Archiv: Mathias Traxler

Für diejenigen die es verpasst haben und auch für die, die dabei waren und sich noch mal erinnern mochten… kommt ein kurzer Film zur zweiten CON_TEXT Veranstaltung „Haut-Parleurs“ mit Mathias Traxler und Harald Muenz!

 

 

Die nächste Veranstaltung erfolgt schon morgen, 14.03. in der Lettrétage um 20 Uhr, mit Kinga Tóth und Doro Billard!

Norbert Lange an Mathias Traxler anläßlich der von Harald Muenz und Mathias Traxler gemeinsam konzipierten und präsentierten Literaturveranstaltung „Haut-Parleurs“ am 23. Februar 2017 in der Lettrétage im Rahmen des Projekts CON_TEXT:

 

7.3.2017

 

Lieber Mathias,

 

das war ein gutes Treffen! Auch eine schöne Gelegenheit, die Themen aufzufrischen, auf die wir in unseren Gesprächen oft zurückkommen. Auf dem Heimweg ist mir dann noch das richtige Wort eingefallen, um Robin Blasers Umgang mit den Wörtern zu beschreiben: Es war nicht „Eleganz“, an die ich dachte und wie ich zuerst erklären versuchte, auch wenn das, ganz sicher sogar, eine Eigenschaft von Blasers Gedichten ist; sondern das Wort, nach dem ich suchte, war „Achtsamkeit“. Ich bilde mir ein, dass man Dichtern anhören kann, wie sehr sie in ihren Gedichten den Wörtern Raum geben, oder wie wenig sie ihn ihnen überlassen. Wenn ich Blaser höre – und als ich Harald Muenz und Dir zuhörte, hatte ich denselben Eindruck –, spüre ich eine Aufmerksamkeit, die den Wörtern die Möglichkeit lässt, sich zu artikulieren. Es ist ein Hegen der Wörter, da man um ihre Sensibilität weiß und ebenso darum, welchen Zorn sie über einem entladen können, wenn sie falsch angefasst werden. Sensibilität und Zerbrechlichkeit sind eben nicht synonym. Die Angewohnheit der Wörter, sich gegen den zu wenden, der sie gebraucht, tritt dazwischen. Und nur Schwachköpfe oder selbstgerechte Autokraten glaubten dann, dass sie ihnen blind folgen. So schnell kann sich täuschen, wer meint, mit Wörtern auf etwas hinauszulaufen, während sie mit ihm schon umspringen, wie es ihnen gefällt. Wie man auf Wörter gekommen ist, so hat man sie sich möglicherweise schon eingefangen. Und wer trotz mehrerer Backpfeifen noch meint, keinen Grund zum Zweifel am eigenen Verhalten zu haben, der wurde unlängst zur Marionette seiner empfindlichen Wärter.

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Auszug aus der Mailkorrespondenz zwischen Harald Muenz und Mathias Traxler in Vorbereitung der CON_TEXT-Veranstaltungen „Haut-Parleurs“ am 22., 23. und 24. Februar 2017 in der Lettrétage, redigiert als Gespräch:

 

1: So, bevor ich nun die Partitur mal ausdrucke, muss ich rasch Papier holen gehen und ein paar Komissionen machen.

2: Anbei ein, zwei Beispiele, wie es im Minnesang II-Block aussehen könnte.

1: Hach, grad kommt deine Mail. Schön, Chopin, Schumann & Tristan!! Bist du das am Klavier?

2: Herzlichen Dank für den interlinearen Konrad — jetzt ist es natürlich ganz klar.

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Impressionen des zweiten Abends der CON_TEXT Veranstaltung mit Mathias Traxler und Harald Muenz, am 23.02.2017 in der Lettrétage:

 Mittwoch (22.), Donnerstag (23.) und Freitag, 24. Februar 2017, 20:00 Uhr (Eintritt frei)
 Programmschwerpunkt CON_TEXT
„Haut-Parleurs“ von und mit Mathias Traxler & Harald Muenz

 

Es geht weiter, im Januar hat es mit Cia Rinne und Gernot Wieland begonnen, im Februar bereiten im Rahmen der CON_TEXT Veranstaltungsreihe der schweizer Schriftsteller Mathias Traxler und deutscher Klangkünstler Harald Muenz gleich drei Abende vor!

(c) Robert Golinski

In den Wörtern des Tandems: „Im Klang von Orchester hört man die einzelnen Körper, die mit ihren Instrumenten hantieren. Dass bestimmte Bücher, die in einem Rucksack transportiert sind und sich darin berühren und zwischen den Menschen, die dieses Buch gelesen haben, eine Verbindung entsteht. In 2 Räumen versuchen Traxler und Muenz 1 Gedicht zu sagen.“

 

(c) Privat

Jede der zehn geplanten CON_TEXT-Veranstaltungen wird von einem/r Autor/in und einem/r Künstler/in aus einer anderen Sparte gemeinsam erarbeitet und umgesetzt. Ziel ist, interdisziplinäre Formate vom literarischen Text ausgehend zu entwickeln und dabei die literarische Veranstaltung als ein eigenes künstlerisches Werk zu verstehen. Selbstverständliche Veranstaltungsformate und Rollen des Literaturhausbetriebs werden dabei ästhetisch lustvoll in Frage gestellt.

Weitere Infos zur Veranstaltungsreihe und zu den beteiligten KünstlerInnen und Veranstaltungsterminen.

CON_TEXT wird gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

Mathias Traxler: „Inszenierte Wut_2“, Unterhaltungsessays, S.9, Kookboks 2016

Von Finnland bis Zypern

Europas Dichter auf Bustour

von Mathias Traxler
In mehreren Etappen durchmessen Gruppen von europäischen Schriftstellern den Kontinent von Norden nach Süden. Der Schweizer Autor Mathias Traxler berichtet von der Etappe München–Graz.
„Die Zugfahrt führte mich über den Semmering von Graz zurück nach Berlin. Von Graz aus. Doch war das noch wirklich Graz? Ja, Graz. Aber es war auch noch ein anderer Ort, von dem ich zurückkehrte. Einer, wo unsicher war, in welcher Stadt, in welchem Land ich mich befand, es hätte irgendwo, fast an jeder Stelle in Europa sein können. Dies war der Effekt, wenn man mit acht Autoren aus ganz Europa eine einwöchige Busreise machte. Während sich im Austausch mit den anderen die eigenen inneren nationalen Grenzen öffneten, hatte sich noch eine viel weitere Öffnung aufgetan, nämlich in der Sprache selbst.

Eine Bustour von Finnland nach Zypern mit insgesamt 100 Autoren aus 37 Ländern. «Crowd Omnibus Reading Tour», so nennt sich das von der Lettrétage Berlin, dem Forum Stadtpark Graz, dem Nuoren Voiman Liitto Helsinki und dem Ideogramma Nikosia – vier Veranstalter für zeitgenössische Literatur – ins Leben gerufene Grossprojekt. “ […] In der Originalquelle weiterlesen!

Sonntag, 18. September, 16:00 Uhr, Live Präsentationen: 17:30 und 20:00 Uhr
Eintritt frei
transfer-balades
Literarische Installation von Mathias Traxler und Denis Abrahams
Im Rahmen der Berlin Art Week, anlässlich des Projektraumpreises für die Lettrétage

 

Eine der Ausgangssituationen für diesen in den Räumen der Lettrétage installierten literarischen Parcours ist das Symbol des Bootes für Dichtung und Übergänge. Von da aus werden in einem Schweifen verschiedene Haltungen / Begriffsstellungen / Balladen / Transformationsbilder arrangiert. Wie von einer Seite eines Buches ein Text in den Raum tritt, sich dort zeigen und anhalten kann, als Gehörtes, Stabiles, Balance, die ein Haus, einen Weg, eine Strecke zusammenhält. Eine Seite übernimmt dabei gerne die Aufgabe / Frage einer Membran, als Schutz und Segel.

(Konzeption: Mathias Traxler & Denis Abrahams)

 

Traxler

 

Mathias Traxler, geboren 1973 in Basel, lebt als Schriftsteller und Übersetzer in Berlin. Unterhaltungsessays ist sein zweiter Einzelband nach You’re welcome, kookbooks 2011. www.traxlerm.net

 

 

Denis

Denis Abrahams, geboren 1974 in Wiesbaden, studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. Bereits während des Studiums spielte er am Staatstheater Mainz. Weitere Stationen waren u.a. das Staatstheater Wiesbaden, die Oper Frankfurt, Stuttgart und das Theater der Stadt Koblenz. Seit Mitte der Neunziger Jahre tritt Denis Abrahams als Rezitator und Vorleser auf und hat sich seither ein breites Repertoire erarbeitet. Seit 2004 lebt und arbeitet Denis Abrahams als freier Sprecher und DJ inBerlin und hat bereits in zahlreichen Hörspielen mitgewirkt.

 

 

 

GASNWlogo

Heute Abend um 20:00h in der Lettrétage mit:

Yevgeniy Breyger: flüchtige monde. Gedichte
Martina Hefter: Ungeheuer. Stücke. Gedichte
Dagmara Kraus: das vogelmot schlich mit geknickter schnute. Gedichte
Mathias Traxler: Unterhaltungsessays

 

Breyger neuYevgeniy Breyger wurde 1989 in der Ukraine geboren. Er studierte Literarisches Schreiben in Hildesheim und am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. 2011 gewann er den Selma Meerbaum-Eisinger Literaturpreis, 2012 war er Finalist beim 20. Open Mike in Berlin. Seine Gedichte wurden in Zeitschriften und Anthologien veröffentlicht. Yevgeniy Breyger lebt in Frankfurt am Main. flüchtige monde ist sein erster Einzelband.


HefterMartina Hefter, geboren 1965 in Pfronten/Allgäu, lebt als Dichterin und Performancekünstlerin in Leipzig. Sie veröffentlichte die Gedichtbände Nach den Diskotheken, kookbooks 2010, Vom Gehen und Stehen. Ein Handbuch, kookbooks 2013, und zuletzt den Essay Tanzen, Verlagshaus Berlin 2014. Ihre jüngsten performativen Arbeiten waren Two Minutes To Tomorrow, gemeinsam mit der Künstlergruppe Bewegungsschreiber in Leipzig, sowie Writing Ghosts, eine performative Installation innerhalb des Projekts Step-Text am Literarischen Colloquium Berlin, beide 2015. Seit 2015 ist sie Mitglied der Leipziger Performancegruppe Kollektiv ♠ 7. Für ihre Arbeiten wurde sie unter anderem mit dem Hermann-Lenz-Stipendium 2005, dem Lyrikpreis Meran 2008 und einem Stipendium der Kulturstiftung Sachsen 2013 ausgezeichnet.

 

KrausDagmara Kraus, geboren 1981 in Wrocław, lebt als Lyrikerin und Übersetzerin in Carpentras und Berlin. Sie veröffentlichte die Einzelbände kummerang. Gedichte, kookbooks 2012 und kleine grammaturgie, Urs Engeler/roughbooks 2013 sowie als Übersetzerin von Miron Białoszewski Wir Seesterne, Reinecke & Voss 2012 und Geheimes Tagebuch, Edition Fototapeta 2014. Dagmara Kraus erhielt den GWK-Förderpreis für Literatur 2010, ein Stipendium des Berliner Senats 2011, ein Stipendium des Künstlerhauses Edenkoben 2014 und den Karl-Sczuka-Förderpreis 2015.

 

TraxlerMathias Traxler, geboren 1973 in Basel, lebt als Schriftsteller und Übersetzer in Berlin. Unterhaltungsessays ist sein zweiter Einzelband nach You’re welcome, kookbooks 2011. www.traxlerm.net

 

 

 

 

Eintritt 5,- /erm. 4,- Euro.

Ungeheure Vogelmots – kooksbooks feiert Berliner Buchpremiere

Yevgeniy Breyger: flüchtige monde. Gedichte
Martina Hefter: Ungeheuer. Stücke. Gedichte
Dagmara Kraus: das vogelmot schlich mit geknickter schnute. Gedichte
Mathias Traxler: Unterhaltungsessays

 

Breyger neuYevgeniy Breyger wurde 1989 in der Ukraine geboren. Er studierte Literarisches Schreiben in Hildesheim und am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. 2011 gewann er den Selma Meerbaum-Eisinger Literaturpreis, 2012 war er Finalist beim 20. Open Mike in Berlin. Seine Gedichte wurden in Zeitschriften und Anthologien veröffentlicht. Yevgeniy Breyger lebt in Frankfurt am Main. flüchtige monde ist sein erster Einzelband.


HefterMartina Hefter, geboren 1965 in Pfronten/Allgäu, lebt als Dichterin und Performancekünstlerin in Leipzig. Sie veröffentlichte die Gedichtbände Nach den Diskotheken, kookbooks 2010, Vom Gehen und Stehen. Ein Handbuch, kookbooks 2013, und zuletzt den Essay Tanzen, Verlagshaus Berlin 2014. Ihre jüngsten performativen Arbeiten waren Two Minutes To Tomorrow, gemeinsam mit der Künstlergruppe Bewegungsschreiber in Leipzig, sowie Writing Ghosts, eine performative Installation innerhalb des Projekts Step-Text am Literarischen Colloquium Berlin, beide 2015. Seit 2015 ist sie Mitglied der Leipziger Performancegruppe Kollektiv ♠ 7. Für ihre Arbeiten wurde sie unter anderem mit dem Hermann-Lenz-Stipendium 2005, dem Lyrikpreis Meran 2008 und einem Stipendium der Kulturstiftung Sachsen 2013 ausgezeichnet.

 

KrausDagmara Kraus, geboren 1981 in Wrocław, lebt als Lyrikerin und Übersetzerin in Carpentras und Berlin. Sie veröffentlichte die Einzelbände kummerang. Gedichte, kookbooks 2012 und kleine grammaturgie, Urs Engeler/roughbooks 2013 sowie als Übersetzerin von Miron Białoszewski Wir Seesterne, Reinecke & Voss 2012 und Geheimes Tagebuch, Edition Fototapeta 2014. Dagmara Kraus erhielt den GWK-Förderpreis für Literatur 2010, ein Stipendium des Berliner Senats 2011, ein Stipendium des Künstlerhauses Edenkoben 2014 und den Karl-Sczuka-Förderpreis 2015.

 

TraxlerMathias Traxler, geboren 1973 in Basel, lebt als Schriftsteller und Übersetzer in Berlin. Unterhaltungsessays ist sein zweiter Einzelband nach You’re welcome, kookbooks 2011. www.traxlerm.net

 

 

 

 

Um 20:00h in der Lettrétage. Eintritt 5,- /erm. 4,- Euro.