm. 4,-)
Junge slowenische Lyrik
Lesung mit Katja Gorečan, Uroš Prah, Kaja Teržan und Jure Vuga 

 

Im Rahmen der Erarbeitung einer Anthologie junger slowenischer Lyrik in deutscher Sprache erfolgen in Berlin in Koorganisation des slowenischen Kulturzentrums in Berlin und des Lyrikers und Kritikers Aljaž Koprivnikar mehrere Lesungen junger slowenischer Lyriker und Lyrikerinnen in Übersetzung von Boštjan Dvořák. Das Projekt fokussiert sich auf junge und schon etablierte dichterische Namen, die mit ihrem Schaffen bedeutende Bewegungen in der slowenischen Literaturszene erzeugen. Die erste der Lesungen bringt am 27. November 2017 um 19 Uhr dem Berliner Publikum die Poetik von Katja Gorečan, Uroš Prah, Kaja Teržan und Jure Vuga näher. Im Anschluss folgt der Lesung noch ein Durchblick über das Schaffen des slowenischen Architekten Jože Plečnik anlässlich seines 60. Todestags und seines 145. Geburstags. Dazu wird in den Räumen der Lettrétage eine Ausstellung seiner Werke, wie auch eine Projektion seiner Freiheitskathedrale (Kristijan Tavčar) gezeigt. Die Lesung wird auf Slowenisch mit deutschen Übersetzungen gehalten, die Moderation findet auf Slowenisch statt und wird auf Deutsch gedolmetscht.

 

 

 

© Manca Suvajac

Katja Gorečan (1989) geb. in Celje. Studierte Vergleichende Literaturwissenschaft und ist zurzeit an der Akademie für Theater, Radio, Film und Television in Ljubljana im Masterstudiumgang Dramaturgie. 2007 wurde ihr erster Gedichtband Angeli istega porekla veröffentlicht, 2012 der Gedischtband Trpljenje mlade Hane, beim Zentrum für slowenische Literatur, mit dem sie für den Jenkova Preis nominiert wurde und für das BJCEM (Mediterranea Young Artists Biennale) ausgewählt worden ist. Sie ist in der Organisation des Literaturkritikfestivals Prager und als Dramaturgin tätig.

 

 

 

 

Uroš Prah (1988, Maribor) ist Lyriker, Redakteur, Übersetzer und Publizist. Bisher erschienen zwei seiner Gedichtbände: Čezse polzeči (CSK 2012), der 2017 in Kroatisch erscheint (Biakova, Zagreb), und Tišima (CSK 2015), der es 2016 auf die Short-Listen der zwei bedeutesten Lyrikpreise Sloweniens schaffte: den Simon Jenko Preis und den Veronika Preis. 2017 erhielt er das Autorenstipendium der Slowenischen Buchagentur. Übersetzungen seiner Texte wurden bis jetzt in Deutschland, Österreich, Kroatien, Serbien, Montenegro, Italien, Rumänien, Argentinien, Kanada und den USA veröffentlicht. Er war Mitbegründer und langjähriger Chefredakteur der Literaturzeitschrift IDIOT (2009-2016), Programmleiter des Internationalen Festivals für Literatur in Entwicklung Literodrom (2015-2016) und Mitbegründer des Museums des Wahnsinns, Trate. Zurzeit lebt er in Wien.
 

 

 

 

Kaja Teržan (1986) veröffentlichte 2015 beim Zentrum für slowenische Literatur ihr Debut-Lyrikband Delta, der auch für den Veronika Preis nominiert worden ist. Im selben Jahr nam sie mit der gleichnamigen Performance an der internationalen Bienale für junge Künstler Mediterranea in Mailand teil. 2016 schloß sie sich auch mit der Pianistin Manca Udovič zusammen, mit der sie häufig gemeinsam auftritt. Auch im Jahr 2016 bekam sie auf dem Lyrikturnier des Verlags Pivec den Preis des Plublikums für ihr Gedicht Ruj.

 

 

 

 

Jure Vuga (1983) geb. in Koper, fing mit schreiben auf dem Gymnasium in Koper unter der Mentorschaft der Dichterin Ines Cergol an. 2009 schloss er seinen Bachelor of Arts in Kunstgeschichte und Soziologie der Kultur ab. Im selben Jahr erschien beim Verlag Beletrina sein erster Gedichtsband Pod kamni plešem. Er studierte in Ljubljana, Florenc, Röm, Venedig, Mailand und London. 2015 veröffentlichte er beim Verlag Mladinska knjiga seinen zweiten Gedichtsband Modri plamen. 2016 präsentierte er seine Doktorarbeit mit dem Titel Vpliv Hypnerotomachie Poliphili na Giorgionejevo „Nevihto“. Er lebt in Ljubljana wo er als Reiseführer tätig ist.

 

Montag, 27. und Dienstag 28. November 2017, 10:00 bis 17:00 Uhr (Eigenbeitrag 24,-)
Schreiben heißt Teamarbeit
Workshop

mit Martin Jankowski und  Dr. Patrick Baumgärtel

Aus der Zeit der Romantik wurde er uns überliefert: Der Traum vom Künstler, der in einsamer Genialität ein Meisterwerk erschafft und daraufhin auf ewig in die Ruhmeshallen der Weltkultur aufsteigt… und auch wenn wir heute längst ahnen, dass es irgendwie anders läuft, finden wir diese Idee immer noch reizvoll. Dass Literatur in erster Linie harte Teamarbeit ist, merkt jeder, der sich professionell auf dieses Berufsfeld einlässt.

Welche Arbeitsschritte sind existenziell wichtig? Welche Verbündeten braucht ein Autor? Wie gewinnt man sie für sich? Die individuellen Anforderungen der Teilnehmer fließen hierbei in die Betrachtung ein. Für jede Zielsetzung erarbeiten wir konkrete Umsetzungsschritte.

Auch besprechen wir die wichtigsten Aspekte literarischer Teamarbeit und geben praktische Empfehlungen für Ihren persönlichen Weg zum Berufsautor.

Anmeldungen bitte bis 06.11.2017 unter
weiterbildung@foerderband.org oder 030 28 49 387-0/-27.

Martin Jankowski, geb. 1965 in Greifswald lebt seit 1995 als freier Autor, Herausgeber und Kulturkurator in Berlin. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher (Lyrik, Prosa, Sachthemen), gehört zu den Mitbegründern des „internationalen literaturfestivals berlin“, des „Netzwerk freie Literaturszene Berlin“ und leitet seit 2005 die „Berliner Literarische Aktion“. Der Autor und Projektleiter realisiert zahlreiche internationale Literaturprojekte. Als Literaturdozent ist er an zahlreichen Universitäten weltweit zu Gast, aktuell an der Portland State University in Oregon. www.martin-jankowski.de

Nach einem Germanistikstudium, einer Promotion über W.G. Sebald an der Humboldt-Universität zu Berlin sowie seiner Tätigkeit bei der renommierten amerikanischen Literaturagentur Greenburger Associates in New York City stellte sich Dr. Patrick Baumgärtel 2009 der Herausforderung, in sich wandelnden Zeiten eine Full-Service-Literaturagentur (inkl. PR-Arbeit und Lektorat) zu gründen. Der „Krimimarathon“, Berlin-Brandenburgs größtes Krimifestival, das er seit 2012 leitet, ist Teil davon. Patrick Baumgärtel ist Juror des Seume-Literaturpreises und Vorsitzender des Lesekultur Berlin e.V. Er gibt Kurse zu Themen der Verlagsbranche, unterrichtet Kreatives Schreiben und arbeitet als Lektor und Schreibcoach. www.schoneburg.de

Der Workshop ist Teil des Programms „Wort.Kunst.Markt“, welches Förderband e.V. in enger Verbindung mit dem „Netzwerk freie Literaturszene Berlin“ für in Berlin lebende freiberuflich arbeitende Autoren, Lektoren und Übersetzer konzipiert hat. Gefördert wird das Programm aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds im Programm Qualifizierung Kulturwirtschaft (KuWiQ) und des Landes Berlin – Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Für die Kofinanzierung ist ein Eigenbetrag von 2,00€/Stunde und Teilnehmenden nötig.

Mittwoch, 29. November 2017, 20:00 Uhr (Eintritt 8,- / erm. 6,-)
Berliner Geschichten: Wie sieht die „Stadt der Anderen“ aus?
Mit Tilman Rammstedt und Jane Flett (Schottland), Lucy Fricke und Assaf Alassaf (Syrien), Maren Kames und Erica Zingano (Brasilien). Fotografien: Maria Sewcz

Berlin ist groß, vielschichtig, immer im Werden – und voller spannender Menschen und Geschichten. Jeder hat sein Bild von Berlin. Wie aber sehen die anderen die Stadt? Sehen sie dieselbe Stadt – oder eine völlig andere? Welchen Einfluss hat die eigene Herkunft und Geschichte auf die Wahrnehmung der Welt, in der man lebt? KOOK hat drei deutschsprachige und drei internationale Autor*innen, die in Berlin leben, eingeladen, einander „ihr“ Berlin zu zeigen: ihre Orte, ihre Geschichten, ihre Sicht auf die Stadt und deren Bewohner.

Assaf Alassaf, Jane Flett, Lucy Fricke, Maren Kames,  Tilman Rammstedt und Erica Zingano verabreden sich im Herbst jeweils zu zweit zu Spaziergängen durch Berlin. Begleitet werden sie von der Fotografin Maria Sewcz, die ihren eigenen künstlerischen Blick mitbringt. Literatur und Fotografie treffen Stadt. Aus diesen individuellen Touren entwickeln die Autor*innen Texte über eine Metropole im Wandel. Sie eröffnen einander neue Perspektiven, erzählen neue und alte Geschichten – von der Volksbühne, von Flüchtlingsunterkünften, der Sonnenallee oder vom alten Westberliner Zoo.

Am 29. November werden die dabei entstandenen Texte und Fotografien in der Lettrétage im Rahmen einer großen Abschlussveranstaltung vorgestellt. Die Lesungen finden auf Deutsch, Englisch, Arabisch und Portugiesisch statt. Übersetzungen sind vorhanden.

© Ramy Alashek

Assaf Alassaf (* 1975, Syrien) ist Autor, Mediziner und Journalist. Seine Texte gibt es auf Facebook und bei Mikrotext, etwa das eBook „Abu Jürgen. Mein Leben mit dem deutschen Botschafter“ (2015).

 

 

 

 

©Tom Moore

Jane Flett (* 1984, Schottland), ist Autorin und Musikerin. Ihre Texte erschienen in zahlreichen Anthologien und Literaturzeitschriften. Ausserdem ist sie Teil der Roit Grrl Band „Razor Cunts“.

 

 

 

 

Lucy Fricke (* 1974) ist Autorin und Literaturveranstalterin. Zuletzt veröffentlichte sie „Takeshis Haut“ (2014, Rowohlt Verlag). 2018 erscheint ihr vierter Roman „Töchter“ (Rowohlt Verlag).

 

 

 

©Dagmar Morath

Tilman Rammstedt (* 1975) ist Autor und Kolumnist. Zuletzt veröffentlichte er den Roman „Morgen mehr“ (Hanser Verlag, 2016), dessen Entstehungsprozess zuvor als Fortsetzungsroman im Netz verfolgt werden konnte.

 

 

 

© Dirk Skiba

Maren Kames (* 1984) ist Lyrikerin. Ihr vielbeachtetes Debüt „Halb Taube Halb Pfau“ erschien 2016 im Secession Verlag.

 

 

 

 

Erica Zingano (* 1980, Brasilien) ist eine transdisziplinär arbeitende Lyrikerin. Zahlreiche Veröffentlichungen, zuletzt „eine Sache für die andere“ (bulky news press, 2017).

 

 

 

Maria Sewcz (* 1960) ist eine vielfach ausgezeichnete Fotografin. Zahlreiche Einzelausstellungen, zuletzt mit Fotografien und Videos im Haus am Kleistpark („Jetzt, Berlin“, 2016)

Freitag, 03.11.2017, 20 Uhr, Eintritt frei
MSQ–>AMS–>PAR–>TXL
Performance zur Eröffnung der internationalen CON_TEXT-Konferenz

Von und mit:
Barbara Philipp (Österreich/Niederlande)
Andrea Inglese (Italien/Frankreich)
Aleksei Shinkarenko (Weißrussland)

Die österreichische Künstlerin Barbara Philip wird gemeinsam mit dem italienischen Autor Andrea Inglese und dem weißrussischen Fotografen Aleksei Shinkarenko einen Tag lang auf unterschiedliche Art in Berlin Material sammeln. Nach einer gemeinsamen Auswertung des gesammelten Materials (Bilder, Tonaufnahmen, Zeichnungen, Notizen, gefundene Objekte) wird die Sammlung unter dem Namen „MSQ–>AMS–>PAR–>TXL“ mittels verschiedener Anordnungen in einer abendlichen Performance präsentiert. Die einzelnen Versatzstücke werden in neue Konstellationen zusammengefügt und jede dieser Konstellationen kann als eine mögliche Erzählung gesehen werden. Werden Sie einen Abend lang zu ArchäologInnen der Gegenwart!

 

Das Projekt CON_TEXT wird von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa gefördert.

 

 

 

Die Eröffnungsperformance wird vom Österreichischen Kulturforum Berlin unterstützt.

 

 

 

 


MSQ–>AMS–>PAR–>TXL
Opening performance for the international CON_TEXT conference.

By and with:
Barbara Philipp (Austria/Netherlands)
Andrea Inglese (Italy/French)
Aleksei Shinkarenko (Belarus)

The Austrian artist Barbara Philipp will together with the Italian author Andrea Inglese and the Belarus photographer Aleksei Shinkarenko gather various material for a day in Berlin. After a group evaluation of the gathered material (pictures, sound recordings, drawings, notes, found objects) the collection titled „MSQ–>AMS–>PAR–>TXL“ will be presented in different arrays in an evening performance. The individual set pieces will be put together in new constallations, where each single constallation can be seen as a possible narrative. Become an archeologist of the present for the evening!

The CON_TEXT project is funded by the Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

 

The opening performance is supported by the Österreichisches Kulturforum Berlin.

06.11. | Freie Räume

Tom Bresemann —  18. September 2017 — Kommentieren

Montag, 06. November 2017, 19:00 Uhr
Freie Räume
Verlagspräsentation der Edition FZA

Die Wiener Literatur-Edition FZA aus Wien ist zum wiederholten Mal in der Lettrétage zu Gast und stellt Publikationen aus dem aktuellen Verlagsprogramm vor. Mit Texten von Mareen Bruns, Katja Schraml und Orla Wolf sorgen gleich drei Berliner Autorinnen für ein Heimspiel. Sebastian Hage-Packhäuser aus Paderborn bereichert das vielfältige Programm mit lyrischen Kontrasten. Mareen Bruns ist Hautpreisträgerin des Wiener Werkstattpreises 2017 und erhält den Preis gleich in Berlin verliehen. Orla Wolf stellt ihren neuen Lyrikband „Temporäre Zone“ vor. Katja Schraml und Sebastian Hage-Packhäuser lesen eigene Texte aus „Freie Räume“, der brandneuen Anthologie zum Wiener Werkstattpreis 2017. Peter Schaden, Verleger und Herausgeber der Edition FZA, präsentiert die neue Kulturzeitschrift „FLUCH’T’RAUM“.

Mareen Bruns Geboren 1989 in Bremen, absolvierte einen M.A. in Deutsche Gegenwartsliteratur an der Universität Göteborg; Lyrikerin und Übersetzerin für schwedische Literatur, 2015 war sie Stipendiatin der Bayrischen Akademie des Schreibens für das Lyrikseminar 2014 Stipendiatin des Bayrischen Kunstsommers für die Meisterklasse Lyrik, sie lebt in Berlin, Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften.

 

 

 

 

 

Sebastian Hage-Packhäuser ( : Jahrgang 1981 – ) / ( : nach der Geburt – / : langwieriger Spracherwerb – / ( : dann Studium der Mathematik – / ( : im Anschluss – / : Promotion – )) / : naturgemäße Alterung – / ( : bei täglichem Gebrauch von Sprache – ) / : & trotz Textarbeit auf engem Raum – / ( : Lyrik – ) / : erste Anzeichen von Zersetzung – / ( : Auflösung inbegriffen – / ( : work in progress – Als Einzelveröffentlichungen sind seine Gedichte bereits in diversen Literaturzeitschriften und Anthologien erschienen. Verschiedene Auszeichnungen und Literaturpreise dokumentieren die sprachlichen Entwicklungen der vergangenen Jahre.

 

Katja Schraml Geboren 1977 in Bayern, Studium der Neueren deutschen Literatur, Sprachwissenschaft und Soziologie in Würzburg, lebt in Berlin. 2015 erschien ihr Debütroman „Josef der Schnitzer Stumpf“ im KUUUK-Verlag. Gewinnerin beim BR Hörspielmanuskript- und Ideen-Wettbewerb Public Workshop 2016. Veröffentlichungen in Anthologien und Zeitschriften (u.a. Wiener Werkstattpreis 2016, Karussell, keine!delikatessen, Am Erker, mosaik).

 

 

 

 

 

Orla Wolf Geboren 1971 in Düsseldorf, lebt als Autorin, Filmemacherin und Künstlerin in Berlin. Werke (Auswahl): Unter Insekten, Kurzprosa, Edition Hammer + Veilchen, Hamburg, 2016. Schwebende Architekturen, Gedichte & Fotografien, edition fza, Wien, 2015. Last Statement, Kurzfilm (30 min), Deutschland | USA | Kanada, 2013. Protokoll eines Nachtfalters, Gedichte, fixpoetry, Hamburg, 2010. Transit, Kurzfilm (20 min), Deutschland, 2008. entkernt, Theaterstück, UA: Theater unterm Dach, Berlin, 2008. Todesarten, Kurzfilm (13 min), Deutschland, 2007.

 

Dienstag, 07. November, 20:00 Uhr (Eintritt 5,- / erm. 4,-)
Versehentliche Asymmetrien
Lesung und Gespräch der Berliner Autor*innen Esther Becker, Sebastian Janata, Mariola Grzyb und Magdalene Schrefel. Moderation: Dr. Tomasz Stompor

Vier Berliner Autor*innen erzählen von küssenden Walen, Bikinis als Seeschlangen, tätowierten Armen, mutigem Handeln, zu optimierenden Körpern und zu ändernden Hosen.

Esther Becker liest aus ihrem entstehenden Körperroman Frauen und Behinderte (Arbeitstitel). Der Körper der Icherzählerin macht, was er will – nicht was er soll: Die Augen sehen nicht gut und stehen zu eng für eine Filmkarriere, die bikiniunfähige Brust vereitelt das Schwimmabzeichen, die Pubertät lässt den schlanken Kinderkörper zu einem unverschämt fetten, faulen, ungewaschenen Ding werden. Der Körper wird im wörtlichen Sinn zu einer Angriffsfläche, die es zu optimieren bzw. minimieren gilt.

Sebastian Janata liest aus seinem entstehenden Roman die ambassadorin (Arbeitstitel), der in Berlin und Wien spielt, auf Beerdigungen und Familienessen, in Kneipen und der Änderungsschneiderei von Tessa.

Mariola Grzyb liest Gedichte aus ihrem entstehenden Lyrikband Versehentliche Asymmetrien (Arbeitstitel). Haltungen, Räume und Lücken werden erkundet und ausgebreitet, erleben Ortswechsel. Das Gedicht, ein gelenkiges Gebilde, das auch im Außen bewegt werden will.

Bold, Never Regular ist der Titel der szenischen Erzählung von Magdalene Schrefel, nach der Tätowierung auf dem Arm einer Kollegin der Sicherheitsfachkraft, die im Zentrum der Erzählung steht. Im Interview mit einer Radioreporterin rekonstruiert sie die Ereignisse des Tages, an dem sie eben so gehandelt hat: mutig und nicht einfach nur regelgerecht.


Esther Becker ist Dramatikerin, Erzählerin und Performerin. Sie absolvierte den Masterstudiengang Scenic Arts Practice an der Hochschule der Künste Bern und studierte Literarisches Schreiben am Schweizerischen Literaturinstitut Biel und am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Ihre Theatertexte werden vom Verlag Felix Bloch Erben vertreten.

 

 

 

 

 

© Francoise Caraco
Sebastian Janata arbeitet als Musiker und Autor in Berlin. Seit 2006 ist er Mitglied bei der Gruppe „Ja, Panik.“ Nach fünf erfolgreichen Studioalben (Coverstorys u.a. im Musikexpress, Spex, Falter) veröffentlichte die Gruppe 2016 das im Kollektiv geschriebene Buch FUTUR II, welches sich auf unkonventionelle Weise mit der eigenen Bandhistorie auseinandersetzt.

 

 

 

 

© Alina Strmljan
Mariola Grzyb wurde in Zbrosławice geboren und lebt nach Stationen in Minden und Bielefeld seit 2008 in Berlin. Nach langjähriger Tätigkeit als Lehrerin, Tänzerin und Choreographin arbeitet sie seit einigen Jahren als Autorin und Musikerin.

 

 

 

 

 

© Charlie Jouvet
Magdalena Schrefel ist geboren und aufgewachsen in Wien. Nach längeren Arbeitsaufenthalten in Vukovar und Göteborg studierte sie Europäische Ethnologie/Volkskunde an der Universität Wien sowie am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Sie schreibt Prosa und szenische Texte und lebt in Berlin.

 

 

 

 

 

© Sarah Horvath

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

08.11 | Elshan Ghasimi

Tom Bresemann —  12. Oktober 2017 — Kommentieren

Mittwoch, 08. November, 20:00 Uhr (Eintritt 6,-)
Elshan Ghasimi
Konzert / Improvisation

In der klassischen Musik des Irans ist die Tar eines der wichtigsten Instrumente, das sowohl solistisch als auch im Ensemble Einsatz findet. Der Tar als Soloinstrument ihren typisch metallischen, leicht vibrierenden und zwischentonreichen Klang zu entlocken, versteht Elshan Ghasimi meisterlich. Ihr Konzert gestaltet sie mit Improvisationen über eine klassische persische Tonleiter.

 

Elshan Ghasimi, 1981 im Iran geboren, ist Musikerin, Komponistin und Musiklehrerin. Sie hat in Teheran (Iran) und Baku (Aserbaidschan) studiert und verschiedene Meisterkurse absolviert. Von 1998 bis 2006 war sie Mitglied des Iran’s National Orchestra, das ausschließlich Werke für traditionelle persische Saiten- und Holzblasinstrumente aufführte. Ghasimi lebt und arbeitet in Teheran und Berlin.