Archiv: Leipziger Buchmesse

Wie jedes Jahr endet die Buchmesse in Leipzig. Mit einem Besucherrekord bei noch größerem Besucherandrang, einem lebhaften Interesse. Die Buchmesse in Leipzig verzeichnet einen Besucherrekord, einen neuen, denn letztes Jahr waren es weniger Besucher als dieses Jahr, sagen die Messeveranstalter, dieses Jahr wieder mehr als letztes Jahr oder das Jahr zuvor: die Leipziger Buchmesse endet mit einem Besucherrekord. Immer mehr Menschen kommen zur Buchmesse, Literaturfreunde, Leseratten, Bücherwürmer, am Ende sieht man nur zufriedene Gesichter, Aussteller aus Ländern präsentierten ihre aktuellen Programme, sodass die Buchmesse mit einem neuen Besucherrekord endet. Da immer mehr Lesebegeisterte in die Hallen strömten, für gute Laune und eine positive Bilanz sorgten, ein anhaltender Trend, nichts zu spüren von einer Krise nach Krisenjahren in der Buchbranche, die Botschaft: so viele Besucher wie noch nie, die Veranstalter der Buchmesse können zufrieden sein, die Veranstalter sind sehr zufrieden, ein neuer Besucherrekord wurde aufgestellt. So endet die Leipziger Buchmesse mit einem Besucherrekord. Die Leipziger Buchmesse zeigt sich von ihrer besten Seite, lockt immer mehr Besucher, die Buchbranche geht dank Besucherrekord gestärkt ins Bücherjahr.

Was für ein Wahnsinn! Lettrétage-Korrespondenten berichteten live aus den Gewölben des sagenumwobenen und breitseitig gescholtenen Deutschen Literaturinstituts Leipzig (DLL). Gar garstige Gestalten waren dort gesehen und unsaglichem Leiden und grausigen Geschichten mussten sich die heldenhaftesten unserer Literaturbetriebsfrontberichterstatter ausgesetzt sehen.

Sehen Sie selbst! Hier nochmal alles nachlesen: Das Nummereinsthema der diesjährigen Messe „Die Düsternis der Dudelsäcke – das DLL im Ausnahmezustand.

[ Übrigens: Eine Abordnung der hier als „Dudelsäcke“ Verbrähmten ist noch diese Woche in der Lettrétage zu bestaunen (ohne anfassen bitte)! Vier junge Autorinnen und Autoren stellen die neue DLL-Anthologie Tippgemeinschaft vor. ]

Leipzig ist überall bei Tag und Nacht – Sichtungen von Jan Skudlarek.

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Max Czollek und Robert Prosser stellen das Projekt „Babelsprech.org“ vor. Gelesen werden Gedichte von zwei Dutzend Autoren und Autorinnen der Onlineplattform. Mitgeschnitten bei der Langen Leipziger Lesenacht in der Moritzbastei am 13.3.2014.

Update:

Während der Buchmesse stellte die Lettrétage Max Czollek ein paar Fragen zu Babelsprech.org. Hier nun die Antworten:

Was ist Babelsprech?

Babelsprech ist ein zweijähriges Projekt, welches der Vernetzung junger deutschsprachiger Lyriker_innen gewidmet ist. Die Projektleitung haben die drei Lyriker Max Czollek (Deutschland), Robert Prosser (Österreich) und Michael Fehr (Schweiz) inne. Das Projekt ruht auf drei Säulen: der Lesereihe Babelsprech.live, der Website www.babelsprech.org und der abschließenden Herausgabe der Anthologie Lyrik von Jetzt 3 durch die drei Kuratoren im Wallstein Verlag. Begonnen hat das ganze mit einem Auftakttreffen im September 2013 in Lana, wo 30 Autor_innen aus den drei Ländern zu einem Treffen zusammen kamen um sich auszutauschen.
Finanziert wurde und wird das ganze Projekt von der Kulturstiftung des Bundes (Deutschland), vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (Österreich) und von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung. Konzeptuell haben Thomas Wohlfahrt von der Literaturwerkstatt und ich erste Überlegungen vor zwei Jahren angestellt, dann konnten wir das Literaturhaus Wien für die gemeinsame Initiative gewinnen. Weitere Partner sind mittlerweile Literatur Lana, Kaufleuten Zürich, dem Robert Walser-Zentrum, sowie der Wallstein Verlag.

Was sind die Voraussetzungen um mitzumachen?

Die Website www.babelsprech.org besteht aus einem Autorenportal, einem Eventkalender und einem Feuilletonteil. Das Feuilleton bestücken Autor_innen aus den drei Ländern selber, also wir alle. Ein Autorenprofil anlegen kann sich jede_r, der/die Lyrik schreibt und nach 1980 geboren wurde. Das Besondere daran ist, dass die Autor_innen ihre eigenen Profile verwalten können. Gleiches gilt für Termine, die von jedem/r angemeldeten Person eingereicht werden können. Beim Feuilleton gibt es bestehende Reihen, wo wir jede Unterstützung freudig annehmen – ob nun ein Artikel oder eine längere Zusammenarbeit. Wir sind aber auch offen, was inhaltliche Neuerungen angeht. Da geht also einiges!

Babelsprechtreffen in Lana

Babelsprechtreffen in Lana

Was sind die nächsten Termine?

Die erste Lesereihe von babelsprech.live fand im November und Dezember 2013 in Berlin, Weimar, Wien und Zürich statt. Die folgenden Veranstaltungen finden am 22.3 im Freien Theater Innsbruck, am 22.4 in der Literaturwerkstatt Berlin, am 24.4 in Weimar im Rahmen den Lesarten Festivals und am 28.5 in bei Kaufleuten in Zürich statt. Außerdem werden einige von uns wohl auf dem Lyrikmarkt des Poesiefestivals am 13.6 gemeinsam mit den Preisträger_innen des lyrix-Wettbewerbs lesen. Überhaupt sind Kooperationen wie die mit lyrix, oder ESP.international in Thüringen für mich das schönste an babelsprech.live – im Oktober findet eine weitere solcher Kooperationen im Hessischen Literaturforum, Frankfurt statt. Diese Lesungen organisiere ich gemeinsam mit Autor_innen, die die dortige Szene besser kennen als ich. Im Fall von Weimar ist das Moritz Gause, in Frankfurt Safiye Can.

Wozu gibt es Babelsprech eigentlich?

Die Idee für das Projekt entstand vor dem Hintergrund eines doppelten Befundes: Wir sprechen die gleiche Sprache, aber kennen die jeweils andere Kunst kaum und die einzige Vernetzung die tatsächlich statt findet, läuft über den Betrieb, also via Preislesungen, Literaturmessen oder Publikationen. Ich halte das für problematisch, weil so der Austausch über das eigene und fremde Schreiben nur sehr beschränkt stattfinden kann. Darüber hinaus ist der Eingang zum Betrieb ja umstellt von Doorkeepern, die entscheiden, wer rein kommt und wer nicht – so tauchen viele Autor_innen gar nicht erst auf.
Babelsprech versucht auf diese Schwierigkeit auf unterschiedliche Weise zu antworten: indem es alle jungen Autor_innen einlädt, sich ein Profil auf Babelsprech.org anzulegen, umgeht es die Türsteherfunktion anderer Portale. Indem wir Lesungen organisieren, wird junge deutschsprachige Lyrik sichtbar gemacht, wir suchen uns also selber einen Weg an die Öffentlichkeit. Wesentlich an dem Projekt scheint außerdem, dass hier Autor_innen in direkten Kontakt miteinander treten. Über Website, Lesungen und Austausch entsteht eine alternative Anerkennungsstruktur, die jenseits von Preisen und Publikationen eine Idee davon vermittelt, was es bedeuten kann, Lyriker_in zu sein. Das ist unser zentrales Anliegen! Ich sehe auch, dass die Anthologie Lyrik von Jetzt 3 diesem Anliegen etwas entgegen steht. Diese Publikation verstehe ich als eine sinnvolle Konzession an unsere Geldgeber, mit der wir einen Zwischenstand unserer erfolgreichen Arbeit präsentieren. Deren Zentrum liegt weiterhin im gemeinsamen Austausch über unser Schreiben, der Vernetzung einer jungen deutschsprachigen, mittelfristig auch internationalen Szene.

 

Um sich über Artikel, Events und Projekte von Babelsprech.org auf dem Laufenden halten zu können, sei hier noch der Facebookauftritt der Seite empfohlen.


Valentin Tritschler berichtet für das Lettrétagebuch direkt von der Leipziger Buchmesse.

Leipzig ist überall bei Tag und Nacht – Sichtungen von Jan Skudlarek.

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Leipzig ist überall bei Tag und Nacht – Sichtungen von Jan Skudlarek.

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naTo Leipzig (Buchmesse 2014) -kleinDenis Abrahams liest aus dem neuen Roman von Ryad Assani-Razaki, Iman, der dieses Jahr im Verlag Klaus Wagenbach erschienen ist.

 

 

 

 

 

 

 

Ryad Assani-Razaki & Denis Abrahams in Leipzig (Buchmesse 2014) - klein

Glückliche Fanatikerinnen am Büchertisch und andere fetzige Berichte aus Leipzig. Hier finden sich all die Beiträge zur Buchmesse, die Sie noch nie gelesen haben!

Give Geschnipsel a chance!

 

 

 

 

Hautenge Berichterstattung! Bereits Tage vor Beginn, versteckten sich unsere Korrespondenten unter den Tischen der besten Lesungsveranstaltungen während der diesjährigen Buchmesse – das Ergebnis sind Live-Mitschnitte im neuen Deluxe-Format (*.dlx).

Und hier sind sie!

Das war’s – das Messegedudel ist rum – doch leicht ist es nicht, loszulassen … Die Lettrétage empfielt einen sanften Entzug mit deiner Lieblingsmusik und den schönsten Bildern aus Leipzig, aufgenommen von unserm Messe-Korrespondenten Jan Skudlarek, denn noch immer gilt:

Leipzig ist überall bei Tag und Nacht – Sichtungen von Jan Skudlarek.