Rike Scheffler

(c) Claudio Puntin

Webseite Adresse: www.rikescheffler.tumblr.com

Rike Scheffler ist Lyrikerin, Künstlerin und Performerin. Sie ist in Berlin geboren und verbindet in ihren Arbeiten Sprache, Musik und Performance. Sie veröffentlicht Gedichte in Zeitschriften und Anthologien, oder baut mit ihnen szenisch-musikalische Sprach/Klang/Rauminterventionen, in denen Wahrnehmungs- und Erlebnisweisen hinterfragt und geöffnet werden.

Sie kollaboriert häufig und gern mit Künstler*innen verschiedenster Genres wie dem Theater, Jazz, Pop, Film, der Oper und der Installations- und Performancekunst. Zuletzt kuratierte sie beispielsweise für Ólafur Elíassons Institut für Raumexperimente die Poesieinterventionen “words that hurt” in der Neuen Nationalgalerie Berlin (2014), arbeitete gemeinsam mit Dichter*innen und Musiker*innen an der Performance “from hear to here” in der Alliance française in Addis Abeba (2015) und leitete die imaginative Ausstellung “Your Exhibition” beim Louisiana Literature Festival (2016) im Louisiana Museum of Modern Art in Kopenhagen.

Rike ist im Vorstand von „Kook e.V.“, einem Berliner Künstlernetzwerk, das Lesereihen, Festivals u. Ausstellungen entwickelt und Gründungsmitglied des Berliner Lyrikkollektivs G13, welches auf ihren Poesietouren immer wieder neue Schreibpraxen, Ausdrucks-, und Präsentationsformen für Lyrik erkundet

Ihre Gedichte wurden ins Amharische, Dänische, Englische, Spanische und Tschechische übersetzt. Sie studierte Psychologie auf Diplom in Berlin und Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Ihr dort erlerntes, vielschichtig theoretisches Wissen nutzt sie heute in großem Maß für ihre künstlerische Arbeit. Sie textet für eigene und im Auftrag für fremde Musik-, Theater- und Hörspielproduktionen.

Rike war Finalistin beim 20. Open Mike und 19. Literarischen März, sowie 2014 Stipendiatin der Stiftung Brandenburger Tor. 2016 freute sie sich über das Alfred Döblin Stipendium der Akademie der Künste in Wewelsfelth, eine Residenz im Künstlerhaus Edenkoben, sowie den Orphil Debüt Preis für ihren Lyrikband “der rest ist resonanz” (kookbooks, 2014). Juror Michael Braun nennt sie “eine moderne Sappho mit Gitarre und Loopmaschine. Ihre Gedichte zelebrieren die kompositorische Einheit von Sprache, Musik und Gesang und entfalten sich als Text-Klang-Collagen von außerordentlicher Suggestivität.”

Im Moment schreibt sie mit dem Komponisten und Klarinettisten Claudio Puntin an einer Oper.