Archiv: Kinga Tóth

Performed on the 14.03 in the Lettrétage Berlin, Kinga Tóth and Doro Billard were speaking about girls and water without words.

 

Am 14.03. in der Lettrétage vorgeführt – Kinga Tóth und Doro Billard sprachen über Mädchen und Wasser – ohne Wörter.

[hier: Fotos zur Veranstaltung, Interview mit den Künstlerinnen]

Von Ricoh Gerbl

Es ist Dienstag Abend. Kurz vor zwanzig Uhr. Ich laufe den Mehringdamm entlang. Bin auf dem Weg in die Lettrétage. Eine Autorin, Kinga Tóth, und eine Zeichnerin, Doro Billard, präsentieren das Ergebnis ihrer Zusammenarbeit. Sie hatten eine Woche lang Zeit sich mit ihren unterschiedlichen Ausdrucksformen anzunähern. Vereinfacht gesagt: irgendwie zusammen zu kommen. Dass Literatur auf andere Kunstrichtungen trifft ist Teil der Veranstaltungsreihe CON_TEXT. Autoren und Autorinnen treffen auf Künstler und Künstlerinnen aus verschiedenen Sparten und sollen gemeinsam etwas erarbeiten. Heute Abend wird dem Publikum der dritte Ausgang von so einer „Karambolage“ präsentiert. Ich biege in den Hinterhof ein. Ein paar Leute stehen vor dem Eingang. Rauchen. weiterlesen…

7 Tage, 2 Künstler*innen, 1 Ort: Im Rahmen des Projekts CON_TEXT erarbeiten jeweils zwei Künstler*innen innerhalb einer Woche in der Lettrétage gemeinsam eine Veranstaltung

Die Lyrikerin und Verlegerin Daniela Seel besuchte die CON_TEXT-Künstlerinnen Kinga Toth und Doro Billard in der Lettrétage.

Daniela Seel: Die Raumsituation ist schon so unmittelbar anders, wenn man hereinkommt, wir könnten gleich daran anknüpfen. Man sieht hier diverse Arbeitsschritte und Utensilien ‒ erzählt doch vielleicht einfach etwas dazu, was hier so vor sich geht und noch vor sich gehen soll.

Kinga Tóth: Okay. Ich kann vielleicht mit den Texten anfangen. Was man hier jetzt auf dem Boden sieht, sind Texte, die viel mit Wasser zu tun haben. Deswegen haben wir einander auch ausgewählt. Es gab diese CON_TEXT-Gesprächsrunde, nicht Blind Dates, eher Zwei-Minuten-Dates ‒ und bei uns war das wirklich direkt so ein Match.

Doro Billard: Ein Thema, wo wir beide gemerkt haben: Genau daran bin ich gerade. Und deswegen sofort die klare Vorstellung, dass wir da zusammenarbeiten. Diese Texte von Kinga, wo es sehr stark um Wasser geht, um Mädchen im Wasser, im Becken, um eine Frau, die in einen Tank springt, die ganze Thematik von Mädchenkörper, Frauenkörper und Wasser hat mich total angesprochen.

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Samstag, 11. März, 16:00 Uhr (Eintritt frei)
Mädchen und Wasser: Offene Werkstatt. Im Rahmen des Modellprojekts CON_TEXT.
Mit Kinga Tóth & Doro Billard
. Familien mit Kindern willkommen.

Die bildende Künstlerin Doro Billard und die Autorin und (Klang-)Poet-Illustratorin Kinga Tóth laden  am Samstag, 11. März, in die Lettrétage zu einer offenen Werkstatt ein, um gemeinsam mit ihren Besucher*innen die Materialien für ihre Veranstaltung am darauffolgenden Dienstag Abend vorzubereiten. Bei einem informellen Gespräch geben die Künstlerinnen Einblick in ihr Schaffen – Texte, Farben, Papierarbeiten… – und erzählen, wie sie zusammen einen Abend über das Thema „Mädchen und Wasser“ entwickeln. Auch Familien mit Kindern sind willkommen!

CON_TEXT ist ein Modellprojekt, in dessen Rahmen neue, interdisziplinäre Formate von Literaturveranstaltungen von einem spartenübergreifenden Künstler-Duo konzipiert und umgesetzt werden. Insgesamt finden zehn Abendveranstaltungen und eine Abschlusskonferenz statt. Die Künstler*innen arbeiten eine Woche lang gemeinsam an Ihrer Veranstaltung und stellen während dieser Produktionsphase mit einem informellen Werkstatt-Format ihre Arbeit in progress vor.

CON_TEXT wird gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

Dienstag, 14. März, 20:00 Uhr (Eintritt frei)
Mädchen und Wasser. CON_TEXT III
Mit Kinga Tóth & Doro Billard

Die Veranstaltungsreihe CON_TEXT versucht das Format „Lesung“ neu zu denken und zu thematisieren. Jeweils ein/e Autor/in und ein/e Künstler/in einer anderen Sparte erarbeiten gemeinsam eine Woche lang in der Lettrétage ein interdisziplinäres Veranstaltungsformat. TänzerInnen, MusikerInnen, Bildende und Darstellende KünstlerInnen sowie FilmemacherInnen sind die künstlerischen PartnerInnen der AutorInnen. Ausgehend vom literarischen Text entwickeln die KünsterInnen-Tandems interdisziplinäre Formate und thematisieren dabei den Prozess der gemeinsamen Arbeit. Die so entstehende literarische Veranstaltung wird als ein eigenes, weit über die bloße Textpräsentation hinausgehendes, künstlerisches Werk begriffen. Die KünstlerInnen arbeiten ohne inhaltliche Vorgaben, der Prozess ist ergebnisoffen.

Die dritte Veranstaltung wird von Kinga Toth (Sprachwissenschaftlerin, (Klang)-Poet-Illustratorin und Kulturmanagerin) und Doro Billard (bildende Künstlerin) konzipiert und umgesetzt. Insgesamt finden zehn Abendveranstaltungen und eine Abschlußkonferenz statt. Zu jeder Veranstaltung erscheinen audiovisuelle Beiträge wie z.B. Interviews, Fotostrecken, Korrespondenzen, Berichte und Videos im Lettrétagebuch // Rubrik CON_TEXT. Dort findet sich auch weitere Information zur Veranstaltungsreihe und zu den beteiligten Künstler*innen und Veranstaltungsterminen.

CON_TEXT wird gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

 

 

 

(c) Wolf-Dirk Skiba

Kinga Tóth ist Sprachwissenschaftlerin, (Klang-)Poet-Illustratorin und Kulturmanagerin. Darüber hinaus ist sie Songwriterin und Frontfrau des Tóth Kína Hegyfalu-Projekts sowie Vorstandsmitglied des József-Attila-Kreises für junge Schriftsteller und aktives Mitglied bei zahlreichen anderen Projekten und Verbänden. Neben dem Tóth Kína Hegyfalu-Projekt nahm Kinga Tóth an weiteren Musikprojekten wie 33 astral bodies (Lyrics, Gesang), Tuning Ballerina (Lyriks, Gesang), Control mit Silvia Rosani (Kontext, Text, Performance), ARKon (Gesang, Lyrik) teil.

 

 

 

 

(c) Monobloque

Doro Billard studierte Grafik und Zeichnung an der Ecole Nationale Supérieure des Arts Décoratifs in Paris und an der Kunsthochschule Weissensee in Berlin, wo sie seit 1999 lebt und arbeitet. 2004 gründete sie zusammen mit dem Architekten Clemens Helmke die Künstlergruppe Monobloque, die mit mehreren europäische Projekt-, und Artist-in-Residence Stipendien ausgezeichnet wurde. Im Mittelpunkt ihrer zeichnerischen Arbeiten stehen die Erinnerungs- und Wahrnehmungsgrenzen von Alltagssituationen.