Moritz Majce

ist in Wien geboren und lebt und arbeitet in Berlin und Wien. Während seines Kunst- und Philosophiestudiums begann er die Möglichkeiten einer Dynamisierung des Verhältnisses von Kunstwerk und Betrachter auszuloten. Er entwickelte die »Einzelaktion«, ein Format zwischen Ausstellung und Aufführung, in der die Zuschauerperspektive als Gegenüber aufgelöst wird in eine Betrachtungsweise, die selbst Teil des Kunstwerks ist. In Bezugnahme auf die antiken Anfänge des Betrachtungsdispositivs der europäischen Kunst und des Theaters und einer damit verbundenen, bis in die Gegenwart wirksamen Aufteilung des Raumes, führt er mit unterschiedlichen Mitteln, von Installation und Skulptur über Performance und Tanz bis Fotografie und Video seine Forschungen zu Blick und Raum weiter. Zusammen mit Sandra Man arbeitet er an einer künstlerischen Praxis, deren Ausgangspunkt die Auffassung von Raum als Geschehen ist, das auch die Körper und Sinne der Zuschauenden umfasst: die Raumchoreographie.