Archiv: Kreuzberg

Donnerstag, 30. März 2017, 20:00 Uhr (Eintritt 8,-)
AMA Album Release
Konzert mit WARBLE [Brad Henkel – Trompete, Miako Klein – Blockflöte]
und MDuo [Michael Weilacher – Schlagzeug, Miako Klein – Blockflöte]

Miako Klein (*1982) ist in Berlin lebende Musikerin. Ihr musikalisches Spektrum ist weitgefächert: Auf der Blockflöte und der Violine klassisch ausgebildet, sammelte sie umfangreiche Erfahrungen bei Aufführungen der Zeitgenössischen, Alten Musik, und  der Improvisation. Miako hinterfragt die konventionellen Wege der Musikperformance, indem sie die Grenzen zwischen Stilen und Genres mit Hilfe von Experimenten und interdisziplinären Kollaborationen überschreitet. Sie arbeitet als Solokünstlerin und als Kammermusikerin und kollaboriert häufig mit Komponisten, die Stücke für sie geschrieben haben.

Miako war Gastspielerin beim Ensemble Modern, ICE International Contemporary Ensemble, Quartet New Generation und tritt regelmäßig mit den Trompetern Sava Stoianov, Brad Henkel und Michael Weilacher auf. 2010/2011 arbeitete sie als Musikerin bei der Cirque du Soleil Show ZAiA in Macau. Sie wurde mit verschiedenen Stipendien ausgezeichnet, darunter die Künstlerresidenz der Kunstmeile Krems 2014 und die Akademie Schloss Solitude 2014/2015, wo sie ihr erstes Klang-Installations-Projekt entwickelte. Miako Klein

© Carolin Röckelein

MDuo wurde im September 2014 gegründet. Vorausgegangen war ein intensiver Arbeitsprozess zwischen der Blockflötistin und Violinistin Miako Klein und dem Schlagzeuger Michael Weilacher. MDuo sind zurzeit dabei, ein abendfüllendes Programm zu zeitgenössischer Improvisation zu entwickeln, wobei sie unkonventionelle Instrumente nutzen und diese mit neuen Spieltechniken sowie elektronischen Geräten und anderen bizarren Aktionen zusammenbringen.

Der Schlagzeuger Michael Weilacher (*1969) studierte an der Eastman School of Music und der Cincinnati Conservatory of Music, wo er in diversen Rock Bands und Orchestern spielte, um anschließend in die Niederlande zu gehen. Dort erhielt er sein Masterdiplom in Musikperformance am Konservatorium Rotterdam. Seit 1993 in Belgien ansässig, spielte und trat er mit unterschiedlichen Ensembles und Performancegruppen auf, wie beispielsweise Ictus Ensemble, Blindman Quartet and De Rosas (Brüssel), Musique Nouvelle (Mons), Musikfabrik (Köln), dem Royal Flemish Philharmonic Orchestra und der Flemish Opera (Antwerpen). Seine Arbeit als Soloschlagzeuger ermöglichte ihm die Zusammenarbeit mit den Komponisten Mauricio Kagel, James Wood, Steve Reich, Helmut Lachermann, Volker Staub und Karel Goeyvaerts. Zur Zeit lebt er in Berlin und musiziert dort regelmäßig mit der Sasha Waltz&Guest Tans Compagnie, dem Kammerensemble Neue Musik Berlin und der Musikfabrik NRW und ist zusätzlich sowohl als aktiver Studiomusiker als auch Komponist für Filmmusik und Performances tätig.

© Miako Klein

WARBLE haben die letzten Jahre gemeinsam als Improvisations- und Kompositionsduo hauptsächlich in Berlin und New York gearbeitet. Ihr neuestes Werk COO entstand 2015 während ihrer Künstlerresidenz auf dem Schloss Akademie Solitude. In ihrer Musik porträtieren sie das Innere und Äußere ihrer Musik durch Verstärkung ihrer Instrumente. Warble arbeiten mit äußerst reduziertem Klangmaterial und der graduellen Transformation von einem Klangraum zum anderen, um diese schließlich mit Dröhnen, Luftklängen, Trommelschlägen, pfeifenden Obertönen, Klopfen und aufeinander rauschenden Klangfarben zu umhüllen.

Brad Henkel (*1985) ist Trompeter und Komponist, der vor Kurzem aus New York nach Berlin umgezogen ist. In seiner Arbeit verknüpft er Komposition und Improvisation mit neuen und innovativen instrumentalen Techniken und Performance Kunst. Er ist Mitbegründer der 2011 gegründeten Prom Night Records, ein von Künstlern geführtes Musiklabel in den USA, das bis heute bereits 21 Veröffentlichungen herausgebracht hat. In Köln co-kuratiert er die Konzertserie „Luftbrücke“, die sich zum Ziel gesetzt hat, junge experimentelle Musik aus den USA nach Köln zu bringen, um einen Dialog zwischen verschiedenen Musikszenen zu ermöglichen.

 

katerinaHeute Abend ist der Freigeist Verlag zu Gast in der Lettrétage:

Donnerstag, 2. Juni, 20:30 Uhr. Eintritt frei.
Verlagspräsentation: Freigeist Verlag
Lesung mit Matthias Müller-Lentrodt, Katerina Giannopoulou und Hannes Schumacher

Matthias Müller-Lentrodt wird aus „Ewig und ein Tag. Gesammelte Haiku 2001 – 2015“ lesen, Hannes Schumacher aus „Der Freigeist I-VI“. Wer vorab schon einen Blick auf die Werke der beiden Autoren werfen möchte, kann dies auf der Webside des Freigeist Verlags (Leseproben: Ewig und ein Tag, Freigeist I-V).

Außerdem an diesem Abend zu sehen sein werden Videos der griechischen Künstlerin Katerina Giannopoulou.

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Wir sind gespannt!

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23.6 | inter_poems 3

joHanna —  1. Juni 2016 — Kommentieren

Donnerstag, 23. Juni, 20:00 Uhr.
inter_poems 3
Lesung mit Aymen Hacen (TN) und Hans Thill (DE)inter_poems_Logo

Politisch-poetisch wird die dritte Folge von inter_poems wenn Aymen Hacen aus Tunesien zu Gast ist. Seine Lyrik widmet sich dem Arabischen Frühling und dessen Folgen und hebt schon rein intertextuell die Grenzen zwischen europäischen und arabischen Dichtungstraditionen auf. Hans Thill bringt Hacens „polèmes“ (sic) ins Deutsche und liest auch aus neuesten eigenen Gedichten.

Beide sprechen mit Daniel Graf auch und besonders über die Kunst des literarischen Übersetzens. Und wie immer bei inter_poems erscheinen ein Originaltext und seine deutsche Erstpublikation als eigens für diesen Abend angefertigte „poème-objets“ in limitierter Auflage, die an die Gäste der Veranstaltung ausgegeben werden – als hochwertige Handouts und bleibende Edition zugleich.

Aymen Hacen, 1981 in Hammam Sousse geboren, ist Lyriker, Romanautor, Essayist und Literaturwissenschaftler. Von 2006 bis 2008 war er Dozent an der École Normale Supérieure Lyon, heute unterrichtet er an der ENS von Tunis. Seit 1999 hat er zahlreiche Lyrikbände veröffentlicht, zuletzt den Band „Tunisité, suivi de Chroniques du sang calciné et autres polèmes“ (2015). Er übersetzt vom Arabischen ins Französische und umgekehrt, u.a. die Lyrik von Mohamed Ghozzi, Moncef Mezghanni und Adonis. Zahlreiche Essays zum Werk von so unterschiedlichen Autoren wie Cioran, René Char, Mahmoud Darwich, Samuel Beckett, Henri Michaux, Yves Leclair, Pierre-Albert Jourdan, Salah Stétié und anderen.

Hans Thill, geb. 1954 in Baden-Baden, ist Mitbegründer des Verlags Das Wunderhorn. Herausgeber der Reihe „Poesie der Nachbarn – Dichter übersetzen Dichter“. Zusammen mit Michael Braun Herausgeber zahlreicher Anthologien. Peter-Huchel-Preis 2004. Zuletzt erschienen die Lyrikbände „Ratgeber für Zeugleute“ (Brueterich Press, 2015) und „in riso / der dürre Vogel Bin / kälter als / Dunlop“ (roughbooks, 2016). „Writers-for-Peace“-Beauftragter im Präsidium des deutschen PEN. Seit 2010 Leiter des Künstlerhauses Edenkoben. Zahlreiche Übersetzungen französischer Literatur aus dem Maghreb, u.a. Assia Djebar, Abdelwahab Meddeb, Sélim Nassib, Mona Ozouf, Annouar Benmalek.
Anmeldungen, weitere Infos und Fotomaterial auch unter: mail@inter-poems.de Website: www.inter-poems.de inter_poems wird gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.

Heute Abend ist Martin Lechner zu Gast in der Lettrétage. Neben der Literatur beschäftigt er sich auch mit Fotografie und Film. Diese Künste verbindend, erstellt er Trailer zu seinen Büchern, so z.B. zu seinem Roman ‚Kleine Kassa‘, welcher 2014 auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis stand.

Heute Abend wird er sein neues Buch ‚Nach fünfhundertzwanzig Weltmeertagen‘ vorstellen:

Wie Wellen sind diese Erzählungen in Nach fünfhundertzwanzig Weltmeertagen zusammengefügt. Sie reichen sich Worte, Bilder oder Stimmungen weiter, fließen ineinander und stehen doch für sich. Es sind ebenso heimliche wie übermütige Texte. Sie handeln von verzweifelten Seen und Knien zum Verlieben, von dunkel erinnerten Filmen und blitzhaft erhellten Städten, von lautlos zerplatzenden Blutblasen und längst verwischten Sommern. Sie alle sind in jenen Sprachregionen unterwegs, wo hinter jeder Ecke Neues und Unerwartetes lauert. Das geschieht mit Witz genauso wie mit Absurdität und immer mit Sätzen, die greifbar machen, was sich anders nicht begreifen lässt.


Mittwoch, 18.Mai, 20:00 Uhr. Eintritt 5,-/erm. 4,- Euro

Lettrétage, Mehringdamm 61

Heute Abend: polnische und deutsche Lyrik – INTER_POEMSinter_poems_Logo

Lesung mit Joanna Mueller (PL) und Dagmara Kraus (DE)
inter_poems heißt zwischen den Sprachen, zwischen den Literaturen. Am Kreuzungspunkt zweier Poetiken. Dort, wo das Gedicht über-setzt, unterwegs ist: poetry in migration

inter_poems ist eine Veranstaltungsreihe zu internationaler Lyrik und zur Kunst des Übersetzens. Sechs namhafte deutsche Lyriker_innen bringen sechs internationale Stimmen in Erstübersetzung ins Deutsche – und nach Berlin. Die wichtigste Regel dabei: Keine Auftragsarbeiten! Es gilt das Prinzip poetische Wahlverwandtschaft. So treten die internationalen Lyriker_innen gemeinsam mit den Dichter-Übersetzer_innen auf, von denen sie ausgewählt wurden; in zweisprachigen Lesungen und Gesprächen und mit der Frage nach den Verbindungslinien zwischen beider Werk. Zu jeder Veranstaltung erscheinen ein Originaltext und seine deutsche Erstpublikation als „poème-objets“ in limitierter Auflage. Sie werden eigens für den Abend angefertigt und nur an diesem verteilt.


Joanna Mueller, 1979 in Piła geboren, lebt in Warschau. Sie ist Lyrikerin, Essayistin, promovierte Literaturwissenschaftlerin und Literaturkritikerin. 2002 war sie Mitunterzeichnerin des „Neolinguistischen Manifestes“. Sie hat eine Reihe von Lyrikbänden veröffentlicht, zuletzt „intima thule“ (2015). Außerdem erschienen zwei Essaybände: „Stratygrafie“ zur Avantgarde der zeitgenössischen polnischen Lyrik und „Powlekać rosnące“ zum Verhältnis von Feminismus, Literatur und Mutterschaft. Joanna Mueller lebt in Warschau.

Dagmara Kraus, 1981 in Wroclaw (Polen) geboren, hat 2012 mit „kummerang“ ihr Lyrikdebüt vorgelegt. 2013 folgte „kleine grammaturgie“ bei Urs Engeler/roughbooks. Im Frühjahr 2016 erschien, wiederum bei kooksbooks, „das vogelmot schlich mit geknickter schnute“. Sie hat drei Bände mit Übersetzungen der Gedichte von Miron Bialoszewski aus dem Polnischen veröffentlicht (zuletzt „Vom Eischlupf“, 2015) sowie einen Band mit Lyrik von Edward Stachura. Sie übersetzt auch aus dem Englischen und Französischen und schreibt selbst in zahlreichen Sprachen.

Donnerstag, 12.Mai, 20:00 Uhr.

Lettrétage, Mehringdamm 61

Eintritt 5,-/erm. 3,- Euro

Weitere Informationen: www.inter-poems.de
inter_poems wird gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.

Heute Abend ist der österreichische Verlag EditionFZA zu Gast in der Lettrétage. Lesen werden die AutorInnen Orla Wolf, Olaf Kurtz, Frank Schliedermann und Ingeborg Woitsch. Moderiert wird der Abend von Verlagsgründer Peter Schaden.

Der Verlag Edition FZA wurde 2014 von Peter Schaden gegründet und veröffentlicht seit Herbst 2015 Print und ebook-Ausgaben ausgesuchter AutorInnen. Im Vordergrund stehen dabei Kurzprosa und Lyrik im Umfeld des Wiener Werkstattpreises. Der Verlagsschwerpunkt liegt auf der Förderung aufstrebender und nicht arrivierter deutschsprachiger Autorinnen und Autoren.

Olaf Kurtz, Frank Schliedermann und Ingeborg Woitsch sind allesamt Preisträger vergangener Ausschreibungen zum Wiener Werkstattpreis und lesen ihre Beiträge zur Anthologie tanz.zwischen.welten. Orla Wolf liest Gedichte aus ihrem Lyrikband Schwebende Architekturen. Sowohl tanz.zwischen.welten als auch Schwebende Architekturen erschienen 2015 in der Wiener Edition FZA.wolf

Orla Wolf, geboren 1971 in Düsseldorf, lebt als Autorin von Prosa, Lyrik, Drama und Drehbuch, Künstlerin und Filmemacherin in Berlin.

SchliedermannFrank Schliedermann wurde 1973 geboren und arbeitete zwölf Jahre als Werbetexter für Autos, Deos, Motorsägen und Haarwuchsmittel, ehe er im Jahr 2013 begann, Kurzgeschichten zu schreiben. Seitdem wurden mehrere seiner Texte veröffentlicht sowie bei Wettbewerben prämiert. Im Frühjahr 2016 erscheint sein erster Roman.

Ingeborg Woitsch wurde 1963 in Garmisch-Partenkirchen geboren, lebt in Berlin und arbeitet als leitende Redakteurin der Zeitschrift Punkt und Kreis in der Behindertenhilfe. Sie veranstalte Schreibwerkstätten für Menschen mit sog. geistiger Behinderung. Sie veröffentlichte zahlreiche Kurzgeschichten und Gedichte in Kulturzeitschriften und wurde unter Woitschanderem mit dem Karlsruher Hörspielpreis ausgezeichnet.

Olaf Kurtz, 1968 in Köln geboren. Er veröffentlichte in zahlreichen Literaturzeitschriften und Anthologien, nahm an Lesungen teil und wurde mehrfach ausgezeichnet. Heute lebt er als Chemiker und Autor in Berlin.

Dienstag, 10.Mai, 20:00 Uhr. Eintritt 5,-/erm. 4,- Euro

Martin LechnerWie Wellen sind diese Erzählungen in Nach fünfhundertzwanzig Weltmeertagen zusammengefügt. Sie reichen sich Worte, Bilder oder Stimmungen weiter, fließen ineinander und stehen doch für sich. Es sind ebenso heimliche wie übermütige Texte. Sie handeln von verzweifelten Seen und Knien zum Verlieben, von dunkel erinnerten Filmen und blitzhaft erhellten Städten, von lautlos zerplatzenden Blutblasen und längst verwischten Sommern. Sie alle sind in jenen Sprachregionen unterwegs, wo hinter jeder Ecke Neues und Unerwartetes lauert. Das geschieht mit Witz genauso wie mit Absurdität und immer mit Sätzen, die greifbar machen, was sich anders nicht begreifen lässt.

 

 

 

AutobildMartin Lechner wurde 1974 geboren,studierte Philosophie und Literaturwissenschaft an der Universität Potsdam und lebt als freier Autor in Berlin.

 

 

 


Mittwoch, 18.Mai, 20:00 Uhr. Eintritt 5,-/erm. 4,- Euro
Nach fünfhundertzwanzig Weltmeertagen
Lesung mit Martin Lechner

Tanz in den Mai

Sophie —  30. April 2016 — Kommentieren

Heute Abend tanzen wir zusammen in den Mai

Um 20 Uhr in der Lettrétage am Mehringdamm 61. Eintritt 5,-/erm. 4 Euro.

tanzDas Kammerorchester. läd ein zu einem einzigartigen Abend und einer langen Nacht, voller Musik, Tanz und Literatur und wird den Abend mit klassischen Tänzen aus Europa eröffnen. Auf dem Programm stehen die Rumänischen Volkstänze von B. Bartók, die Pavane von Fauré und weitere Tänze von Dvořák, Mozart, Tschaikowski und Holst. Der Autor Tom Bresemann ergänzt das musikalische Programm mit einer Lesung.
Im Anschluss ist das Publikum eingeladen, selbst in den Mai zu tanzen: die Stühle werden beiseite geschoben, die Bar eröffnet, der Musikregler hoch- und die Diskokugel angedreht.

Das Kammerorchester. ist ein neu formiertes Orchester ist, auch wenn sich die Musiker bereits aus anderen Projekten kennen, existiert es in seiner jetzigen Form unter der Leitung von Lars Straehler-Pohl erst seit Ende 2015. Entstanden ist es aus der Idee heraus, mit einer kleinen Besetzung interessante, vielseitige und musikalisch differenzierte Projekte umzusetzen. Wobei der Slogan des Kammerorchesters. von Anfang an lautete: „Nicht fette Stücke wollen wir machen, sondern Stücke fett.“

Tom Bresemann wurde 1978 in Berlin geboren, wo er schreibt, herausgibt, veranstaltet und lebt.

Lisa Lettrétage liest mutter, vater und das meer von Peggy Neidel. In: poet, literaturmagazin, nr. 20

VS_97835504081118-Lecoq-Die-Theorie-vom-Marmeladenbrot_U1.inddParis im Jahr 2006: In einem Chatroom begegnen sich drei Menschen, deren Wege sich im realen Leben niemals gekreuzt hätten. Christophe, ein Web-Journalist der ersten Stunde, versucht der Pleite zu entgehen und Investoren zu finden. Die Bloggerin Marianne müht sich mit ihrem Prof ab, um ihre Abschlussarbeit zu schreiben, und Paul rebelliert gegen seine Eltern, indem er als Hacker in die Tiefen des Web abtaucht. Aus der flüchtigen Begegnung wird bald ein großes Abenteuer: Die drei haben sich vorgenommen, das Internet als Raum der unbegrenzten Möglichkeiten zu erobern.

Neun Jahre später und sind Marianne, Christophe und Paul — notgedrungen — erwachsen geworden, und die Welt im Netz gehört nicht mehr nur den Unangepassten und Rebellen. Ihre großen Träume drohen zu scheitern, im Leben wie in der Liebe, doch reift in ihnen eine wichtige Erkenntnis: Mit echten Freunden kann das Aufwachen in der Realität sehr angenehm sein.

 

Nur wenige AutorInnen beschäftigen sich in der Literatur so genau mit dem Internet und seinen Auswirkungen auf all unsere Lebensbereiche, wie Titiou Lecoq es in Die Theorie vom Marmeladenbrot tut.  Im Gespräch mit der Bloggerin und Journalistin Julia Korbik präsentiert sie ihren außergewöhnlichen Roman aus dem kurze Textpassagen auf Deutsch und/oder Französisch vorgelesen werden.

 

Auteur AU DIABLE VAUVERTTitiou Lecoq, 1980 geboren, verbrachte viele Jahre mit Kaffeetrinken und dem Studium der Semiotik, bevor sie sich nach einem richtigen Job umsah. In der Folge arbeitete sie als Nachtwächterin, Empfangsdame, Sekretärin, Erzieherin, bei einer Bank und beim Arbeitsamt. Schließlich entschied sie sich für den Journalismus, schreibt seither als freie Mitarbeiterin für verschiedene Magazine und hat einen vielbesuchten Blog: girlsandgeeks. Ihr Roman Die Theorie vom Marmeladenbrot erscheint im April bei Ullstein. Julia Korbik

Julia Korbik, 1988 geboren, lebt als freie Journalistin und Autorin in Berlin. Sie studierte European Studies, Kommunikationswissenschaften und Journalismus in Frankreich und Deutschland. 2012 kam sie nach Berlin und arbeitete bei dem Debattenmagazin The European, heute schreibt sie für verschiedene Medien. Ihre journalistischen Schwerpunkte sind  Feminismus, Politik und (Pop-)Kultur. 2014 erschien ihr erstes Buch: Stand Up. Feminismus für Anfänger und   Fortgeschrittene bei Rogner & Bernhard.

 

Heute Abend um 20:00 Uhr in der Lettrétage am Mehringdamm 61, 10961 Berlin. Eintritt 5,-/erm.4.- Euro.

Mit freundlicher Unterstützung des Institut Français Berlin, des Bureau du Livre der Französischen Botschaft und der Ullstein Buchverlage. Veranstaltung auf Deutsch und Französisch.