Archiv: Zitat

Zu lange habe ich gelebt wie ein Delfin, der auf der Suche nach dem perfekten Regenbogen immer wieder aus dem spiegelglatten See springt und dabei schnattert: Was mach ich hier eigentlich?

 

Daan Heerma van Voss: Eine verspätete Reise, übersetzt von Ira Wilhelm in: Das Mag, Junge Literatur aus Flandern und den Niederlanden, Das Mag Uitgevers, Amsterdam 2016

Zitat der Woche

Der Mond hing hier nur halb so groß am Horizont, als man es sonst gewohnt ist, außerdem war er doppelt so weit entfernt, was unserm Mann aber nicht auffiel, weil er nichts von Sentimentalitäten hielt, es sei denn, man verlangte nach der großen Geste, die er natürlich bereit war zu vollführen, wann immer die Gelegenheit es erforderte.

Andreas Reichelsdorfer, Killer. In: Metamorphosen, Magazin für Literatur und Kultur. 14.Jahrgang, Nummer 43, Neuer Folge 13 (April-Juni 2016)

Zitat der Woche

Zitat der Woche

joHanna —  30. Mai 2016 — Kommentieren

ich kleide mich in Regen

wenn ein Schiff in meinen Schoß treibt

ich kleide mich und singe

Elías Knörr

Zitat der Woche

joHanna —  9. Mai 2016 — Kommentieren

Dort draußen wandert ein Wind den niemand ahnt –

Harry Martinson, Karl Clemens Kübler (Übers.) – Abend. In.: METAMORPHOSEN – Magazin für Literatur und Kultur, Weitermachen, Neue Folge 13 (April-Juni 2016).

Zitat der Woche

joHanna —  2. Mai 2016 — Kommentieren

Reduktion von Schreibvarianten

Der Rat für deutsche Rechtschreibung hat in seinem Bericht 2010 empfohlen, die folgenden heute ungebräuchlichen Schreibvarianten aus dem amtlichen Wörterverzeichnis zu entfernen:

Butike, Fassette, Kabrio, Katarr, Krem, Kupee, Maffia, Maläse, Mohär, Myrre, Scharm, scharmant, Schikoree, Schose, Sketsch, Sutane, transchieren.

Duden, Die deutsche Rechtschreibung 2010, S. 18

Zitat der Woche

joHanna —  25. April 2016 — Kommentieren

Lieber als über die Frage, ob ich eine Heimat habe (oder nicht), erzähle ich von Farben und Gerüchen, die mir Vertrautheit suggerieren, oder von Begegnungen mit Menschen und Orten, die ein Gefühl der Nähe erzeugen. Diese Orte und Menschen sind über viele Länder verstreut, desgleichen die Farben und Gerüche. Sie sind spezifisch – und doch grenzüberschreitend.

Ilma Rakusa, Gesichter der Grenze – Einige Gedanken und Impressionen. In: Lichtungen, Zeitschrift für Literatur, Kunst und Zeitkritik, 145/ XXXVII. Jg./2016, Graz 2016

Zitat der Woche

Antonia Eisenköck —  18. Januar 2016 — Kommentieren

„Es ist nicht einfach, zu erkennen auf welcher Seite man steht, wenn man am liebsten liegt.“

Georg Leß, Der Glasstall – Actionszene unter Bäumen, Covering Onetti, Verlag Lettrétage 2009.

Zitat der Woche

Antonia Eisenköck —  11. Januar 2016 — Kommentieren

„Keiner hat mir austreiben können, in Wahrheit ein Tier unter Tieren zu sein.“

Laetizia Praiss, 1 Mandel Tarnkappe, bitte, Re-covered, © 2013 Verlag Lettrétage.

Zitat der Woche

Antonia Eisenköck —  4. Januar 2016 — Kommentieren

„Was mir am meisten Probleme bereitete, war meine Feigheit im wirklichen Leben, die sich in der virtuellen Welt in Mut verwandelte, der eigenlich nicht vorhanden war.“

Márcio Renato dos Santos in Das Geheimnis der Glückseligkeit Chuni Kunis, Wir sind bereit, © Verlag Lettrétage 2013.

Zitat der Woche

Antonia Eisenköck —  30. November 2015 — Kommentieren

„Schreiben ist ein Weg mich selbst, meine Umgebung und schließlich die Welt zu begreifen.“

Moa Eriksson Sandberg, Poetologisches Statement, Schriftproben, Verlag Lettrétage 2013.