Archiv: Charlotte Warsen

Dienstag, 05. September 2017, 20:00 Uhr (Eintritt frei)
CON_TEXT VIII: War im Park / Krieg im Park
Ausstellung und Führung mit Yevgenia Belorusets und Charlotte Warsen

Ein zentral gelegener Park in Kiew, in dem sich der kriegerische Konflikt in der Ostukraine in die alltägliche Kulisse der Stadt mischt: Das ist der Ort, zu dem die bildende Künstlerin Yevgenia Belorusets (Ukraine/Deutschland) und die Dichterin Charlotte Warsen (Deutschland) ihre Berliner Besucher*innen führen wollen.

Die Künstlerinnen, die sich in ihrer Praxis zwischen Literatur, bildender Kunst und politischem Aktivismus bewegen, entwickeln für die Dauer eines Abends gemeinsam eine Versuchsanordnung, in der das Publikum in den Dialog zwischen ihren Arbeiten einbezogen wird. Die fotografische Serie von Yevgenia Belorusets, die in Momenten der Eskalation des Krieges im Osten der Ukraine entstand, und die Texte von Charlotte Warsen erkunden die Möglichkeiten und Grenzen der Worte und Bilder zwischen politischen Ängsten, solidarischen und poetischen Gesten. (Wie) lässt sich gegen Ansprüche des Dokumentarischen eine Zone des Träumerischen behaupten? Gerade dann, wenn so vieles in den fortlaufenden Ereignissen undeutlich, traumatisch und entfremdend bleibt – oder weit entfernt scheint?

Die Veranstaltungsreihe CON_TEXT vesucht das Format Lesung neu zu denken und zu thematisieren. Jeweils ein/e Autor/in und ein/e Künstler/in einer anderen Sparte erarbeiten gemeinsam eine Woche lang in der Lettrétage ein interdisziplinäres Veranstaltungsformat. TänzerInnen, MusikerInnen, Bildende und Darstellende KünstlerInnen sowie FilmemacherInnen sind die künstlerischen PartnerInnen der AutorInnen. Ausgehend vom literarischen Text entwickeln die KünstlerInnen-Tandems interdisziplinäre Formate und thematisieren dabei den Prozess der gemeinsamen Arbeit. Die so entstehende literarische Veranstaltung wird als ein eigenes, weit über die bloße Textpräsentation hinausgehendes, künstlerisches Werk begriffen. Die KünstlerInnen arbeiten ohne inhaltliche Vorgaben, der Prozess ist ergebnisoffen.

Insgesamt finden zehn Abendveranstaltungen und eine Abschlußkonferenz statt. Zu jeder Veranstaltung erscheinen vorab ein Interview mit einem Experten und im Nachhinein eine kurze filmische Dokumentation im Lettrétagebuch. Dort findet sich auch weitere Information zur Veranstaltungsreihe und zu den beteiligten KünstlerInnen und Veranstaltungsterminen.

CON_TEXT wird gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

 

 

Info-Partner der Veranstaltung: n-ost und Kul´tura

 

© Jurij Kruchak

Yevgenia Belorusets lebt als Künstlerin und Autorin in Kiew und Berlin. Sie ist Mitbegründerin und Herausgeberin der ukrainischen Zeitschrift für Kunst und Literatur „Prostory“ und Mitglied der Kuratorengruppe „Hudrada“. Die Künstlerin arbeitet mit den Medien Video, Fotografie und Installation, ihre Arbeiten befinden sich an der Schnittstelle von Kunst, Literatur und Aktivismus. Seit 2014 engagiert sie sich in sozialen Initiativen im Osten der Ukraine. Zahlreiche internationale Ausstellungen, u.a. in der Gedenkstätte Berliner Mauer sowie auf der 56. Biennale in Venedig. „Die Siege der Besiegten“ wurde 2016 in Kiew gezeigt.

 

© Valerie Schmidt

Charlotte Warsen ist Dichterin, Malerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprojekt ‚Kulturtechnik Malen‘ an der Düsseldorfer Kunstakademie. Sie promoviert in der Philosophie und organisierte mit Freunden die Veranstaltungsreihe ‚Politik der Lyrik‘ im Theater Vierte Welt und im Studio Я des Maxim-Gorki-Theaters. Ihr erstes Buch vom speerwurf zu pferde erschien 2014. Für ihre Gedichte erhielt sie 2016 den GWK-Förderpreis für Literatur, 2017 ein Arbeitsstipendium des Berliner Senats.

 

 

Die digitale Komponente erschafft eine Synästhesie aus Klang, Visualität & Bewegung

aber sehen Sie selbst…

 

 

 

 

 

Intre:Text live mit Maren Kames (Text), Charlotte Warsen (Text), Christian Vater (Text), T.G. Vömel (Text), Barbara Wrede (Zeichnung), Falk Nordmann (Grafik), Nils Linscheidt (Videokünstler), Sabine Worthmann (Musik)

Es ist zwar schon ein bisschen her, dass unser Online Projekt Intre:Text mit einer großen Live-Installation zu Ende gegangen ist, aber weil es damals einfach gar zu schön war, haben wir an dieser Stelle für euch noch einmal sechs, in Zahlen 6, Videos von eben diesem Abend für euch. Im Rahmen des Projekts Intre:Text haben KünstlerInnen in Anlehnung an die Tradition des japanischen Kettengedichts Text- und Bildfolgen erstellt, in denen die einzelnen Beiträge stets aufeinander aufbauten, Motive fortsetzten, modifizierten und übernahmen. So entstand am Ende ein gänzlich neues Werk, das sich aus vielen Einzelwerken zusammensetzte und hier immer noch online einsehbar ist. So, und jetzt genug der Vorrede.

 

Samstag, 20. Mai 2017, 20:00 Uhr (Eintritt frei)
INTRE:TEXT live
Digitale Ausstellung und musikalische Installation von Werken von Maren Kames, Charlotte Warsen, T.G. Vömel, Christian Vater, Barbara Wrede und Falk Nordmann; Sound: Sabine Worthmann, Video-Installation: Nils Linscheidt

 

© Falk Nordmann

Ein Text steht nie für sich allein. Wenn das für Sie nach einem unsäglich abgedroschenen Einstieg klingt, dann schlichtweg, weil es einer ist. Natürlich kann die Vielfalt der Arten, auf die Werke verschiedener Autoren zueinander in Beziehung stehen, nicht geleugnet werden. Was die westliche Literaturwissenschaft erst im 20. Jahrhundert nennenswert aufgriff, machte sich aber die japanische Literatur schon vor hunderten von Jahren ganz praktisch zu eigen: die Rede ist vom Prinzip des japanischen Kettengedichts.

Wir haben uns in Kooperation mit dem Berliner vauvau-verlag vorgenommen, produktiv an diese Tradition anzuknüpfen. Zusammen mit einem kleinen Kreis teilnehmender AutorInnen und KünstlerInnen wurde Anfang 2017 das Format INTRE:TEXT ins Leben gerufen. Ziel des interdisziplinären Projekts war es, die Teilnehmenden ganz explizit zur produktiven Reaktion aufeinander einzuladen. Die Beiträge sind auf der Projektseite intretext.lettretage.de nachzulesen und nachzuschauen.

Für die Live-Installation des INTRE:TEXTs haben wir einen Videokünstler und eine Musikerin eingeladen, die Beiträge der Webseite weiterzuverarbeiten. Das Prinzip Kettendichtung wird also ein weiteres Mal übersetzt – vom stillen Kämmerlein der Produktion hinein in die Welt der Live-Rezeption in den Räumen am Mehringdamm 61.

Die Teilnehmenden

Maren Kames wurde 1984 in Überlingen am Bodensee geboren. Sie studierte Kulturwissenschaften, Philosophie und Theaterwissenschaften in Tübingen und Leipzig, danach am Institut für Literarisches Schreiben in Hildesheim. 2016 erschien ihr literarisches Debut „HALB TAUBE HALB PFAU“. Auszüge daraus gewannen bereits 2013 den Publikumspreis des 21. Open Mike.

Charlotte Warsen, geboren 1984 in Recklinghausen, schreibt Lyrik. Ihre Texte wurden in verschiedensten Anthologien und Zeitschriften – u.a. poet, BELLA triste, und der Greif – publiziert. 2009 stand sie im Finale des 19. Open Mike. Warsen studierte zudem Kunst und Englisch in Düsseldorf, Kön und Joensuu. Zur Zeit promoviert die in Berlin lebende Schriftstellerin im Fachbereich Philosophie. Ihr Debut „vom speerwurf zu pferde“ erschien 2014.

Christian Vater und T.G. Vömel sind beide Gymnasiallehrer, Autoren und Verleger. 2015 setzten sie es sich zum Ziel, Gemeinschaftsproduktionen lyrischer Autoren zu veröffentlichen und gründeten zu diesem Zweck den vauvau-verlag. Über ihre Arbeit an Projekten wie „FAUN UND ZERFALL“ sind beide mit dem konkreten Umgang mit Intertextualität bestens vertraut.

Ursprünglich aus Niedersachsen stammend, verfolgte Barbara Wrede ihren Weg über ein Studium der freien Kunst in Kassel und ist 1995 schließlich in Berlin angekommen. Hier lebt und arbeitet sie seitdem als freie Künstlerin und Autorin. Dem Projekt Intre:Text trat sie in ersterer Funktion bei. Nach Lehraufträgen an verschiedenen Hochschulen arbeitet sie nun seit 2015 als Dozentin bei Jugend im Museum, Berlin.

Falk Nordmann ist ein in Berlin lebender Illustrator und Zeichner. In seiner Beschäftigung mit digitaler Illustration und analoger Zeichnung arbeitet er mit Pinsel und Stift genauso wie mit Photoshop. Bei Intre:Text übernimmt Nordmann die Rolle des Grafikers.

Nils Linscheidt, geboren 1988, lebt als Kameramann und Videokünstler in Berlin. Als „MaiNull3“ schafft er zusammen mit Björn  Schäfer Kurzfilme, Dokumentationen, Poetry Clips, Animationen, Malerei und Videokunst. Als Beteiligter an verschiedenen visuellen Textinstallationen ist Linscheidt mit Projekten wie Intre:Text live bestens vertraut.

Sabine Worthmann, aka Frau Sportmann, Kontrabassistin, Komponistin, ist bevorzugt an den harten Kanten aller Schubladen zwischen E und U, Kitsch und Krach unterwegs. Spielte sich durch die experimentelle Downtownszene in N.Y., Kollaborationen u.a. mit Howard Johnson, Anthony Coleman. Auftragsarbeiten für Theater, Film, zahlreiche Hörspielmusiken und Klangkunst. Worthmann gewann im Jahr 2011 den ARD-Publikumspreis für ihr 5.1 Surround Hörstück über Hirnforschung und Bewusstsein. 

Das Projekt INTRE:TEXT wird gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

 

LYRIK TRIFFT SOUND.

Heute Abend wird Lyrik zum Happening. Bei der Veranstaltungsreihe „Lyrik ist Happening“ treffen drei Autor*innen auf drei Musiker*innen, um gemeinsam zu improvisieren und zu experimentieren. Dieses Mal kommen das Duo Christopher Rumble (DJ Illvibe, Berlin, und Drummer Demian Kappenstein, Dresden) und die Sängerin/Regisseurin Anne Munka mit den Autor*innen Charlotte Warsen, Jan Skudlarek und Eric Keil zusammen. Ausprobiert wird alles, was man zwischen Reim und Freistil noch so mit Rhythmus, Sprache und Sound anstellen kann.

Charlotte Warsen ist Dichterin und lebt in Berlin. Ihr erstes Buch, vom speerwurf zu pferde, erschien 2014 bei Luxbooks.

Eric Keil ist gebürtiger Berliner und studiert an der Humboldt Universität. Er lebt und arbeitet in Berlin und London und ist bereits mit einigen Veröffentlichungen im musikalischen wie im literarischen Bereich vertreten. Jüngst erschienen ist das Künstlerbuch pxrkxng lxt 2 (2015).

Jan Skudlarek ist Dichter und Literaturredakteur und lebt in Berlin. Seit 2008 veröffentlicht er einzelne Gedichte und Gedichtgruppen in Literaturzeitschriften und Anthologien. 2013 erschien sein Gedichtband elektrosmog bei luxbooks.

Anne Munka ist Musikerin und Klangkünstlerin. Seit 2014 organisiert sie in Dresden und Leipzig die Reihe „Lyrik ist Happening“, bei welcher sie nicht nur konzeptionelle Leiterin sondern auch performende Künstlerin ist. Sie lebt und arbeitet in Leipzig.

Das Duo Christopher Rumble ist stets mit einem erweiterten Instrumentarium und Turntable auf der Reise. Mit analogen Synthesizern, Loopstationen sowie Vinyl werden alle nur erdenklichen Geräusche kombiniert. Vincent von Schlippenbach alias DJ Illvibe ist schon mehrere Jahre als Produzent und Musiker in der Berliner Hip Hop-Szene aktiv. Zusammengearbeitet hat er mit Bands wie Moabeat (2000 – 2004), Lychee Lasse (seit 1998) und Seeed (seit 1998). Demian Kappenstein arbeitete bereits mit Musikern wie Giora Feidman, Kurt Rosenwinkel und Miss Platnum zusammen. In seinen Solo-Konzerten untersucht er die visuelle Rezeption akustischer Phänomene.

Special appearance: Justus / Splidttercrist

 

Um 20h in der Lettrétage am Mehringdamm 61. Eintritt 6,-/erm. 5,- Euro.

24.3. | Lyrik ist Happening

Larissa —  29. Februar 2016 — Kommentieren

LYRIK TRIFFT SOUND.

Um 20:00 Uhr findet „Lyrik ist Happening“ in der Lettrétage statt. Bei der Veranstaltungsreihe treffen drei Autor*innen auf drei Musiker*innen, um gemeinsam zu improvisieren und zu experimentieren. Dieses Mal kommen das Duo Christopher Rumble (DJ Illvibe, Berlin, und Drummer Demian Kappenstein, Dresden) und die Sängerin/Regisseurin Anne Munka mit den Autor*innen Charlotte Warsen, Jan Skudlarek und Eric Keil zusammen. Ausprobiert wird alles, was man zwischen Reim und Freistil noch so mit Rhythmus, Sprache und Sound anstellen kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Special appearance: Justus / Splidttercrist

Charlotte Warsen ist Dichterin und lebt in Berlin. Ihr erstes Buch, vom speerwurf zu pferde, erschien 2014 bei Luxbooks.

Eric Keil ist gebürtiger Berliner und studiert an der Humboldt Universität. Er lebt und arbeitet in Berlin und London und ist bereits mit einigen Veröffentlichungen im musikalischen wie im literarischen Bereich vertreten. Jüngst erschienen ist das Künstlerbuch pxrkxng lxt 2 (2015).

Jan Skudlarek ist Dichter und Literaturredakteur und lebt in Berlin. Seit 2008 veröffentlicht er einzelne Gedichte und Gedichtgruppen in Literaturzeitschriften und Anthologien. 2013 erschien sein Gedichtband elektrosmog bei luxbooks.

Anne Munka ist Musikerin und Klangkünstlerin. Seit 2014 organisiert sie in Dresden und Leipzig die Reihe „Lyrik ist Happening“, bei welcher sie nicht nur konzeptionelle Leiterin sondern auch performende Künstlerin ist. Sie lebt und arbeitet in Leipzig.

Das Duo Christopher Rumble ist stets mit einem erweiterten Instrumentarium und Turntable auf der Reise. Mit analogen Synthesizern, Loopstationen sowie Vinyl werden alle nur erdenklichen Geräusche kombiniert. Vincent von Schlippenbach alias DJ Illvibe ist schon mehrere Jahre als Produzent und Musiker in der Berliner Hip Hop-Szene aktiv. Zusammengearbeitet hat er mit Bands wie Moabeat (2000 – 2004), Lychee Lasse (seit 1998) und Seeed (seit 1998). Demian Kappenstein arbeitete bereits mit Musikern wie Giora Feidman, Kurt Rosenwinkel und Miss Platnum zusammen. In seinen Solo-Konzerten untersucht er die visuelle Rezeption akustischer Phänomene.

 

Am 24.03. um 20h in der Lettrétage am Mehringdamm 61. Eintritt 6,-/erm. 5,- Euro.