April 2008


Samstag, 5. April 2008, 19:30 Uhr
Unkostenbeitrag 5 Euro

BEST OF BELLETRISTIK
Johannes Frank liest
Eine Veranstaltung des Verlaghauses J. Frank

Ein Ort, Sechs Termine, 24 AutorInnen: Lesungen gegen den Einheitsbrei. Diesmal trifft der Verleger selbst die Auswahl und liest seine persönlichen Favoriten.



Montag, 7. April 2008, 19:30 Uhr
Unkostenbeitrag 5 Euro

Zwischen Peking und Berlin
Wolfgang Kubin liest aus seinen Übersetzungen und eigenen literarischen Werken

Wolfgang Kubin, 1945 in Celle geboren, ist Professor für Sinologie an der Universität Bonn sowie Übersetzer und Schriftsteller.
Den meisten ist er eher als Wissenschaftler und Übersetzer bekannt, so durch die Veröffentlichungen der Werke Lu Xuns, Bei Daos, Zhang Zaos oder auch Leung Pingkwans. Neben seiner lebenslangen Beschäftigung mit China hat Kubin immer auch schriftstellerisch gearbeitet und schreibt Lyrik, Essays und Erzählungen. Er erhielt für den Gedichtband "Narrentürme" 2003 den Literaturpreis der Lesegesellschaft, mit „Halbzeit einer Liebe“ (2006) veröffentlichte er seinen zweiten Prosaband. Für seine Verdienste als Kulturvermittler wurde ihm 2007 der Staatspreis der VR China überreicht, sowie im gleichen Jahr für sein Übersetzungswerk der Pamir Poetry Preis.
Das Einzigartige an seinen Werken ist die Verflechtung von östlicher und westlicher Perspektive anhand von Thematiken, die das universell Menschliche sprachlich zu begreifen suchen, und besonders die fortwährende Suche nach dem Einen – das erst dort Wirklichkeit wird, wo die Bilder enden. So mag sich in Kubins schriftstellerischem Werk jener Kreis schließen, der einst mit den Bildern Chinas begonnen hat, um dort, wo ihre Macht endet, ferner das Wagnis einzugehen, sich wieder ins Endlose der Sprache zu begeben.
Am 7. April wird Wolfgang Kubin zum ersten Mal in der Lettrétage aus seinen literarischen und übersetzerischen Werken lesen.



Mittwoch, 16. April 2008, 20:00 Uhr
Unkostenbeitrag 5 Euro

Weibsbilder
Ein literarisch-musikalischer Abend von und mit Catrhrin Alisch

Die Musikerin und Erzählerin Cathrin Alisch hat unter dem Motto Weibsbilder einen vielseitigen Abend mit Allerweltsgeschichten mit, über und unter Frauen zwischen Orient und Okzident zusammengestellt. Die studierte Musikwissenschaftlerin, die einen Lehrauftrag an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) inne hat, wird erzählend, Geige spielend und singend durch das Programm führen. Weibsbilder möchte in die Welt der Frauen - hier und anderswo entführen. Cathrin Alisch hat die Inspirationen für die Geschichten, die sie vorträgt, auf ausgedehnten Reisen durch Afrika, Lateinamerika und Süd-Osteuropa gesammelt.



Freitag, 18. April 2008, 19:30 Uhr
Unkostenbeitrag 5 Euro

Tochter der Schlaflosigkeit
Schauspielerlesung: Elisabeth Sutterlüty liest Tagebuchnotizen und Gedichte von Alejandra Pizarnik.

Alejandra Pizarnik, 1936 in Buenos Aires als Tochter russisch-jüdischer Emigranten geboren, schuf ein intensives lyrisches Werk aus spannungsgeladenen Klängen und Bildern, dabei wollte sie immer einen großen Roman schreiben, eine narrative Behausung als Stätte der Zuflucht. Schreiben war ihre Überlebensstrategie. So wurde das Tagebuch zum Spiegel ihres täglichen Kampfes zwischen Exzess und Disziplin, aber vor allem zu ihrem ersten Arbeitsmittel.
Hier notiert sie ihre Bewunderung für Dostojewski, ihre Seelenverwandtschaft zu Artaud, ihre Faszination für die magischen Momente der Filme Bergmans, die „erotische Tristesse“ ihrer Liebesaffären und ihren Zorn auf die Konventionen des literarischen Lebens in Buenos Aires und Paris.
Elisabeth Sutterlüty, geboren und aufgewachsen in Wien, absolvierte ihre Schauspielausbildung am Franz-Schubert-Konservatorium. Engagements am Volkstheater Wien, der Oper Strasbourg und dem Ernst-Deutsch-Theater Hamburg. Seit 2005 ist sie Ensemblemitglied der Shakespeare Company Berlin.



Samstag, 26. April 2008/Sonntag, 27. April 2008, öffentliche Lesung jeweils 20:00 Uhr
Unkostenbeitrag 5 Euro

Dichtes Gerede
Treffen junger AutorInnen zur Poetik, eine Veranstaltung der S³ LiteraturWerke in Zusammenarbeit mit kookbooks und KOOKlabel

Was schreiben wir? Wie schreiben wir? Warum schreiben wir und für wen? In jeder Autorengeneration tauchen Fragen nach Selbstverständnis, Verortung und Positionierung neu auf. In der jungen deutschsprachigen Lyrik werden poetologische Diskussionen intensiv betrieben, in der Prosa finden grundsätzliche Diskurse scheinbar viel seltener statt. Auch zwischen den beiden Gattungen geschieht nur wenig Austausch. Dem offensichtlichen Bedürfnis einer jungen Schriftstellergeneration nach Positionierungen möchte die Konferenz Dichtes Gerede ein Forum bieten. Dabei soll zugleich ein Gespräch zwischen den Gattungen gestiftet werden. Junge AutorInnen, u.a. Luise Boege, Jan Böttcher, Nora Bossong, Thomas Klupp, Martin Lechner, Greta Granderath, Kirsten Fuchs, Ann Cotten, Daniel Falb, Hendrik Jackson, Florian Kessler, Philip Maroldt, Christian Schloyer, Jan Wagner, Kathrin Röggla, Andrea Winkler und Ron Winkler diskutieren zwei Tage lang in der Lettrétage, abseits von den Ohren des ‚Betriebs’ und der Öffentlichkeit, ausgehend von ihren aktuellen, konkreten Ansätzen und Problemen des Schreibens poetologische Fragestellungen.Auch das Literaturpublikum kommt nicht zu kurz: An beiden Konferenzabenden findet jeweils eine öffentliche Veranstaltung statt, moderiert vom Lyriker und Herausgeber Tom Bresemann und der Lyrikerin und Verlegerin Daniela Seel, bei denen die AutorInnen ihre Schreibansätze und Positionen vorstellen und aus ihren Texten lesen.
Gefördert wird die Veranstaltung durch die Kulturverwaltung des Berliner Senats.



Dienstag, 29. April 2008, 19:30 Uhr
Unkostenbeitrag 5 Euro

Matthew Sweeney: Rosa Milch
Es lesen zusammen und sprechen miteinander Matthew Sweeney (London/Berlin) und Jan Wagner (Berlin)

In dem Gedichtband Rosa Milch pflegt der irische Weltbürger Sweeney sein Faible für das Groteske und den schwarzen Humor. Dies kongenial ins Deutsche gebracht zu haben ist das Verdienst von Jan Wagner: Rosa Milch (Berlin Verlag, 2008), herausgegeben und übersetzt von Wagner, ist eine zweisprachige Auswahl der Gedichte Matthew Sweeneys und sein erster Band in deutscher Sprache.
Matthew Sweeney, geboren 1952 in Donegal/Irland, veröffentlichte seit den frühen 80er Jahren zahlreiche Gedichtbände, zuletzt Black Moon (2007) und Sanctuary (2004). Darüber hinaus schrieb er Kinderbücher, u.a. den Roman Fuchs (2002; dt. 2003), sowie Gedichtsammlungen für Kinder. Matthew Sweeney war 2005/2006 Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD; heute lebt er in London und Berlin.
Jan Wagner wurde 1971 in Hamburg geboren und lebt, nach einem längeren Aufenthalt in Dublin, seit 1995 in Berlin. Seine Themen findet der Lyriker oft wie beiläufig auf Reisen, sei es nach Italien, Coney Island, Litauen oder Neukölln. Wagner ist Übersetzer englischsprachiger Lyrik und Herausgeber der internationalen Lyrikanthologie Die Außenseite des Elements.





Alle Lettrétage-Veranstaltungen sind nicht-öffentliche Abende für Vereinsmitglieder und Freunde.