Mai 2008


Samstag, 3. Mai 2008, 19:30 Uhr
Unkostenbeitrag 5 Euro

Lesungsreihe der Zeitschrift Belletristik
Verlaghaus J. Frank

Ein Ort, Sechs Termine, 24 AutorInnen: Lesungen gegen den Einheitsbrei.



Mittwoch, 7. Mai 2008, 19:30 Uhr
Unkostenbeitrag 5 Euro

REALITY LIVE, live
Eine Blog-Lesung der S³ LiteraturWerke, des TIP Stadtmagazins und der Lettrétage mit Mademoiselle, Skt. Remondis, Magda Meier, Lilly Jäckl, Tom Bresemann und Philip Maroldt


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Verfasst von: strongcrusader | 19.02.08 03:08

Aber auch hier versteckt sich die Poesie, die kleine Schlampe:

Hell
Ich taumelte an deiner Seite, während ich in Netzen trieb.
Das Gespinnst deiner Sitten beginnt mich zu interessieren!
[Urlaub//komm.winterlicher Wirt.zeig deine Organe.]
Hitze, Büro, Porno.
Es wäre begehrenswert wieder und wieder zu kommen! [Urlaub]

Dein starker Kreuzfahrer

Oder so.

Verfasst von Mademoiselle am 21.02.08 um 10:42

www.reality-live.de



Mittwoch, 21. Mai 2008, 19:30 Uhr
Unkostenbeitrag 5 Euro

Bis zum späten Morgen
Krimilesung mit Musik

Andrea Heuer liest aus dem Kurzgeschichtenband des mehrfach mit dem Deutschen Krimi Preis ausgezeichneten Autors D.B. Blettenberg.
Die Schauspielerin liest nicht alltägliche Geschichten aus aller Welt. Was kostet es, in Thailand einen Mönch zu töten? Wie rettet man einen ecuadorianischen Politiker vor dem Attentat? Und wie rechnet der Sohn einer deutschen Regielegende mit den weiblichen Stars seines Vaters ab?
Mörderische Motive, geboren aus Buße, Lust und Überzeugung, die der Jazz-Musiker Milo Herrmann mit seinem Saxophon musikalisch untermalt und verbindet.

www.literarisch-musikalische-soiree.de

Samstag, 24. Mai 2008, 19:30 Uhr
Unkostenbeitrag 5 Euro

Ferne Quartiere
Buchpremiere mit Timo Berger, vorgestellt von Björn Kuhligk

»Timo Bergers Gedichte sind lyrische Fotostrecken von den Traurigen Tropen der Jetztzeit zwischen Buenos Aires und Restgebieten der Welt. Ich verstehe sie als poetischen Versuch, die Gegenwart als eine räuberische, globale 24-Stunden-Versandapotheke aufzuzeigen, in der Geschichte nur mehr als Daten- und Kontenbewegung vorkommt, gäbe es nicht eine Freizone für Menschen mit wirklichen Augenbrauen, tatsächlichen Händen und Mündern, die den Wunsch (be)greifen, aus dem Patt der Verhältnisse aufzubrechen.«
Tom Schulz

»Ferne Quartiere« ist eine Gedichtsammlung mit spannungsgeladener Atmosphäre. Timo Berger ist Flaneur in Rio und Buenos Aires. Hier findet Berger den idealen Schauplatz für seine Gedichte - hier im geordneten Chaos treten die Gesetzmäßigkeiten der Dinge und Menschen viel deutlicher zutage. Hier entblößen sie ihre ursprünglichen Wahrheiten. Schlaglichtartig wird das Aufeinandertreffen von Gegensätzen beleuchtet: schwarz/weiß, arm/reich, tierisch/menschlich. Da gibt es die Poesie der Reichen und die Poesie der Armen. Gewalt ist dabei den Spannungspolen immanent.
In lakonisch stilvoller Sprache fängt Berger seine Betrachtungen ein und hängt diese an Assoziationsketten, die den eigenen Standpunkt mit reflektieren: weiß, reich, menschlich. Texte voll explosiver Schönheit.

Timo Berger, geboren 1974 in Stuttgart, lebt nach Aufenthalten in Buenos Aires und Barcelona seit 1999 als Autor und Übersetzer in Berlin. Er ist Mitgründer der Lesebühne »visch & ferse« und war Mitorganisator des Internationalen Festivals aktueller Poesie, »Salida al Mar«, in Buenos Aires. Er veröffentlichte Erzählungen und Lyrik in Zeitschriften (u.a. ndl, lauter niemand). Bisher erschienen u.a.: »Sex and Sound« (2004), »Erinnerungen an die Regionalliga« (2005), »Kafka und ich« (2006) und zuletzt »Neu Chicago« (2007). Er erhielt Preise und Förderungen, u.a. 2006 das Literaturstipendium der deutsch-polnischen Stiftung (Villa Decius, Krakau).



Sonntag, 25. Mai 2008, 19 Uhr

Sternenbilder // Mathematische Gesichter des Universums
Vernissage mit Werken von Artur de Fries und Helmuth Grötzebauch

Weitere Öffnungszeiten: 29.5. bis 28.6.2008, Donnerstag/Freitag, 18-20 Uhr sowie Samstag/Sonntag, 16-19 Uhr
Am Freitag, den 27.6.2008 bleibt die Ausstellung geschlossen.


Helmuth Grötzebauchs Graphiken zur Kosmologie veranschaulichen physikalische Theorien und verbinden sie mit neuen physikalischen Ansätzen. Formeln, Diagramme und "Detail-Simulationen" von Objekten stellen mathematisch-physikalische Sachverhalte dar, die von der abstrakten Vorstellungskraft allein nur sehr schwer fassbar sind – Unsichtbares wird sichtbar gemacht. Insbesondere da, wo die exakte Physik an die Grenzen des Spekulativen stößt, tritt ein schöpferisches Element hinzu, gewinnen die Arbeiten durch die konkrete Darstellung in Farbe und Form einen gestalterischen Eigenwert. Aus der exakten Abbildung wird eine Ästhetik des Exakten, die, ähnlich wie in der Physik, nicht selten an das Paradoxe grenzt.

Artur de Fries stellt in seinen Gouache-Kompositionen eher das Ungeordnete, das chaotische und ganz unmittelbar sinnliche Element des Universums in den Vordergrund. Er war als physikalischer Laie bereits von Schwarz-weiß-Aufnahmen von Galaxien, Nebeln und schwarzen Löchern, den Wundern des Weltalls fasziniert. Durch die Hubble-Bilder kam eine neue Dimension hinzu. "Ich sah abstrakte Kompositionen in beeindruckenden Farben. Ich glaube, keiner kann sich der faszinierenden Wirkung dieser Bilder entziehen, die es erstmals ermöglichen, tief ins Universum zu blicken."

Weitere Informationen/Pressekontakt: 3dim@quantentunnel.de



Mittwoch, 28. Mai 2008, 19:30 Uhr
Unkostenbeitrag 5 Euro

Pedro Lemebel: Träume aus Plüsch
Schauspielerlesung mit Denis Abrahams, Gesprächsgast: Matthias Strobel
Eine Veranstaltung der Lateinamerika-Reihe, Konzeption: Katharina Deloglu

Der dritte Teil der Lateinamerika-Reihe in der Lettrétage führt in das Chile der Pinochet-Diktatur. Denis Abrahams liest aus Pedro Lemebels erstem Roman Träume aus Plüsch. Für das anschließende Gespräch ist mit dem Übersetzer des Werkes Matthias Strobel wieder ein prominenter Mitwirkender des Literaturbetriebs eingeladen.

Töpfeschlagende Proteste und Tränengas begleiten wie jedes Jahr den September in Santiago de Chile zu Zeiten der Diktatur. Die "Tunte von der Front", den schwulen Paradiesvogel, interessiert das wenig, solange aus dem Radio süße Boleros erklingen und Carlos, der liebenswürdige Student mit dem glänzenden Lilienmund, der ständig schwere Kisten in ihrem Haus ablädt, ihre Träume anheizt. Als sich die Treffen der jungen Studenten auf ihrem Dachboden häufen und Carlos immer wieder tagelang verschwunden bleibt, wird sie unweigerlich hineingezogen in die Pläne einer politischen Bewegung, die das Land aus der Tyrannei befreien will.

Pedro Lemebel, 1955 in Chile geboren, zählt in seinem Land, nicht nur wegen seiner offen gelebten Homosexualität, zu den schillerndsten Figuren der Kulturszene. 1987, noch zu Zeiten der Pinochet-Diktatur, gründete er die Performancegruppe "Stuten der Apokalypse". Er ist Mitautor des Satiremagazins "The Clinic". "Träume aus Plüsch" ist nach drei Chronikbänden sein erster Roman.

Matthias Strobel, geb. 1967, studierte in Tübingen und Hamburg Geschichte, Neuere deutsche Literatur und Spanisch. Er hat sich mit zahlreichen literarischen Übersetzungen sehr bekannter, aber auch jüngerer spanischer und lateinamerikanischer Autoren wie Alfredo Bryce Echenique, Cesar Aira, Marcos Giralt Torrente, Angela Vallvey, Ignacio Garcia-Valino, Benjamin Prado und vielen anderen einen Namen gemacht. 2000 Stipendiat der Berliner Übersetzerwerkstatt des LCB.

Denis Abrahams, aufgewachsen in Wiesbaden, studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. Bereits während des Studiums erhielt er erste Rollen an den Staatstheatern in Mainz und Wiesbaden, wo er auch sein erstes Festengagement hatte. Er nahm an einem Projekt des italienischen Regisseurs Cesare Lievi in Brescia teil und gastierte am Theater „Die Rampe“ in Stuttgart. 2001 übernahm er eine Rolle in Christof Nels „Madame Butterfly“ an der Oper Frankfurt. Von 2002 bis 2005 war Denis Abrahams festes Ensemblemitglied am Theater der Stadt Koblenz. Dort rief er u.a. die Lesereihe Spätlese ins Leben. Seit 2005 lebt Denis Abrahams als freier Schauspieler und Rezitator in Berlin.




Alle Lettrétage-Veranstaltungen sind nicht-öffentliche Abende für Vereinsmitglieder und Freunde.