Archiv: Literaturlabor

2014 war der Verlag hochroth im Rahmen des Literaturlabors schon einmal Gast in der Lettrétage. Am 2. Januar 2016 freuen wir uns hochroth abermals bei uns begrüßen zu dürfen: Zum Verlagsabend und 7-jährigem Geburtstagsfest

Das literaturlabor II lädt AktivistInnen der freien Literaturszene der Stadt dazu ein, Texte und AutorInnen, die sie 2014 beeindruckt haben, in der Lettrétage vorzustellen. Acht Berliner VerlegerInnen, RezitatorInnen, ÜbersetzerInnen und VeranstalterInnen gestalten als kuratierende Laboranten besondere Lesungsabende, die sich moderner Präsentationsformen bedienen und dabei vor allem die Arbeit mit den Texten und die Vermittlungsaspekte in den Vordergrund stellen. Jede der acht Versuchsanordnungen legt ihre Handschrift, in diesem Falle die Lesart des Kurators/der Kuratorin, funkenschlagend offen.

In ihrem 2013 erschienenen Buch Stürzen, drüber schlafen hat Angelika Meier neben Kurzprosa auch zwei dramatische Texte veröffentlicht: Das Trauerspiel Wasser! Element! Penthesilea liest Kleist und das Lesedrama Ägyptisches Abenteuer mit Ich und Jack – eine in der zeitgenössischen Literatur seltene, überraschende Gattung. Für den Abend im literaturlabor der Lettrétage wird die Autorin das Stück zum ersten Mal öffentlich vortragen – in einer szenischen Lesung für zwei Sprecher. Anders als in herkömmlichen szenischen Lesungen oder performativen Umsetzungen werden die Rollen nicht auf verschiedene Akteure verteilt, sondern sämtlich von der Autorin gelesen – ein bauchrednerhaftes Sprechen, vorwärtsgetrieben und ausgebremst zugleich von Johannes Pilz, der stoisch jede Regieanweisung und Rollennennung lesen wird. Jedes Zeichen muss gelesen werden – das ist ja das Drama des Lesens!

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Montag, 29. Dezember 2014, 20:00 Uhr, Eintritt 5,-/erm. 4,- Euro
REHE MACHEN SPORT
Mit Christiane Heidrich und Rick Reuther, kuratiert von Peter Dietze
In der Reihe literaturlabor II

Das literaturlabor II lädt im Dezember 2014 und Januar 2015 AktivistInnen der freien Literaturszene der Stadt dazu ein, Texte und AutorInnen, die sie 2014 beeindruckt haben, in der Lettrétage vorzustellen. Acht Berliner VerlegerInnen, RezitatorInnen, ÜbersetzerInnen und VeranstalterInnen gestalten als kuratierende Laboranten besondere Lesungsabende, die sich moderner Präsentationsformen bedienen und dabei vor allem die Arbeit mit den Texten und die Vermittlungsaspekte in den Vordergrund stellen. Jede der acht Versuchsanordnungen legt ihre Handschrift, in diesem Falle die Lesart des Kurators/der Kuratorin, funkenschlagend offen.

Das Literaturlabor II bringt aktuelle Proben frischer Literatur zum Leuchten. Veranstalten ist schreiben ist kuratieren ist lesen. Jede Veranstaltung lebt – der Text als Anfang, und kein Ende in Sicht.

Christiane Heidrich und Rick Reuther stellen das GESTALT – PDF vor, welches ab Januar 2015 post-regelmäßig Online erscheinen wird. Anschließend performen sie eigene Texte und zeigen Videos aus erster Hand.

Christiane Heidrich, geboren in Karlsruhe, lebt in Wien. Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und am Institut für Sprachkunst Wien. Zuletzt veröffentlicht in Bella Triste und STILL.

Rick Reuther, geboren in Hamburg, studiert am Institut für Sprachkunst Wien. Produktionen zwischen Text, Klang, Video und Performance u.a. mit Daniela Seel, Christian Filips und Ole Hübner. Veröffentlichungen z.B. in Edit und Block. Er ist Redaktionsmitglied bei Babelsprech.org und Mitherausgeber der JENNY.

Kurator: Peter Dietze, geb. 1987 in Dresden. Redakteur bei den Randnummer Literaturheften (randnummer.org) und Mitherausgeber der Anthologie displej.eu. Organisiert Lesungen und arbeitet in verschiedenen Projekten u.a. für KOOK und Lettrétage. Gedichte erschienen bislang in verschiedenen Zeitschriften und Anthologien.

Gefördert von der Berliner Senatsverwaltung für kulturelle Angelegenheiten

Montag, 22. Dezember 2014, 20:00 Uhr, Eintritt 5,-/erm. 4,- Euro
literaturlabor II – „Strohfeuer. Tales of a coming savior“
Hypermediale Textcollage in zwei Sprachen, aus aller Welt von und mit Carolin Beutel und Anne Welenc.

In der Reihe literaturlabor II

Jesus Christ, heavy metal, the darkness of the internet and the sweet-tempered insanity of the world merge into a flexible planned performance. Don’t miss the heavy disco afterwards. 
Frohe Weihnachten aus dem Labor.



Carolin Beutel
geboren 1987 in Berlin. Studium der Deutschen Philologie und Kunstgeschichte. Tätigkeit als redaktionelle Mitarbeiterin, freie Journalistin, Kuratorin, in der Kunstvermittlung und als wissenschaftliche Hilfskraft. 2010-2014 Organisation der Lesereihe „Kreuzwort“ und des Literatur- und Kunstfestivals „außerbetrieb“ 2011 in der Lettrétage (beide zus. mit Kristoffer P. Cornils). Herausgabe der Prosa-Anthologie „RE-COVERED“ (Verlag Lettrétage, 2013). 2014 Profileserin beim Lettrétage-Projekt „comment. Schreiben ist Lesen ist Schreiben“. 2015 Organisation von „RealFiktionen“ (zus. mit Thomas Köck).

Anne Welenc
geboren 1987 in Brandenburg a.d.H. Ausbildung an der Hochschule der Künste Bern zunächst im BA als Schauspielerin und dann im MA Scenic Arts Practice zur Performerin. Während des BA Zusammenarbeiten mit Stefan Saborowski, Johannes Mager und Meret Matter, innerhalb des Masters wichtige künstlerische Impulse und auch Einflüsse für eigenständige Arbeitsstrategien, durch die Produktion „favor“ mit Ivo Dimchev und die Begleitung des MA-Projekts durch Francois Chaignaud. Zusammen mit Annina Machaz, mit der sie sowohl ihr BA – Abschlussprojekt als auch die MA-Abschlussproduktion „Whirlpool“ produziert hat, und Nils Amadeus Lange hat sie kürzlich die Company „hopeless but classy“ in Bern gegründet. Seit ihrem Abschluss lebt sie in Berlin und spielt diesen Winter in der Märchenhütte des Monbijoutheaters.

Gefördert von der Berliner Senatsverwaltung für kulturelle Angelegenheiten.

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Montag, 15. Dezember 2014, 20:00 Uhr, Eintritt 5,-/erm. 4,- Euro
literaturlabor II – „Schwantke & Stolz“
Poetische Improvisation und Musik mit Rainer Stolz und Christoph Schwantke
In der Reihe literaturlabor II

„Schwantke & Stolz“ eröffnen der poetischen Sprachimprovisation einen Erkundungs- und Probierraum, ein Labor und Experimentierfeld.


© Fotos: Sushma U. Gütter

Rainer Stolz, geboren 1966 in Hamburg, studierte nach einer Ausbildung zum Verlagskaufmann Soziologie, Philosophie, Psychologie und Pädagogik. Seit 1995 lebt er in Berlin. Er ist aktiv im Autorenforum sowie Mitgründer des Berliner Lyrikkreises „Die Freuden des jungen Konverters“, für den er 2003 die Anthologie „Feuer bitte. Berliner Gedichte über die Liebe“ herausgab. Neben Gedichten und Kürzesttexten („Minimalistik“) macht er spartenübergreifende Kunstprojekte sowie die „Offene Bühne Poesie & Musik“ im „Exploratorium Berlin“. Sein zuletzt erschienenes Gedichtband „Selbstporträt mit Chefkalender“ (Horlemann 2014) versammelt bildreiche Gedichte mit autobiografischen Anklängen. Von der Berliner Zeitung bezeichnet als „Lyriker mit Witz und Biss“.

Christoph Schwantke, Arzt, geboren 1960 in Deutschland, nimmt seit dem 11. Lebensjahr Musikunterricht und macht seit dem 19. Lebensjahr musikalische Improvisation. Seit mehreren Jahren: Autodidaktisches Training in Sprachimprovisation mit lyrischem Anspruch, diverse Auftritte auf offenen Bühnen.

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literaturlabor II in der Lettrétage

Das literaturlabor II lädt im Dezember 2014 und Januar 2015 AktivistInnen der freien Literaturszene der Stadt dazu ein, Texte und AutorInnen, die sie 2014 beeindruckt haben, in der Lettrétage vorzustellen. Acht Berliner VerlegerInnen, RezitatorInnen, ÜbersetzerInnen und VeranstalterInnen gestalten als kuratierende Laboranten besondere Lesungsabende, die sich moderner Präsentationsformen bedienen und dabei vor allem die Arbeit mit den Texten und die Vermittlungsaspekte in den Vordergrund stellen. Jede der acht Versuchsanordnungen legt ihre Handschrift, in diesem Falle die Lesart des Kurators/der Kuratorin, funkenschlagend offen.

Das Literaturlabor II bringt aktuelle Proben frischer Literatur zum Leuchten. Veranstalten ist schreiben ist kuratieren ist lesen. Jede Veranstaltung lebt – der Text als Anfang, und kein Ende in Sicht.

KuratorInnen (angefragt)
Jörg Sundermeier, Verleger Verbrecher Verlag
Valentina Uribe, Redakteurin SAND Journal
Rike Bolte, Veranstalterin Latinale
Denis Abrahams, freier Rezitator
Martin Jankowski, Veranstalter, Autor
Tobias Herold, Veranstalter ausland, Autor
Peter Dietze, Veranstalter, KOOKread
Carolin Beutel, freie Veranstalterin

Pressekontakt: info@lettretage.de

Gefördert von der Berliner Senatsverwaltung für kulturelle Angelegenheiten

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Die Karawa #006 Eine von uns ist die Frau ist raus, u.a. mit Sonja vom Brocke, die bereits im Literaturlabor der Lettrétage zu Besuch war.

Weitere Infos unter: karawa.net

 

20:00 Uhr, Eintritt 10,- (ermäßigt 7,-)

Ein Kammerspiel von und mit Susan Klaffer u. a.

spezialEin Kammerspiel über emotionalen und gesellschaftlichen Vampirismus und die Einsamkeit des Individuums. Zwei Personen aus unterschiedlichen Zeiten treten in einen Dialog über Kunst und ihren Ausdruck im Damals und Heute. Es kommt zur Konfrontation, worin die Sucht des Künstlers Kunst schaffen zu müssen zum Ausdruck kommt. Offenbar bestehen unüberwindbare Grenzen zwischen beiden Figuren. Oder ist das doch nur mehr Schein als Sein?

Darstellerinnen: Mareike Riedacher und Julia Lachenmeier

 

Text und Regie: Susan Klaffer

 

20:00 Uhr, Eintritt frei

Abendbaustelle in Text – Bild – Ton
Programmreihe literaturlabor

brauseEinige Momente lang werden sie noch leuchten, die Fassaden, wie im Zoologischen die Augen der Kinder. Und noch einige Momente lang werden auch die aufgeschäumten Pflasterfugen glänzen im Frühlingsregen, bevor sie darüber und über uns fegen die Schuttstaubwellen, so dass wir meinen, Brückenköpfe rollen zu sehen wie kantiges, ungeschicktes tumbleweed durch uns‘re Straßen, und wir meinen, es nun doch mit der Angst bekommen zu müssen, ein wenig vielleicht – noch einige Momente lang werden sie also aufschimmern, die Straßen, und ärger, noch ärger erstrahlen, doch dann verschütten die Weingläser die Leute und wir alle zeigen mit Fingern, von den Bäumen und Dächern stoßen sich Krähen in den Himmel, die Muttis schließen die Fenster, des Schalls, des Rauchs, der mühsam erzählten Erbsenlandschaft, des zerfetzten Geflechts da draußen wegen – aber die Stahlträger wiegen lustig im Wind, lecken sich die Sollbruchstellen und alsbald rauschen schon die Autos wieder.

Drei Figuren dreier Geschichten unterwegs in einer Stadt, wo man sich die eigene Formverlorenheit ins Ohr zu nuscheln nicht getraut, die Rauchzeichen nicht zu deuten weiß. Eingebettet in Gezeichnetes und Getöntes, verlaufen die Geschichten an diesem Abend zu Flecken über der Struktur deines Bauarbeiterhemds, mit Abrissbirnenparty und Konzert.

Michael-Kolja-KoellingMichael Kolja Kölling, geboren 1986, studiert in Berlin Regenerative Energiesysteme. Er organisiert regelmäßig Lesungen und hat unter dem Namen Demotape – Zehn kurze Kurzgeschichten für die nächste Sitzblockade zwei Anthologien herausgeben. 2013 erschienen zwei seiner Kurzgeschichten in Zeitschriften, und Anfang 2014 gewann er den Jurypreis des Wettbewerbs zum 15jährigen Bestehen der Samuel-Fischer-Gastprofessur der FU Berlin.

 

 

Saskia_TrebingSaskia Trebing, geboren 1987 im osthessischen Bad Hersfeld, absolvierte ihr Zeitungsvolontariat bei der Hessischen Niedersächsischen Allgemeinen in Kassel und lebt als Studentin der Skandinavistik und Kunstgeschichte sowie als Kunstvermittlerin und freie Journalistin in Berlin. Neben den Geschichten zum Broterwerb verfasst sie Prosatexte, die nicht auf Zeitungsseiten, sondern auf Lesungen ihre Zuhörer vermuten.

 

 

Valentin_MoritzValentin Moritz wurde 1987 in Niederdossenbach geboren. Folglich zwanzig Jahre später Studium in Berlin. Germanistik, Hispanistik, Literaturwissenschaft. 2012 Teilnehmer des vom Peter-Szondi-Instituts ausgerichteten Autorenkollegs bei Rainald Goetz. Seitdem auf kleineren Berliner Lesebühnen zu Hause, als Gast, Organisator und als Lesender. Freut sich über erste Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften.

 

 

radarfilm2Tobias Münzer aka Radarfilm, geboren 1986, ist Musiker, Elektronikingenieur und Mensch in Berlin. Er kombiniert elektronische Klänge zu einer Mischung aus Acid, Ambient und Emotionen. Er veröffentlichte das Album „Hinter der Wahrheit“ (2007) sowie „7 not danceable dancetracks“ (2009). Er spielt live mit analogen, teils selbst gebauten Instrumenten und ist Mitglied der Experimental/Noise-Band „Phantom Crunch“.

Soundbeispiele auf http://radarfilm.net

Jan_FrankeJan Franke, 1987 in Berlin geboren, studierte Bildende Kunst und Französisch auf Lehramt an der Universität der Künste und der Freien Universität in Berlin. Im kunstwissenschaftlichen Rahmen setzt er sich seit längerem mit der Rekonstruktionspraxis im Städtebau auseinander. Seine künstlerischen Arbeiten waren u. a. in den Ausstellungen „Projekt für die Gegenwart“ und „a minute is not a minute“ in Berlin sowie in „Fragments of an Unknown City“ in Sankt Petersburg zu sehen.