September 2017 / Oktober 2017 / November 2017 / Dezember 2017 / Projekte


November 2017



Freitag, 03.11.2017, 20 Uhr, Eintritt frei
MSQ–>AMS–>PAR–>TXL
Performance zur Eröffnung der internationalen CON_TEXT-Konferenz

Von und mit:
Barbara Philipp (Österreich/Niederlande)
Andrea Inglese (Italien/Frankreich)
Aleksei Shinkarenko (Weißrussland)


Die österreichische Künstlerin Barbara Philip wird gemeinsam mit dem italienischen Autor Andrea Inglese und dem weißrussischen Fotografen Aleksei Shinkarenko einen Tag lang auf unterschiedliche Art in Berlin Material sammeln. Nach einer gemeinsamen Auswertung des gesammelten Materials (Bilder, Tonaufnahmen, Zeichnungen, Notizen, gefundene Objekte) wird die Sammlung unter dem Namen „MSQ–>AMS–>PAR–>TXL“ mittels verschiedener Anordnungen in einer abendlichen Performance präsentiert. Die einzelnen Versatzstücke werden in neue Konstellationen zusammengefügt und jede dieser Konstellationen kann als eine mögliche Erzählung gesehen werden. Werden Sie einen Abend lang zu ArchäologInnen der Gegenwart!


Das Projekt CON_TEXT wird von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa gefördert.





Die Eröffnungsperformance wird vom Österreichischen Kulturforum Berlin unterstützt.











Montag, 06. November 2017, 19:00 Uhr
Freie Räume
Publikationen aus dem aktuellen Verlagsprogramm

Die Wiener Literatur-Edition FZA aus Wien ist zum wiederholten Mal in der Lettrétage zu Gast und stellt Publikationen aus dem aktuellen Verlagsprogramm vor. Mit Texten von Mareen Bruns, Katja Schraml und Orla Wolf sorgen gleich drei Berliner Autorinnen für ein Heimspiel. Sebastian Hage-Packhäuser aus Paderborn bereichert das vielfältige Programm mit lyrischen Kontrasten. Mareen Bruns ist Hautpreisträgerin des Wiener Werkstattpreises 2017 und erhält den Preis gleich in Berlin verliehen. Orla Wolf stellt ihren neuen Lyrikband "Temporäre Zone" vor. Katja Schraml und Sebastian Hage-Packhäuser lesen eigene Texte aus "Freie Räume", der brandneuen Anthologie zum Wiener Werkstattpreis 2017. Peter Schaden, Verleger und Herausgeber der Edition FZA, präsentiert die neue Kulturzeitschrift "FLUCH'T'RAUM".

Mareen Bruns Geboren 1989 in Bremen, absolvierte einen M.A. in Deutsche Gegenwartsliteratur an der Universität Göteborg; Lyrikerin und Übersetzerin für schwedische Literatur, 2015 war sie Stipendiatin der Bayrischen Akademie des Schreibens für das Lyrikseminar 2014 Stipendiatin des Bayrischen Kunstsommers für die Meisterklasse Lyrik, sie lebt in Berlin, Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften.









Sebastian Hage-Packhäuser ( : Jahrgang 1981 – ) / ( : nach der Geburt – / : langwieriger Spracherwerb – / ( : dann Studium der Mathematik – / ( : im Anschluss – / : Promotion – )) / : naturgemäße Alterung – / ( : bei täglichem Gebrauch von Sprache – ) / : & trotz Textarbeit auf engem Raum – / ( : Lyrik – ) / : erste Anzeichen von Zersetzung – / ( : Auflösung inbegriffen – / ( : work in progress – Als Einzelveröffentlichungen sind seine Gedichte bereits in diversen Literaturzeitschriften und Anthologien erschienen. Verschiedene Auszeichnungen und Literaturpreise dokumentieren die sprachlichen Entwicklungen der vergangenen Jahre.


Katja Schraml Geboren 1977 in Bayern, Studium der Neueren deutschen Literatur, Sprachwissenschaft und Soziologie in Würzburg, lebt in Berlin. 2015 erschien ihr Debütroman „Josef der Schnitzer Stumpf“ im KUUUK-Verlag. Gewinnerin beim BR Hörspielmanuskript- und Ideen-Wettbewerb Public Workshop 2016. Veröffentlichungen in Anthologien und Zeitschriften (u.a. Wiener Werkstattpreis 2016, Karussell, keine!delikatessen, Am Erker, mosaik).








Orla Wolf Geboren 1971 in Düsseldorf, lebt als Autorin, Filmemacherin und Künstlerin in Berlin. Werke (Auswahl): Unter Insekten, Kurzprosa, Edition Hammer + Veilchen, Hamburg, 2016. Schwebende Architekturen, Gedichte & Fotografien, edition fza, Wien, 2015. Last Statement, Kurzfilm (30 min), Deutschland | USA | Kanada, 2013. Protokoll eines Nachtfalters, Gedichte, fixpoetry, Hamburg, 2010. Transit, Kurzfilm (20 min), Deutschland, 2008. entkernt, Theaterstück, UA: Theater unterm Dach, Berlin, 2008. Todesarten, Kurzfilm (13 min), Deutschland, 2007.











Dienstag, 07. November 2017, 20:00 Uhr (Eintritt 5,- / erm. 4,-)
Versehentliche Asymmetrien
Lesung und Gespräch der Berliner Autor*innen Esther Becker, Sebastian Janata, Mariola Grzyb und Magdalene Schrefel. Moderation: Dr. Tomasz Stompor

Esther Becker liest aus ihrem entstehenden Körperroman Frauen und Behinderte (Arbeitstitel). Der Körper der Icherzählerin macht, was er will – nicht was er soll: Die Augen sehen nicht gut und stehen zu eng für eine Filmkarriere, die bikiniunfähige Brust vereitelt das Schwimmabzeichen, die Pubertät lässt den schlanken Kinderkörper zu einem unverschämt fetten, faulen, ungewaschenen Ding werden. Der Körper wird im wörtlichen Sinn zu einer Angriffsfläche, die es zu optimieren bzw. minimieren gilt. Sebastian Janata liest aus seinem entstehenden Roman die ambassadorin (Arbeitstitel), der in Berlin und Wien spielt, auf Beerdigungen und Familienessen, in Kneipen und der Änderungsschneiderei von Tessa. Mariola Grzyb liest Gedichte aus ihrem entstehenden Lyrikband Versehentliche Asymmetrien (Arbeitstitel). Haltungen, Räume und Lücken werden erkundet und ausgebreitet, erleben Ortswechsel. Das Gedicht, ein gelenkiges Gebilde, das auch im Außen bewegt werden will. Bold, Never Regular ist der Titel der szenischen Erzählung von Magdalene Schrefel, nach der Tätowierung auf dem Arm einer Kollegin der Sicherheitsfachkraft, die im Zentrum der Erzählung steht. Im Interview mit einer Radioreporterin rekonstruiert sie die Ereignisse des Tages, an dem sie eben so gehandelt hat: mutig und nicht einfach nur regelgerecht.

Esther Becker ist Dramatikerin, Erzählerin und Performerin. Sie absolvierte den Masterstudiengang Scenic Arts Practice an der Hochschule der Künste Bern und studierte Literarisches Schreiben am Schweizerischen Literaturinstitut Biel und am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Ihre Theatertexte werden vom Verlag Felix Bloch Erben vertreten.













© Francoise Caraco

Sebastian Janata arbeitet als Musiker und Autor in Berlin. Seit 2006 ist er Mitglied bei der Gruppe "Ja, Panik." Nach fünf erfolgreichen Studioalben (Coverstorys u.a. im Musikexpress, Spex, Falter) veröffentlichte die Gruppe 2016 das im Kollektiv geschriebene Buch FUTUR II, welches sich auf unkonventionelle Weise mit der eigenen Bandhistorie auseinandersetzt.










© Alina Strmljan
Mariola Grzyb wurde in Zbrosławice geboren und lebt nach Stationen in Minden und Bielefeld seit 2008 in Berlin. Nach langjähriger Tätigkeit als Lehrerin, Tänzerin und Choreographin arbeitet sie seit einigen Jahren als Autorin und Musikerin.













© Charlie Jouvet
Magdalena Schrefel ist geboren und aufgewachsen in Wien. Nach längeren Arbeitsaufenthalten in Vukovar und Göteborg studierte sie Europäische Ethnologie/Volkskunde an der Universität Wien sowie am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Sie schreibt Prosa und szenische Texte und lebt in Berlin.














© Sarah Horvath



Mittwoch, 08. November 2017, 20:00 Uhr (Eintritt 6,-)
Elshan Ghasimi
Konzert / Improvisation

In der klassischen Musik des Irans ist die Tar eines der wichtigsten Instrumente, das sowohl solistisch als auch im Ensemble Einsatz findet. Der Tar als Soloinstrument ihren typisch metallischen, leicht vibrierenden und zwischentonreichen Klang zu entlocken, versteht Elshan Ghasimi meisterlich. Ihr Konzert gestaltet sie mit Improvisationen über eine klassische persische Tonleiter.

Elshan Ghasimi, 1981 im Iran geboren, ist Musikerin, Komponistin und Musiklehrerin. Sie hat in Teheran (Iran) und Baku (Aserbaidschan) studiert und verschiedene Meisterkurse absolviert. Von 1998 bis 2006 war sie Mitglied des Iran’s National Orchestra, das ausschließlich Werke für traditionelle persische Saiten- und Holzblasinstrumente aufführte. Ghasimi lebt und arbeitet in Teheran und Berlin.







Donnerstag und Freitag, 09. und 10. November 2017, jeweils 20:00 Uhr (Eintritt 12,-/erm. 8,-)
Girolamini - Der Fall der Bücher. Ein Kunstkrimi
Theaterstück unter der Regie von Simon Köslich

Eine ausgeraubte Bibliothek in Neapel, eine Buchfälschung in New York, ein Jahrhundertfund in Berlin. Die Begebenheiten rund um einen korrupten Bibliotheksdirektor sind Stoff für einen wahren Krimi. Wie wird man Direktor einer der bedeutendsten Bibliotheken Südeuropas? Wie stiehlt man tausende Bücher, ohne dass es jemand mitbekommt? Wie fälscht man Bücher aus dem 17. Jahrhundert? Wie haut man die weltbesten Kunsthistoriker übers Ohr? Die Faszination eines italienischen Privatgelehrten für Galileo Galilei mündet in einer ungeheuren kriminellen Energie, einem Kosmos des Betrugs und der Täuschung, an dem zuletzt auch ein Berliner Kunsthistoriker zu zerbrechen droht. Das Recherchetheaterprojekt taucht anhand von Originalmaterial in die Welt der alten Bücher ein und untersucht die Verflechtungen von Wissenschaft, Leidenschaft, Markt und Kriminalität.

Simon Köslich wurde 1982 in Konstanz geboren. Nach dem Zivildienst in Neapel studierte er Italienisch und Filmwissenschaft an der FU Berlin und arbeitete als Stadtführer. Ab 2006 absolvierte er sein Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater Rostock. Von 2010 bis 2014 war er am Staatstheater Darmstadt als Schauspieler engagiert und realisierte dort erste eigene Projekte. Seit 2016 arbeitet Simon Köslich als freier Schauspieler und Regisseur.










Samstag, 11. November 2017, 11:00 Uhr (Für Mitglieder des Freien Deutschen Autorenverbands kostenlos, alle anderen werden um eine kleine Spende gebeten)
Textremisten
Textwerkstatt mit Jordan T.A. Wegberg

Die Textremisten treffen sich einmal monatlich in der Lettrétage, um reihum eigene Texte vorzustellen, die dann von den Teilnehmern ausgiebig besprochen werden. Die maximale Lesezeit beträgt 10 Minuten. Es können alle Prosaformen wie Kurzgeschichten, Romankapitel oder Essays präsentiert werden. Wir geben einander Tipps, Ratschläge, Anregungen, Feedback und Motivation.

Natürlich ist sowohl das Besprechen der Texte als auch die Teilnahme an den öffentlichen Lesungen freiwillig – wer möchte, kann auch nur zum Zuhören zu den
Textremisten kommen!


Montag, 13.11.2017, 19 Uhr (Eintritt 5,-/erm. 4,-)
Literazah
Extremperformance

Aus gesundheitlichen Gründen wurde die Veranstaltung ins Jahr 2018 verschoben. Wir bitten um Verständnis. Sobald ein neuer Termin feststeht, werden wir Sie informieren.

Literazah ist eine dreistündige Extremperformance, bei der die beiden Performer Raphaela Edelbauer und Jan Braun durchgehend Gewichte heben, während ein Text über Körperkult, Fitnesswahn und Rausch, der nur für diesen Anlass geschrieben wurde, rezitiert wird. Dabei erfolgt eine intensive Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Konzepten von Leibesformung, Bodybuilding aber auch mit dem Trend zur Selbstzerstörung. Auch das Publikum wird an seine Grenzen geführt: Immer aufdringlichere Körperrhythmen, Leidensszenen und Wortorgien führen auch die Rezipienten zu einer quasi-sportlichen Erfahrung.
https://www.youtube.com/watch?v=9x-rhv78Vhk

Raphaela Edelbauer wurde 1990 in Wien geboren und studierte nach der Matura 2008 Sprachkunst an der Universität für Angewandte Kunst unter Robert Schindel. Abschluss 2012 mit dem Hörspiel Die drei Affen. Seit 2012 Studium der Philosophie an der Universität Wien; z.Z. als studentische Mitarbeiterin am Philosophischen Institut tätig. Arbeitsstipendium des BKA 2015 für Entdecker, das im Februar 2017 im Klever-Verlag erschienen ist. 2017 Finalistin des Berliner Hörspielfestivals. Ebenfalls seit 2017 Stipendiatin des Deutschen Literaturfonds für ihren gerade in Arbeit befindlichen Roman "Das flüssige Land".










Dienstag, 14. November 2017, 20:00 Uhr (Eintritt 5,- / erm. 4,-)
Premiere "Der raue Gesang"
Cornelia Becker stellt ihren neuen Roman vor

Was verbindet den jungen Berliner Koch Philipp mit dem Lebenswerk des Bildhauers Eduardo Chillidas? Wieso reist er kreuz und quer durch Spanien, um die Skulpturen des baskischen Künstlers zu besuchen? Was hofft er bei ihnen zu finden? Wie kommt ein zwölfjähriger Junge dazu, sich zu fragen, woher die Wellen kommen und ob man den Wind kämmen kann? Und was ist ein Gudari? Dies sind nur einige der Fragen, auf die der Roman „Der raue Gesang“, Antworten gibt. Das Buch versucht herauszufinden, wie Kunst in schwierigen Zeiten zum Navigator werden kann, durch unbekannte und unheilvolle Transitstrecken. www.corneliabecker.jimdo.com

„Fremd. Seit sie im Hafen eingelaufen waren, klang alles fremd. Noch hatte er das Brummen der Schiffsmotoren in den Ohren, und schon wurde es vom Lärm der Insel übertönt. Das Geschrei der Möwen, die Brandung, der Wind und die Stimmen der Menschen. Diese Klänge waren laut und grell wie das Licht draußen vor seinem Fenster. Und jeden Morgen, mit den ersten Sonnenstrahlen brach der Tumult wieder los; zuerst öffnete die Nachbarin gegenüber mit einem lauten Knall ihre Fensterläden, hustete ausgiebig, und schon fielen die Laute von Menschen und Tieren, Dingen und Maschinen ein. Der Silbo – eine Reihung von durchdringenden, mehrsilbigen Pfeiftönen – klang vom Hafen herüber: Fra-ge. Ant-wort. Es war ein brodelndes, wildes Durcheinander aus Tönen und Geräuschen; sie kletterten rechts den Hügel hinauf, mischten sich mit dem frühen Krähen der Hähne, krochen wieder herunter, näher zu Philipp heran - die knarrende Stimme von Fuscano, seinem Nachbarn links hinter der Mauer, übertönte für einen Moment alles - und dann waren sie bis spät in die Nacht hinein überall. Sie füllten die Luft im Tal. Lachten und polterten, flüsterten und weinten, wie die Klageweiber aus dem Chor in der griechischen Tragödie, von denen ihm sein Vater erzählt hatte. Nur in den heißen Mittagsstunden, während der Siesta, zogen sie sich zurück und summten leise hinter verschlossenen Türen, wie in einem Bienenstock.“

Cornelia Becker schrieb bisher Erzählungen und Hörstücke, die in Literaturzeitschriften und im Rundfunk publiziert wurden. 2009 wurde mit dem Hörbuch MagentaRot eine Sammlung von Erzählungen herausgegeben, schon zwei Jahre später erschien der Erzählungsband Eintritt frei. Im August 2014 publizierte sie den Roman Die Unsterblichkeit der Signora Vero im LangenMüller Verlag. Im März 2017 wurde die Erzählung Die Kinder meines Vaters im Bübül Verlag Berlin veröffentlicht. Im Sommer dieses Jahres hat der Contra-Bass-Verlag den Roman Der raue Gesang herausgegeben. Für ihre Arbeiten erhielt sie Auszeichnungen und Stipendien.








Donnerstag, 16. November 2017, 20:00 Uhr (Eintritt 5,-/erm. 4,-)
Breaking Ground: Aktuelle britische Literatur
Interdisziplinäre Lese-Performances (e/dt) mit Francesca Beard, Rishi Dastidar, Caleb Femi und Xiaolu Guo. Deutsche Lesung mit Denis Abrahams (Schauspieler).

Der Literaturveranstalter Speaking Volumes aus London ist in Großbritannien für seine ungewöhnlichen Projekte zur Vermittlung zeitgenössischer Literatur bekannt und wurde dafür mehrfach mit öffentlicher Förderung ausgezeichnet. Das aktuelle Projekt BREAKING GROUND versammelt 200 britische Autor*innen of colour, die die multikulturelle Vielfalt der zeitgenössischen britischen Literatur in verschiedenen Genres, Schreibweisen und Präsentationsformaten greifbar machen. Vier von ihnen – alle mehrfach ausgezeichnete Autor*innen – reisen für eine einmalige Performance nach Deutschland: Die in Malaysia gebürtige Francesca Beard, bekannt als „Queen of British performance poetry”, der preisgekrönte Lyriker Rishi Dastidar, der Dichter und Filmemacher Caleb Femi und die Romanautorin, Wissenschaftlerin und Filmemacherin Xiaolu Guo werden ihre Texte in einer interdisziplinären Performance in der Lettrétage zu Gehör bringen – in lebendiger Interaktion mit Film, Fotografie, Neuen Technologien und Musik. Die Texte werden erstmals auch in deutscher Übersetzung zu hören und zu lesen sein.

Mehr lesen:

Im Gespräch: Sharmilla Beezmohun von Speaking Volumes (London)

Xiaolu Guo: Everybody dreams of a borderless world

Breaking Ground brochure

Die Veranstaltung in der Lettrétage findet in Kooperation mit Speaking Volumes Live Literatur Productions (Konzept und Umsetzung), SAND - Berlin's English Literary Journal und Fiction Canteen - a reading series for works-in-progress statt. Die Breaking Ground Tour wird gefördert vom Arts Council England.








Francesca Beard wurde in Malaysia geboren und lebt in London. Die London Metro nannte Beard einmal die “Queen of British performance poetry” [Königin der britischen Performance-Poesie]. Sie tritt in ganz Großbritannien auf und gibt Workshops, darüber hinaus repräsentiert sie die britische Live-Literatur in Kooperation mit dem British Council in aller Welt. Sie war ‚Poet in Residence‘ in Einrichtungen, wie: The Barbican, BBC White City, Tower of London, Hampton Court Palace, Kingston Library, Natural History Museum und The Metropolitan Police und hat geschrieben für das Royal Court Theatre, das Young Vic Theatre und für die BBC-Radiosender 3 und 4. Ihre erste Solo-Show, Chinese Whispers [Stille Post], produziert von Apples und Snakes, war bahnbrechend in ihrem Ansatz der Performance-Poesie als einer übergreifenden Kunstform. Zurzeit arbeitet sie an einer neuen Ein-Frau-Show mit dem Namen How to Survive a Post-Truth Apocalypse [Wie man eine post-faktische Apokalypse überleben kann].
www.francescabeard.com
Twitter @FrancescaBeard


Rishi Dastidars Dichtung wurde u.a. in der Financial Times abgedruckt und in der Tate Modern aufgeführt. Seine Werke sind Teil der Anthologien Adventures in Form [Formabenteuer] (Verlag: Penned in the Margins) und Ten: The New Wave [Zehn: Die neue Welle] (Verlag: Bloodaxe). Sein Lyrik-Debüt Ticker-tape [Lochstreifen] wurde 2017 im Verlag Nine Arches Press veröffentlicht. Im Jahr 2016 wurde er von der BBC beauftragt, ein Gedicht für den nationalen ‚Tag der Dichtung‘ zu schreiben und zu verlesen. Er war Zweitplatzierter beim Internationalen Dichter-Wettbewerb 2011 in Cardiff und des Internationalen Poesie-Preises ‚Troubadour‘ 2014; 2016 stand er auf der Long-List des britischen Lyrik-Wettbewerbs. Er ist Fellow von ‚The Complete Works‘, einer freien Schule in London, beratender Herausgeber der Zeitschrift The Rialto und Mitglied des Malika’s Poetry Kitchen Collective. Er ist Vorsitzender der Literaturorganisation ‚Spread the Word‘ und unterrichtet an der Poetry School in London.
Twitter @BetaRish




Caleb Femi ist der ‚Young People’s Laureate of London‘-Preisträger von 2016-17 und außerdem Englischlehrer, Filmemacher und Workshopleiter an Schulen. Femi hat bereits Auftragsdichtung für die Tate Modern, die Royal Society for Literature und den Guardian geschrieben. Er hat an vielen Londoner Veranstaltungsorten gelesen; ist als Opener für Lianne La Havas und auf verschiedenen Festivals, wie z.B. beim Latitude, Ed Fringe, Boomtown, Lovebox und Greenbelt Festival aufgetreten. Femi hat den Roundhouse Poetry Slam und den Genesis Poetry Slam gewonnen und arbeitet derzeit an einem Debüt-Pamphlet. Als Filmemacher hat er bisher die beiden Dokumentarfilme What Did Love Taste Like In The 70s? [Wie hat Liebe in den 70ern geschmeckt?] und Heartbreak & Grime [Herzschmerz & Grime] veröffentlicht, die international Anerkennung fanden und aus denen Vorträge und Diskussionspanels zu Themen wie Grime-Musik, Straßenkultur und Männlichkeit hervorgingen.
www.calebfemi.com
Twitter @CalebFemi5



Xiaolu Guo ist Autorin, Wissenschaftlerin und Filmemacherin. Zu ihren bedeutendsten Veröffentlichungen zählen die Romane A Concise Chinese-English Dictionary for Lovers [Kleines Wörterbuch für Liebende, Knaus-Verlag] (nominiert für den Orange Prize for Fiction) and Village of Stone [Stadt der Steine, Knaus-Verlag] sowie die Kurzgeschichtensammlung Lovers in the Age of Indifference [Liebende in Zeiten des Mittelmaß]. Ihr aktueller Roman I Am China [Ich bin China, Knaus-Verlag] war auf der Long-List für den Bailey’s Women’s Prize for Fiction. Zu Guos Spielfilmen gehören u.a. How is Your Fish Today [Wie geht es deinem Fisch heute?] (aufgeführt beim Sundance-Festival), UFO in her Eyes [Ein UFO, dachte sie] (aufgeführt beim Toronto International Film Festival), Once Upon a Time Proletarian [Es war einmal ein Proletarier] (aufgeführt bei den Internationalen Filmfestspielen in Venedig) und She, a Chinese [Sie, eine Chinesin], der 2009 den Goldenen Leopard beim Filmfestival in Locarno gewann. Ihre Memoiren Once Upon a Time in the East [Es war einmal im Fernen Osten] sind erst kürzlich erschienen (verlegt bei Penguin Random House, 2017). Das britische Literaturmagazin Granta ernannte Guo 2013 zu einer der besten jungen britischen Schriftsteller. Guo lebt in Berlin und London.
www.guoxiaolu.com
Twitter @XiaoluGuo


English:

Thursday, 16 November 2017, 8 p.m. (Entrance fee 5,-/reduced 4,-)
Breaking Ground: British Writing Across Borders
21st century readings with Francesca Beard, Rishi Dastidar, Caleb Femi and Xiaolu Guo

From the page to the screen, from words to music, from static books to active movement … a group of innovative and diverse British writers re-imagine readings for the 21st century in a special one-off show. Taking their own writing as a starting point, their performances utilise film, photography, technology, music and audioscapes to create thought-provoking multi-dimensional experiences. Join pioneering performance poet Francesca Beard, the 2016-17 Young Peoples Laureate of London Caleb Femi, award-winning poet Rishi Dastidar and bestselling author Xiaolu Guo as they come together for one night only to take literature to a whole new level. Read more about the concept behing the project in an interview by Julia Shimura with Scharmilla Beezmohun: http://crowd-literature.eu/sharmilla-beezmohun-speaking-volumes/

This Lettrétage event is in partnership with the Speaking Volumes Live Literatur Productions, SAND - Berlin's English Literary Journal and Fiction Canteen - a reading series for works-in-progress. Breaking Ground tour sponsored by Arts Council England. This Lettrétage event is in partnership with the Speaking Volumes Live Literature Productions’ Breaking Ground tour sponsored by Arts Council England.


Francesca Beard is a London-based, Malaysian-born writer who has been called ‘The Queen of British performance poetry’ by London Metro. She performs and workshops across the UK and represents the best of British live literature around the world with the British Council. She’s been poet in residence at The Barbican, the BBC White City, The Tower of London, Hampton Court Palace, Kingston Library, the Natural History Museum and The Metropolitan Police and written for The Royal Court, The Young Vic and BBC Radios 3 and 4. Her first solo show, Chinese Whispers, produced by Apples and Snakes, was ground-breaking in its approach to performance poetry as a cross-arts form. She is currently working on a new one woman show, How to Survive a Post-Truth Apocalypse.
www.francescabeard.com
Twitter @FrancescaBeard


Rishi Dastidars poetry has appeared in the Financial Times and Tate Modern amongst others. His work was featured in the anthologies Adventures in Form (Penned in the Margins) and Ten: The New Wave (Bloodaxe). His debut collection Ticker-tape is published by Nine Arches Press. In 2016 he was commissioned by the BBC to write and perform a poem for National Poetry Day. He was a runner-up in the 2011 Cardiff International Poetry Competition and the 2014 Troubadour International Poetry Prize; in 2016 was long-listed in the UK’s National Poetry Competition. A fellow of The Complete Works, he is a consulting editor at The Rialto magazine and a member of Malika’s Poetry Kitchen collective. He is chair of literature organisation Spread The Word and teaches for the Poetry School.
Twitter @BetaRish




Caleb Femi is the 2016-17 Young People’s Laureate for London and an English teacher, filmmaker, photographer and schools workshop leader. Caleb’s poetry commissions include the Tate Modern, The Royal Society for Literature and The Guardian. He has read at many London venues; he also opened up for Lianne La Havas and has performed at festivals including Latitude, Ed Fringe, Boomtown, Lovebox and Greenbelt. Caleb won the Roundhouse Poetry and Genesis Poetry Slams and is currently working on a debut pamphlet. As a filmmaker, he has released two documentaries, What Did Love Taste Like In The 70s? and Heartbreak & Grime, to good international reception, which has led him to give talks and panel discussions on the topic of grime music, Road culture and masculinity.
www.calebfemi.com
Twitter @CalebFemi5



Xiaolu Guo is a writer, academic and filmmaker. Her most notable novels are A Concise Chinese-English Dictionary for Lovers (Orange Prize for Fiction nomination) and Village of Stone as well as a short story collection, Lovers in the Age of Indifference. Her recent novel, I Am China, was longlisted for the Baileys Women's Prize for Fiction. Guo’s feature films include How is Your Fish Today (Sundance), UFO in her Eyes (TIFF), Once Upon a Time Proletarian (Venice) and She a Chinese, which won the Golden Leopard Award at 2009 Locarno Film Festival. Her memoir Once Upon a Time in the East was just out (Penguin Random House, 2017). She was a named as a 2013 Granta Best Young British Novelist and lives in Berlin and London.
www.guoxiaolu.com
Twitter @XiaoluGuo





Freitag, 17. November 2017, 19:00 Uhr (Eintritt 5,-)
Polly
Endrunde des Preises für Politische Lyrik

Der 6. Wettbewerb des Preises für politische Lyrik, der diesmal dem Thema 'Europa' gewidmet ist, geht in die Endrunde. 15 ausgewählte Autorinnen und Autoren lesen ihre Texte oder lassen sie lesen. Anschließend wählt das Publikum die drei Preisträger. Der Eintritt (einschließlich nummerierter Stimmkarte) beträgt 5 €. Wer zuvor im Buchhandel das Zweijahresbuch der politischen Lyrik 2017/18 (ISBN 978-3-940781-85-7) mit den nominierten Texten und anderen interessanten Beiträgen für 12 € erwirbt, hat freien Eintritt. Eine nummerierte Stimmkarte liegt dem Buch bei. Sie kann auch bis zum 17. November per Post an Lettrétage, Methfesselstraße 23-25, 10965 Berlin gesandt werden und wird bei der Abstimmung mitgezählt, Einzelheiten unter
www.pollypreis.de



























Samstag, 18.11.2017, 20 Uhr (Eintritt 7,-/erm. 5,-)
Poetic Hafla #13 with RJC festival
mit Mati Shemoelof, Maroula Blades, Liran Levi, Simon Steffgen, Maroula Blades, Mariam Rasheed, Mati Shemoelof, Max Czollek, Jemima Rose Dean, John Varanese, Kais Althayeb und Tiki Sendeke

Poetic Hafla is proud to present the collaboration with RJC festival In Berlin. Everyone is invited to the 13st Poetic Hafla. Bring your friends to share our international and Middle Eastern Berlin life.

Mati Shemoelof is a poet, author and editor. His writing is diverse and includes six poetry books, plays, articles and fiction. His works have won significant recognition and prizes. “Remnants of the Cursed Book”- His latest short story book was published by Kinneret Zmora publishers (2014).
He is one of the leading voices of the Arab-Jews (Mizrahi Movement). He was a founder of the “Guerrilla Culture” movement in Israel. Now he is one of the founders of “Poetic-Hafla”, A multi-language Poetry-Art-Music parties in Berlin. These days he is writing his second Novel as part of the rising Israeli Jewish Diaspora in Berlin. His sixth poetry book “Hebrew outside of its sweet insides” was published on Pardes Publishers (2017).


© Graham Hains
Maroula Blades is an Afro-British poet/writer living in Berlin. The winner of The Caribbean Writer 2014 Flash Fiction Competition and Erbacce Prize 2012, her first poetry collection "Blood Orange" is published by Erbacce-press. Works have been published in Volume Magazine, Theories of HER anthology, Verbrecher Verlag, Cornelsen Verlag, Thrice Fiction, Trespass Magazine, Words with Jam, Blackberry Magazine, Dear Sister Anthology and by The Latin Heritage Foundation and Peepal Tree and other anthologies and magazines. Maroula’s poetry/music programme has been presented on several stages in Germany. Her debut EP-album "Word Pulse" is released by Havavision Records (UK).


Jemima Rose Dean Born in Western Australia, Jemima completed her dance eduction at the Tanz Akademie Zürich and the Iwanson International School of Contemporary Dance in Munich. Since 2010 she has been working in dance companies and performing in theatres around Europe. In 2017 Jemima decided to take a break from the theatre scene and freelance as a solo performing artist. She is currently based in Berlin.















Liran Levi Born in 1978. Having grown up in Chadera, Liran lived in Jerusalem since 2001 and studied Philosophy and Jewish thought at the Hebrew Universtiy. After graduating in 2007 he studied for three years in a special program for eastern classical music in the Jerusalem department for jewish religious music from the east. He is now settling in Berlin. For many years already Liran sets to music poetry of israeli writers. He worked closely with the poet Amira Hess whose roots go back to Irak, like Lirans. Through this connection he had the possibility to not forget the songs he was tought by his grandfather and combine his musical heritage with today’s israeli reality.


Mariam Rasheed I am an Egyptian 20 year old. Lived my entire life in Alexandria and moved to Berlin two years ago to study chemical engineering. I started painting and drawing at a very young age and was always kind of torn between art and science until I decided to try juggling both at once. My paintings are mainly abstract and my poems started off at being an interpretation to those paintings and moved on to be yet another type of self-expression.








Nitsan Bernstein is a Hebrew-Gypsy cabaret singer, song-writer and performer. Born and raised in Jerusalem, a cosmopolitan city and a cultural melting pot, she was inspired by the sights, sounds and fragrances that swirled around her from east to west.You can find her album here: https://nitsanbernstein.bandcamp.com/releases











Paul Kramer I studied art with Rolf Bier and Christian Jankowski at the State Academy of Art in Stuttgart where I began focusing on video and sound in installations, performances and recordings. File No. 1 (2006–2008) an investigation into sneezing sounds in a favorite chamber music recording comprises interviews with attendees and documents collected as part of the search. Song Cycle (begun in 2006) is a collection of my stream of consciousness singing of music fragments and other memorable utterances like ringtones, sound marks and jingles. Each song or utterance is cataloged in track lists of which there are currently 109. Reinterpretations of Terry Riley's 1960's classic "In C" (In Cync, recorded with over 100 participants and released in 2009) and the Beatles "Yesterday" recorded by 19 people that stopped playing piano as teenagers (Yesterday's Variations, 2009). Expanded notions of musicianship, aural communication and process based art are some of the themes of my work.





Tiki Sendeke An Ethiopian-Israeli, living in Berlin. She is a social activist, a poet and the writer of the blog "Black I Am", involved in the fields of minorities rights, black feminism, Jewish Ethiopian heritage and Jewish-Arab initiatives. Her first children's book, "Almaz's Journey Through Her Childhood Pathways" about the life of a young Jewish girl in Ethiopia, was recently published in Israel.














Dienstag, 21. November 2017, 19.00 Uhr (Eintritt frei)
Textarbeit im Verborgenen – Was dem Lektorat auffällt
Veranstaltung mit der Gruppe Berliner Lektorat

Niemand schafft so im Geheimen wie Lektorinnen und Lektoren. In den Büchern werden sie selten genannt, man erfährt kaum einmal, welche Lektoren die Bücher welcher Autoren bearbeitet haben. In Diskussionen rund um den Buchmarkt tauchen sie fast nie auf, werden selten interviewt und arbeiten im Dunkeln wie Maulwürfe, die unter den Buchseiten leben und von denen man nur die Produkte sieht: die korrigierten Bücher. Weil niemand so recht weiß, was Lektorinnen und Lektoren eigentlich machen, haben viele Autoren Horrorvorstellungen über das Lektorat. Das soll sich ändern.

Einmal im Monat, und zwar jeden dritten Dienstag im Monat, möchten wir Einblicke ins Lektorat geben und eingereichte Texte beispielhaft lektorieren. Wir wollen ein Diskussionsforum bieten für angehende Autorinnen und Autoren, die erfahren möchten, wie man konkret an Texten und Stoffen arbeiten kann. Welche unterschiedlichen Techniken es gibt, welche Wirkungen sie haben – und welche Nebenwirkungen?

Die Lektorinnen und Lektoren der Gruppe „Berliner Lektorat“ gestalten ihre jeweilige Veranstaltung selbst, sie werden dabei unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Denn es gibt für Probleme in Texten nie nur eine Lösungsmöglichkeit. Dabei geht es uns nicht um „Fehler“, die erkannt und beseitigt werden, sondern darum, Texte zu verbessern. Ein eindeutiges Richtig oder Falsch gibt es beim Lektorat meistens nicht.

An diesem Auftaktabend der Veranstaltungsreihe sprechen Karla Schmidt und Hans Peter Röntgen über klassische Anfängerfehler und wie ein Profilektorat damit umgeht.

Weitere Veranstaltungen im ersten Quartal 2018:

16. Januar 2018: „Gefühle schreiben: weg vom Klischee" mit Lisa Kuppler
(krimilektorat.de/lisa221b)
20. Februar 2018: „Exposé und Klappentext" mit Hans Peter Röntgen
(hanspeterroentgen.de/)
20. März 2018: „Dialoge schärfen: Infodump raus, Subtext rein" mit Karla Schmidt
(karla-schmidt.de/ueber-mich/)

https://www.facebook.com/berlinerlektorat/






Dienstag, 21. und Mittwoch 22. November 2017, 10:00 bis 17:00 Uhr (Eigenbeitrag 24,-)
Wege in die Veröffentlichung
Workshop

mit Dr. Patrick Baumgärtel

Ihr Werk ist fertig. Jetzt soll es „nur noch“ sein Publikum finden. Gut ist nun mal nicht gleich erfolgreich, und dass erfolgreich auch nicht gleich gut sein muss stimmt zwar, hilft Ihnen jetzt aber auch nicht weiter. Wer sich etablieren will muss wissen worauf es ankommt. Um die Fragen, die jetzt plötzlich ganz aktuell werden geht es in diesem Workshop, und die Antworten werden gleich mitgeliefert! Oder besser: Da es im hochgradig ausdifferenzierten Literaturbetrieb nur wenige „Standardantworten“ gibt, werden wir uns die für Sie passende Lösung gemeinsam erarbeiten.

Anmeldungen bitte bis 27.10.2017 unter
www.weiterbildung@foerderband.org oder 030 28 49 387-0/-27.


Nach einem Germanistikstudium, einer Promotion über W.G. Sebald an der Humboldt-Universität zu Berlin sowie der Arbeit bei der renommierten amerikanischen Literaturagentur Greenburger Associates (New York) stellte sich Dr. Patrick Baumgärtel 2009 der Herausforderung, in sich wandelnden Zeiten eine Full-Service-Literaturagentur (inkl. PR-Arbeit und Lektorat) zu gründen. Der „Krimimarathon“, Berlin-Brandenburgs größtes Krimifestival, das er seit 2012 leitet, ist Teil davon. Er ist Juror beim Seume-Literaturpreis und Vorsitzender des „Lesekultur Berlin e.V.“ Patrick Baumgärtel gibt Kurse zu Themen der Verlagsbranche, unterrichtet Kreatives Schreiben und arbeitet als Lektor und Schreibcoach. www.schoneburg.de

Der Workshop ist Teil des Programms "Wort.Kunst.Markt", welches Förderband e.V. in enger Verbindung mit dem "Netzwerk freie Literaturszene Berlin" für in Berlin lebende freiberuflich arbeitende Autoren, Lektoren und Übersetzer konzipiert hat. Gefördert wird das Programm aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds im Programm Qualifizierung Kulturwirtschaft (KuWiQ) und des Landes Berlin - Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Für die Kofinanzierung ist ein Eigenbetrag von 2,00€/Stunde und Teilnehmenden nötig.





Freitag, 24. November 2017, 19:00 Uhr (Eintritt frei)
Eine Sekunde vor dem Aufwachen
Lesung und anschließende Diskussion mit Claudia Gauci und Walid Nabhan

Ein Abend mit Gedichten und einer Erzählung, die von Verlust, Vertreibung, Tod, aber auch von Liebe handeln.

Es sind sehr persönliche Bekenntnisse der Dichterin Claudia Gauci aus Malta, die mit ihrer Sprache Bilder einfängt wie eine Fotografie, aus der sich eine Geschichte entfaltet. Sie ist stets auf der Suche nach Räumen, wo ihr Unbehagen einen Platz hat. Diese Bilder berühren ohne zu erdrücken. Die Gedichte sind ihrer ersten Poesiesammlung Sekonda qabel tqum (Eine Sekunde vor dem Aufwachen) entnommen, für die sie 2013 den 2. Nationalpreis für Poesie erhielt.








Walid Nabhan, ein Malteser palästinensischen Ursprungs, der mittlerweile auf Maltesisch schreibt, erzählt in seiner Geschichte L-Eżodu taċ-Ċikonji (Exodus der Storche) (für die er im Jahre 2013 mit dem Nationalen Preis für Literatur in Malta ausgezeichnet wurde) die Geschichte eines Mannes, dessen Leben unwiderruflich mit dem Schicksal Palästinas verbunden ist und der zu verstehen versucht, wie die Dinge im Nahen Osten sich entwickelt haben, insbesondere seit dem Sechs-Tage-Krieg. Die Ereignisse in der Geschichte finden hauptsächlich in Jordanien und in Malta statt, wohin es den Protagonisten später verschlägt.






Montag, 27. November 2017, 19:00 Uhr (Eintritt 5,-/erm. 4,-)
Junge slowenische Lyrik
Lesung mit Katja Gorečan, Uroš Prah, Kaja Teržan und Jure Vuga

Im Rahmen der Erarbeitung einer Anthologie junger slowenischer Lyrik in deutscher Sprache erfolgen in Berlin in Koorganisation des slowenischen Kulturzentrums in Berlin und des Lyrikers und Kritikers Aljaž Koprivnikar mehrere Lesungen junger slowenischer Lyriker und Lyrikerinnen in Übersetzung von Boštjan Dvořák. Das Projekt fokussiert sich auf junge und schon etablierte dichterische Namen, die mit ihrem Schaffen bedeutende Bewegungen in der slowenischen Literaturszene erzeugen. Die erste der Lesungen bringt am 27. November 2017 um 19 Uhr dem Berliner Publikum die Poetik von Katja Gorečan, Uroš Prah, Kaja Teržan und Jure Vuga näher. Im Anschluss folgt der Lesung noch ein Durchblick über das Schaffen des slowenischen Architekten Jože Plečnik anlässlich seines 60. Todestags und seines 145. Geburstags. Dazu wird in den Räumen der Lettrétage eine Ausstellung seiner Werke, wie auch eine Projektion seiner Freiheitskathedrale (Kristijan Tavčar) gezeigt. Die Lesung wird auf Slowenisch mit deutschen Übersetzungen gehalten, die Moderation findet auf Slowenisch statt und wird auf Deutsch gedolmetscht.









Katja Gorečan (1989) geb. in Celje. Studierte Vergleichende Literaturwissenschaft und ist zurzeit an der Akademie für Theater, Radio, Film und Television in Ljubljana im Masterstudiumgang Dramaturgie. 2007 wurde ihr erster Gedichtband Angeli istega porekla veröffentlicht, 2012 der Gedischtband Trpljenje mlade Hane, beim Zentrum für slowenische Literatur, mit dem sie für den Jenkova Preis nominiert wurde und für das BJCEM (Mediterranea Young Artists Biennale) ausgewählt worden ist. Sie ist in der Organisation des Literaturkritikfestivals Prager und als Dramaturgin tätig.











Uroš Prah (1988, Maribor) ist Lyriker, Redakteur, Übersetzer und Publizist. Bisher erschienen zwei seiner Gedichtbände: Čezse polzeči (CSK 2012), der 2017 in Kroatisch erscheint (Biakova, Zagreb), und Tišima (CSK 2015), der es 2016 auf die Short-Listen der zwei bedeutesten Lyrikpreise Sloweniens schaffte: den Simon Jenko Preis und den Veronika Preis. 2017 erhielt er das Autorenstipendium der Slowenischen Buchagentur. Übersetzungen seiner Texte wurden bis jetzt in Deutschland, Österreich, Kroatien, Serbien, Montenegro, Italien, Rumänien, Argentinien, Kanada und den USA veröffentlicht. Er war Mitbegründer und langjähriger Chefredakteur der Literaturzeitschrift IDIOT (2009-2016), Programmleiter des Internationalen Festivals für Literatur in Entwicklung Literodrom (2015-2016) und Mitbegründer des Museums des Wahnsinns, Trate. Zurzeit lebt er in Wien.











Kaja Teržan (1986) veröffentlichte 2015 beim Zentrum für slowenische Literatur ihr Debut-Lyrikband Delta, der auch für den Veronika Preis nominiert worden ist. Im selben Jahr nam sie mit der gleichnamigen Performance an der internationalen Bienale für junge Künstler Mediterranea in Mailand teil. 2016 schloß sie sich auch mit der Pianistin Manca Udovič zusammen, mit der sie häufig gemeinsam auftritt. Auch im Jahr 2016 bekam sie auf dem Lyrikturnier des Verlags Pivec den Preis des Plublikums für ihr Gedicht Ruj.











Jure Vuga (1983) geb. in Koper, fing mit schreiben auf dem Gymnasium in Koper unter der Mentorschaft der Dichterin Ines Cergol an. 2009 schloss er seinen Bachelor of Arts in Kunstgeschichte und Soziologie der Kultur ab. Im selben Jahr erschien beim Verlag Beletrina sein erster Gedichtsband Pod kamni plešem. Er studierte in Ljubljana, Florenc, Röm, Venedig, Mailand und London. 2015 veröffentlichte er beim Verlag Mladinska knjiga seinen zweiten Gedichtsband Modri plamen. 2016 präsentierte er seine Doktorarbeit mit dem Titel Vpliv Hypnerotomachie Poliphili na Giorgionejevo „Nevihto“. Er lebt in Ljubljana wo er als Reiseführer tätig ist.







Montag, 27. und Dienstag 28. November 2017, 10:00 bis 17:00 Uhr (Eigenbeitrag 24,-)
Schreiben heißt Teamarbeit
Workshop

mit Martin Jankowski und Dr. Patrick Baumgärtel

Aus der Zeit der Romantik wurde er uns überliefert: Der Traum vom Künstler, der in einsamer Genialität ein Meisterwerk erschafft und daraufhin auf ewig in die Ruhmeshallen der Weltkultur aufsteigt… und auch wenn wir heute längst ahnen, dass es irgendwie anders läuft, finden wir diese Idee immer noch reizvoll. Dass Literatur in erster Linie harte Teamarbeit ist, merkt jeder, der sich professionell auf dieses Berufsfeld einlässt.

Welche Arbeitsschritte sind existenziell wichtig? Welche Verbündeten braucht ein Autor? Wie gewinnt man sie für sich? Die individuellen Anforderungen der Teilnehmer fließen hierbei in die Betrachtung ein. Für jede Zielsetzung erarbeiten wir konkrete Umsetzungsschritte.

Auch besprechen wir die wichtigsten Aspekte literarischer Teamarbeit und geben praktische Empfehlungen für Ihren persönlichen Weg zum Berufsautor.

Anmeldungen bitte bis 06.11.2017 unter
www.weiterbildung@foerderband.org oder 030 28 49 387-0/-27.


Martin Jankowski , geb. 1965 in Greifswald lebt seit 1995 als freier Autor, Herausgeber und Kulturkurator in Berlin. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher (Lyrik, Prosa, Sachthemen), gehört zu den Mitbegründern des „internationalen literaturfestivals berlin“, des „Netzwerk freie Literaturszene Berlin“ und leitet seit 2005 die „Berliner Literarische Aktion“. Der Autor und Projektleiter realisiert zahlreiche internationale Literaturprojekte. Als Literaturdozent ist er an zahlreichen Universitäten weltweit zu Gast, aktuell an der Portland State University in Oregon. www.martin-jankowski.de

Nach einem Germanistikstudium, einer Promotion über W.G. Sebald an der Humboldt-Universität zu Berlin sowie seiner Tätigkeit bei der Literaturagentur . GS.Jreenburger in New York City stellte sich Dr. Patrick Baumgärtel 2009 der Herausforderung, in sich wandelnden Zeiten eine Full-Service-Literaturagentur (inkl. PR-Arbeit und Lektorat) zu gründen. Der „Krimimarathon“, Berlin-Brandenburgs größtes Krimifestival, das er seit 2012 leitet, ist Teil davon. Patrick Baumgärtel ist Juror des Seume-Literaturpreises und Vorsitzender des Lesekultur Berlin e.V. Er gibt Kurse zu Themen der Verlagsbranche, unterrichtet Kreatives Schreiben und arbeitet als Lektor und Schreibcoach. www.schoneburg.de

Der Workshop ist Teil des Programms "Wort.Kunst.Markt", welches Förderband e.V. in enger Verbindung mit dem "Netzwerk freie Literaturszene Berlin" für in Berlin lebende freiberuflich arbeitende Autoren, Lektoren und Übersetzer konzipiert hat. Gefördert wird das Programm aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds im Programm Qualifizierung Kulturwirtschaft (KuWiQ) und des Landes Berlin - Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Für die Kofinanzierung ist ein Eigenbetrag von 2,00€/Stunde und Teilnehmenden nötig.





Mittwoch, 29. November 2017, 20:00 Uhr (Eintritt 8,-/erm. 6,-)
Berliner Geschichten: Wie sieht die „Stadt der Anderen“ aus?
mit Tilman Rammstedt und Jane Flett, Lucy Fricke und Assaf Alassaf, Maren Kames und Erica Zingano und Fotografien von Maria Sewcz

Berlin ist groß, vielschichtig, immer im Werden – und voller spannender Menschen und Geschichten. Jeder hat sein Bild von Berlin. Wie aber sehen die anderen die Stadt? Sehen sie dieselbe Stadt - oder eine völlig andere? Welchen Einfluss hat die eigene Herkunft und Geschichte auf die Wahrnehmung der Welt, in der man lebt? KOOK hat drei deutschsprachige und drei internationale Autor*innen, die in Berlin leben, eingeladen, einander „ihr“ Berlin zu zeigen: ihre Orte, ihre Geschichten, ihre Sicht auf die Stadt und deren Bewohner.

Assaf Alassaf, Jane Flett, Lucy Fricke, Maren Kames, Tilman Rammstedt und Erica Zingano verabreden sich im Herbst jeweils zu zweit zu Spaziergängen durch Berlin. Begleitet werden sie von der Fotografin Maria Sewcz, die ihren eigenen künstlerischen Blick mitbringt. Literatur und Fotografie treffen Stadt. Aus diesen individuellen Touren entwickeln die Autor*innen Texte über eine Metropole im Wandel. Sie eröffnen einander neue Perspektiven, erzählen neue und alte Geschichten - von der Volksbühne, von Flüchtlingsunterkünften, der Sonnenallee oder vom alten Westberliner Zoo.

Am 29. November werden die dabei entstandenen Texte und Fotografien in der Lettrétage im Rahmen einer großen Abschlussveranstaltung vorgestellt. Die Lesungen finden auf Deutsch, Englisch, Arabisch und Portugiesisch statt. Übersetzungen sind vorhanden.

Assaf Alassaf (* 1975, Syrien) ist Autor, Mediziner und Journalist. Seine Texte gibt es auf Facebook und bei Mikrotext, etwa das eBook „Abu Jürgen. Mein Leben mit dem deutschen Botschafter“ (2015).

© Tom Moore

Jane Flett (* 1984, Schottland), ist Autorin und Musikerin. Ihre Texte erschienen in zahlreichen Anthologien und Literaturzeitschriften. Ausserdem ist sie Teil der Roit Grrl Band „Razor Cunts“.

















© Dagmar Morath

Lucy Fricke (* 1974) ist Autorin und Literaturveranstalterin. Zuletzt veröffentlichte sie „Takeshis Haut“ (2014, Rowohlt Verlag). 2018 erscheint ihr vierter Roman „Töchter“ (Rowohlt Verlag)

















© Carolin Saage

Tilman Rammstedt (* 1975) ist Autor und Kolumnist. Zuletzt veröffentlichte er den Roman „Morgen mehr“ (Hanser Verlag, 2016), dessen Entstehungsprozess zuvor als Fortsetzungsroman im Netz verfolgt werden konnte.






Maren Kames (* 1984) ist Lyrikerin. Ihr vielbeachtetes Debüt „Halb Taube Halb Pfau“ erschien 2016 im Secession Verlag.

Erica Zingano (* 1980, Brasilien) ist eine transdisziplinär arbeitende Lyrikerin. Zahlreiche Veröffentlichungen, zuletzt „eine Sache für die andere“ (bulky news press, 2017).

Maria Sewcz (* 1960) ist eine vielfach ausgezeichnete Fotografin. Zahlreiche Einzelausstellungen, zuletzt mit Fotografien und Videos im Haus am Kleistpark („Jetzt, Berlin“, 2016)