Gerhild Steinbuch

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Warum nimmst Du am Projekt teil? Was interessiert Dich an der beschriebenen Auseinandersetzung mit dem Format „Lesung“?

Als Theaterautorin interessiert mich weniger die Frage nach der Hoheit des Textes und seiner detailgetreuen Umsetzung, sondern vielmehr das gemeinsame Erzählen unterschiedlicher Expert*innen: Wie kann Text über seine Wortgrenzen hinaus sprechen, wie kann er interdisziplinär übersetzt, ausgelotet, erweitert werden – und wie entsteht so ein Körper jenseits des Körpers der*s Autor*in.

Gerhild Steinbuch
, 1983 in Mödling (Österreich) geboren, studierte Szenisches Schreiben in Graz und Dramaturgie an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“, Berlin. Von 1994 bis 1998 war sie Mitglied der Jugendliteraturwerkstatt Graz und einige Male Preisträgerin der zugehörigen Wettbewerbe. Ihre Texte erschienen in verschiedenen Tageszeitungen. Außerdem war sie Redaktionsmitglied und Sendungsgestalterin bei Radio Helsinki Graz. 2003 wurde Gerhild Steinbuch mit dem Retzhofer Literaturpreis ausgezeichnet und gewann im gleichen Jahr den Stückewettbewerb der Schaubühne am Lehniner Platz, „Berlin mit kopftot“, das 2004 im Rahmen des Festival Internationale Neue Dramatik an der Schaubühne gelesen wurde. Für die Arbeit an ihrem zweiten Stück, „Nach dem glücklichen Tag“, das 2005 vom Hessischen Rundfunk auch als Hörspiel produziert wurde, erhielt Gerhild Steinbuch im Mai 2004 von der Abteilung Kultur und Wissenschaft des Landes Niederösterreich ein Aufenthaltsstipendium in Slowenien. Ebenfalls 2004 nahm sie an der Summer School des Royal Court Theatre, London, sowie an den Werkstatttagen des Wiener Burgtheaters teil und erhielt das Literaturstipendium der Stadt Graz. Gerhild Steinbuch erhielt 2005 das Stipendium für Nachwuchsautorinnen der Hermann-Lenz-Stiftung und war im gleichen Jahr für den Ingeborg-Bachmann-Preis nominiert. Ebenfalls 2005 wurde sie mit dem Reinhard-Priessnitz-Preis des österreichischen Bundeskanzleramts und dem Literaturförderungspreis der Stadt Graz ausgezeichnet. 2006 erhielt Gerhild Steinbuch das Dramatikerinnenstipendium der Kunstsektion des österreichischen Bundeskanzleramts und den Literaturförderungspreis der Zeitschrift manuskripte. 2007/2008 war sie Stipendiatin der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart. Im Februar 2008 wurde sie für ihr Stück Menschen in Kindergrößen, das im Auftrag des Staatstheaters Mainz entstand, mit dem Autorenpreis der 4. Deutsch-Französischen Autorentage, veranstaltet vom Badischen Staatstheater Karlsruhe und dem Theater „Le Maillon“ in Straßburg, ausgezeichnet. In der Saison 2008/2009 war Gerhild Steinbuch Hausautorin des Schauspielhaus Wien. Für die Arbeit an ihrem ersten Roman „Berge und Täler mit Männern und Frauen“ erhielt sie das Staatsstipendium 2009/2010 des österreichischen Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur

Gerhild Steinbuch unterrichtet an der Universität für angewandte Kunst in Wien und am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig.