Archiv: Martin Lechner

Heute Abend ist Martin Lechner zu Gast in der Lettrétage. Neben der Literatur beschäftigt er sich auch mit Fotografie und Film. Diese Künste verbindend, erstellt er Trailer zu seinen Büchern, so z.B. zu seinem Roman ‚Kleine Kassa‘, welcher 2014 auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis stand.

Heute Abend wird er sein neues Buch ‚Nach fünfhundertzwanzig Weltmeertagen‘ vorstellen:

Wie Wellen sind diese Erzählungen in Nach fünfhundertzwanzig Weltmeertagen zusammengefügt. Sie reichen sich Worte, Bilder oder Stimmungen weiter, fließen ineinander und stehen doch für sich. Es sind ebenso heimliche wie übermütige Texte. Sie handeln von verzweifelten Seen und Knien zum Verlieben, von dunkel erinnerten Filmen und blitzhaft erhellten Städten, von lautlos zerplatzenden Blutblasen und längst verwischten Sommern. Sie alle sind in jenen Sprachregionen unterwegs, wo hinter jeder Ecke Neues und Unerwartetes lauert. Das geschieht mit Witz genauso wie mit Absurdität und immer mit Sätzen, die greifbar machen, was sich anders nicht begreifen lässt.


Mittwoch, 18.Mai, 20:00 Uhr. Eintritt 5,-/erm. 4,- Euro

Lettrétage, Mehringdamm 61

Martin LechnerWie Wellen sind diese Erzählungen in Nach fünfhundertzwanzig Weltmeertagen zusammengefügt. Sie reichen sich Worte, Bilder oder Stimmungen weiter, fließen ineinander und stehen doch für sich. Es sind ebenso heimliche wie übermütige Texte. Sie handeln von verzweifelten Seen und Knien zum Verlieben, von dunkel erinnerten Filmen und blitzhaft erhellten Städten, von lautlos zerplatzenden Blutblasen und längst verwischten Sommern. Sie alle sind in jenen Sprachregionen unterwegs, wo hinter jeder Ecke Neues und Unerwartetes lauert. Das geschieht mit Witz genauso wie mit Absurdität und immer mit Sätzen, die greifbar machen, was sich anders nicht begreifen lässt.

 

 

 

AutobildMartin Lechner wurde 1974 geboren,studierte Philosophie und Literaturwissenschaft an der Universität Potsdam und lebt als freier Autor in Berlin.

 

 

 


Mittwoch, 18.Mai, 20:00 Uhr. Eintritt 5,-/erm. 4,- Euro
Nach fünfhundertzwanzig Weltmeertagen
Lesung mit Martin Lechner

Lisa Lettrétage liest aus Kleine Kassa von Martin Lechner, © Residenz Verlag.

Herzlichen Glückwunsch an alle AutorInnen, deren Name auf der diesjährigen Longlist zu finden ist. Der ein oder andere Name kommt einem hier besonders bekannt vor … u.a. Ulrike Draesner, Martin Lechner und Thomas Melle.

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Aber nicht nur die nominierten Titel haben wie jedes Jahr eine rege Diskussion ausgelöst. Über eine Frauenquote (Vorwurf Sexismus – ja oder nein?) wird auch in der Literatur rege diskutiert. Wie Dana Buchzik die momentane Quotenregelung bewertet gibt es hier zu lesen: Auch in der Literatur ist ein #aufschrei fällig

Die darauffolgende Reaktion wird gleich mitgeliefert: http://www.lesenmitlinks.de/aufschreiwelt/

 

Ob sie stumm aufschaut zu den verschneiden Spitzen der Berge oder ob sie, die Hände vorgestreckt, über die Wiesen stolpert und singt, das, mein liebes Gedächtnis, habe ich vergessen, ich danke dir dafür.


Martin Lechner, DUNKEL ERINNERTE FILME, in ‚Metonymie‚, erschienen im Verlagshaus J. Frank, herausgegeben von Norbert Lange.

Martin Lechner, DUNKEL ERINNERTE FILME, in ‚Metonymie‘

aus der werkstatt von lechner + momm

(Für eine bessere, weil größere Ansicht das Foto anklicken.)

von Martin Lechner und Milo Pablo Momm

Am 10. April in der Lettrétage: Es waren Birnen in der Luft – eine Gruppenlesung mit Hannes Becker, Nina Bußmann, Martin Lechner, Inger-Maria Mahlke, Milo Pablo Momm und Freunden, moderiert von Valentin Tritschler.

es waren birnen in der luft

schreibt Nina Bußmann, und sie hat sicher auch recht. Aber wo ist denn dieser Eimer jetzt, wo ich ihn brauche? Normalerweise glaube ich, dass das Schreiben da beginnt, wo es notwendig wird, weil zum Beispiel ein Eimer einfach nicht da ist, wo er gebraucht wird in der Welt. Ändert sofort diesen Zustand, wenn ihr schreibt, rufe ich, holt jetzt den Eimer mit eurem Text in die Welt! Protest, sobald im Text der Eimer fehlt, den er doch sogar ruft. Der Text ruft den Eimer in die Welt, weil die Welt voller Not ist. Die Not ist da. Der Text ruft den Eimer aus Not, tut aber das Nötige nicht, sage ich, ungerecht. Denn der Text sagt doch nicht, dass der Eimer nötig ist, und wer braucht einen Eimer ohne Not? Es müsste erst eine Gelegenheit dafür da sein – vielleicht nicht einmal die Gelegenheit für den Gebrauch eines Eimers gegen die Not. Sondern Gelegenheit überhaupt zur Not, nur, wenn es einmal nötig wäre, müsste auch ein Eimer her, aber vielleicht wird es ja nicht nötig sein, vielleicht gibt es doch keine Not. Vielleicht also müsste auch kein Eimer her. Vielleicht gibt es ja auch keinen Eimer, eimerlose Welt, und wenn er dann doch einmal nötig wäre – schreckliche Vorstellung, Angst – schreckliche Vorstellung des Textes von der Not ohne Eimer – Angst im Text vor einer Welt ohne Eimer in Not. Notwendiger Eimer, sage ich, trotz allem, trotzdem. Ein Eimer muss her. Es ist soweit – jetzt, schnell – holt den Eimer, und wenn es nur ein Eimer ist gegen die Angst vor der Not!

 

von Hannes Becker

Am 10. April in der Lettrétage: Es waren Birnen in der Luft – eine Gruppenlesung mit Hannes Becker, Nina Bußmann, Martin Lechner, Inger-Maria Mahlke, Milo Pablo Momm und Freunden, moderiert von Valentin Tritschler.

L3 in der Moritzbastei (13.03.)

Bei der Langen Leipziger Lesenacht standen einige Autorinnen und Autoren auf der Bühne, die zuletzt auch in der Lettrétage gelesen haben, oder demnächst dort lesen werden. Das muss genutzt werden, um Werbung für unsere eigenen Veranstaltungen zu machen!

„Sehr geehrte Fahrgäste. Leider dürfen wir die große Brücke in Lutherstadt Wittenberg nicht befahren, weil ein LKW diese gerammt hat. Es muss ein Statiker kommen bla bla … Ich wiederhole [sie wiederholt]. Bla bla … rechnen also mit ca. einer dreiviertel Stunde Verspätung.“ Zusätzlich zu der dreiviertel Stunde, die schon durch einen Weichendefekt am Berliner Hbf entstanden war.

Damit fiel schon mal Martin Lechner flach, der neulich noch seinen Debüt-Roman „Kleine Kassa“ bei uns vorgestellt hat. Und im April kommt er noch einmal, gemeinsam mit ein paar andern Birnen.

Maruan Paschen hab ich dann auch nicht gesehen, warum, weiß ich nicht, aber mir wurde gesagt, es war eine sehr gute Lesung. Einige seiner Kolleginnen und Kollegen von der Tippgemeinschaft stellen die neue Anthologie bei uns vor.

Sabine Kray habe ich gesehen, aber nur auf dem Gang. Sie hat zeitgleich mit Friedericke Gräff gelesen, die ich allerdings verpasst habe, weil ich bei der falschen Bühne gelandet bin. Nächste Woche kommt sie zu uns, um ihr neues Buch „Warten“ vorzustellen.

Arne Nielsen und Peggy Neidel haben auch vor Kurzem in der Lettrétage gelesen. Auch ihren Auftritt habe ich verpasst.

Aber: Heinz Helle! Er war erst letzte Woche bei der BIELINALE in der Lettrétage! Endlich! Die Lesung war gut. Kauft das Buch. Es geht um‘s Bewusstsein.

heinzhelle

Greta und Thessy hatten auch ihren Spaß. Greta verliebte sich in den Gewinner des Leipziger Buchpreises Saša Stanišić.

gretathessy

Später wanderten wir nach Plagwitz ins „Noch besser leben“. War auch schön. Dit – dit is Leipzig! Oder so.


Stefan Baudisch, ein langjähriger Freund von Freunden der Lettrétage, berichtet für das Lettrétagebuch von der Leipziger Buchmesse.

20:00 Uhr, Eintritt frei

Gruppenlese
Programmreihe Creative Commons, moderiert von Valentin Tritschler

Eine Gruppenlese in der Lettrétage: Die Wände flimmern und schallen. Oh, kommet in Scharen, ihr Osterhasen! … Zur Lesung mit Hannes Becker, Nina Bußmann, Martin Lechner, Inger-Maria Mahlke, Milo Pablo Momm und Freunden.

beckerHannes Becker, 1982 in Frankfurt am Main geboren, lebt in Berlin. Studium Neuere deutsche Literatur, Amerikanistik und Geschichte in Berlin sowie Literarisches Schreiben in Leipzig. Mitglied im Iltis-Projektchor. Beiträge auf www.dasuntergehendeschiff.blogspot.de.

bussmannNina Bußmann, 1980 in Frankfurt/Main geboren, studierte Philosophie und Komparatistik, schreibt Prosa und Hörspiele. Texte in Anthologien und Zeitschriften, zuletzt: Edit #60, BELLA triste #33. Das Kurzhörspiel Ich kann diese Geschichte nicht mehr vergessen war im Frühjahr 2014 Teil der Ausstellung Alles wieder zurück. 2012 erschien ihr erster Roman Große Ferien im Suhrkamp Verlag.

Nina Bußmann beim literaturport. Oder hier ihren Text „Pech“ lesen!

lechner

Martin Lechner, 1974 geboren, seit 2005 zahlreiche Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften und Anthologien, u.a. BELLA triste, manuskripte, Edit, Covering Onetti. Im Februar 2014 erschien sein Roman-Debüt Kleine Kassa im Residenz Verlag.

Martin Lechner beim Residenz Verlag.

[Foto © Katja Boldt]

 

mahlkeInger-Maria Mahlke, geboren 1977 in Hamburg, ist in Lübeck aufgewachsen. Zahlreiche Stipendien und Preise, u.a. 2005 Teilnehmerin der Werkstatt für Nachwuchsautoren unter der Leitung von Herta Müller, 2009 Autorenwerkstatt des LCB und Preis für Prosa beim 19. Open Mike, 2012 Ernst-Willner Preis in Klagenfurt. Im Februar 2013 erschien ihr zweiter Roman Rechnung offen im Berlin Verlag.

mommMilo Pablo Momm (1977) ist Spezialist für Historischen Tanz und Gestik, im Besonderen für den Tanz des 17. und 18. Jahrhunderts. Er arbeitet als Tänzer, Pädagoge, Dozent, Choreograf, Regisseur, Bewegungscoach und Regieassistent im In- und Ausland. Derzeit u. a. an der Berliner Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ sowie am Wilhelma Theater Stuttgart.

 

Valentin Tritschler, Praktikant in der Lettrétage während des ersten Quartals 2014, studiert Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der FU Berlin und arbeitet für die Elisabeth Ruge Agentur

 

Freitag, 28. Februar 2014, 20:00 Uhr, Eintritt frei!

literaturlabor in der Lettrétage, gefördert vom Berliner Senat

Vor einem Jahr, im Januar/Februar 2013 gründete Nikola Richter den Berliner Digitalverlag mikrotext. Das erste Programm, mit einem Essay von Alexander Kluge und den Statusmeldungen des syrischen Autors Aboud Saeed, fand schnell Aufmerksamkeit. Seitdem erscheinen vierteljährlich zwei Ebooks zu einem gemeinsamen Thema, zwischendurch die Spontanproduktionen namens „shots“. „Zeitgeist für 2,99“, „Ebooks zum Kaffeepreis“ bezeichnete Holger Heimann (Börsenblatt) die Verlagsstrategie.

Wer und was noch so dahinter steckt, erzählen die Verlegerin Nikola Richter und ihre Verlagskollegin Andrea Nienhaus (Cover, Printdesign, Kommunikationsberatung) bei der mikrotext-Geburtstagsfeier natürlich anhand einer Facebookshow.

Dazu bringen mikrotext-Autorinnen und Autoren Texte und andere Kulturgüter mit: Jan Kuhlbrodt liest etwa per Skype aus einem Essay zur Literaturgeschichte des 20. Jahrhunderts, an dem er gerade arbeitet, von Thomas Palzer gibt es Kostproben seines Spam Poetry-Hörspiels, Aboud Saeed erklärt, unterstützt von Sandra Hetzl, wie er zusammen mit seinem syrischen Autorfreund Lukman Derky über Facebookfotos das Literaturverständnis revolutionieren will (vielleicht aber auch etwas ganz anderes), Sarah Khan zeigt Horror. Auftreten werden aber auch Sebastian Christ, Isabel Fargo Cole, Chloe Zeegen. Und vielleicht gibts noch einen Überraschungsgast aus dem Frühjahrsprogramm 2014.

Danach Tanzen mit Musik von DJ Koalblao und DJ Andrea.

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