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Februar 2017



Samstag, 4. Februar 2017, 20:00 Uhr (Eintritt frei)
Stadt und Text – Freiräume für Berlins Autoren
Forum


Welchen Platz nimmt die freie Literaturszene in der Kulturlandschaft Berlins ein? Welche Räume braucht die Literatur in Berlin? Wo finde ich als Autor*in (m)einen Platz? Gibt es Alternativen zum Arbeiten und Denken einsam am Küchentisch, im Hipster-Café oder im Massenloft? Wo in Berlin finde ich als Literat*in (Autor*in, Übersetzer*in, Lektor*in, Kleinverleger*in etc.) einen passenden Arbeitsplatz oder Projekträume zu angemessenen und günstigen Bedingungen? Wie können wir die zukünftige Raumsituation für Berliner Literaten sinnvoll planen? Ein Forum mit konkreten Angeboten, Auskünften und Gesprächen zur Zukunft des Berliner Raumprogramms Literatur. Mit dem Berliner Raumkoordinator Martin Jankowski und Eric Schumacher vom Netzwerk freie Literaturszene Berlin, Gästen vom Arbeitskreis Räume und der Koalition der freien Szene Berlins.

Rike Scheffler begleitet die Veranstaltung musikalisch. Sie ist Lyrikerin, Künstlerin und Performerin. In ihren Arbeiten verbindet sie Sprache, Musik und Performance. Sie veröffentlicht Gedichte in Zeitschriften und Anthologien, oder baut mit ihnen szenisch-musikalische Sprach/Klang/Rauminterventionen, in denen Wahrnehmungs- und Erlebnisweisen hinterfragt und geöffnet werden.
Ihre Gedichte wurden ins Amharische, Dänische, Englische, Spanische und Tschechische übersetzt. Sie studierte Psychologie auf Diplom in Berlin und Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Ihr dort erlerntes, vielschichtiges theoretisches Wissen nutzt sie heute in großem Maß für ihre künstlerische Arbeit. Sie textet für eigene und im Auftrag für fremde Musik-, Theater- und Hörspielproduktionen.



Sonntag, 05. Februar, 19:00 Uhr (Eintritt 5,-/erm. 3,-)
Libyen - Land, Leute und die aktuelle Lage
Vortrag von Dr. Ali Masednah

Ibn Rushd Lecture zu Libyen heute
Libyen ist ein Land, das derzeit auf der medialen Landkarte wie ein weißer Fleck erscheint. Kaum eine Nachricht dringt zu uns, die konkrete Entwicklung des Landes ist in Europa heute, fünf Jahre nachdem der Arabische Frühling begann, weitgehend unbekannt. Dr. Ali Masednah, der erste Botschafter Libyens in Berlin nach der Absetzung Ghaddafis, referiert in dieser Ibn Rushd Lecture über Lybiens Menschen und die aktuelle Lage. Bei einem Einblick in das Libyen des Jahres 2017 beleuchtet er Land, Leute und Kultur in Wort und Bild. Auch über den Zustand der Gesellschaft und der Politik wird aus erster Hand berichtet. Der Vortrag findet in deutscher Sprache statt, Fragen und Diskussionsbeiträge sind jedoch auch in englischer Sprache möglich und werden von uns nach bestem Vermögen gedolmetscht.






Dienstag, 07. Februar, 20:00 Uhr (Eintritt frei)
Eine kurze Chronik des allmählichen Verschwindens
Buchpremiere Juliana Kálnay

Buchpremiere in Berlin mit Juliana Kálnay und ihrem Debütroman »Eine kurze Chronik des allmählichen Verschwindens«. In dem Haus mit der Nummer 29 gehen seltsame Dinge vor sich. Don verwandelt sich vor den Augen seiner Frau Lina in einen Baum. Sie gießt ihn täglich und kämmt ihm die Äste ins Gesicht. Ronda hält Goldfische in einem fensterlosen Raum und ein unbemerkter Mitbewohner nistet sich im Aufzug ein, während eine Wohnung ihre Mieter förmlich verschluckt. Rita, fast so alt wie das Haus selbst, ist Beobachterin, Schlichterin und Richterin. Ein Knotenpunkt mit geheimnisvollen Fähigkeiten und Absichten. Rita sieht was keiner zeigt, und sie versteht, was keiner sagt. Doch bevor sie ihr Wissen weitergeben kann, ist die kleine Maia auf rätselhafte Weise verschwunden. Spielerisch und aus vielen Perspektiven erzählt die Autorin surreale, alltägliche und schräge Episoden um eine verschworene Hausgemeinschaft, in der so manches Geheimnis im Schatten verschwindet.

Juliana Kálnay (*1988 in Hamburg) wuchs zunächst in Köln und dann in Málaga auf. Sie veröffentlichte in deutsch- und spanischsprachigen Anthologien und Zeitschriften und erhielt das Arbeitsstipendium Literatur der Kulturstiftung des Landes Schleswig-Holstein 2016. Sie lebt und schreibt in Kiel. »Eine kurze Chronik des allmählichen Verschwindens« ist ihr erster Roman.

(c) Mathias Prinz






















Montag, 13. Februar, 20:00 Uhr (Eintritt frei)
Stadtsprachen – Berlins internationale Literaturszenen 2017
Offenes Forum


Wie geht es weiter mit der Idee der STADTSPRACHEN? Offenes Forum der polylingualen Autoren Berlins mit neuesten Infos und Gesprächen zur Fortführung des Berliner Programms der literarischen Vielsprachigkeit.

Zu Gast u.a. Jürgen J. Becker und Claudia Schütze vom Projekt „Based in Berlin“. Mit literarischen Beiträgen in fremden Sprachen, Gastgeber Martin Jankowski (Projektleiter Parataxe). Eintritt frei!









Dienstag, 14. Februar, 20:00 Uhr (Eintritt frei)
Akute Routen: Poetiken der kritischen Fort-Bewegung
Lesung, Gespräch und vídeo poesía auf Deutsch, Spanisch und Arabisch mit Roxana Crísologo, Victoria Guerrero, Rike Bolte, Leila Chammaa und Daad Thabit
Konzept und Moderation: Rike Bolte


Dass die Themen Migration und Flucht die öffentliche Debatte dominieren, steht außer Frage. Zu- und ‚Abschreibungen‘, pauschale Begriffe und Bilder zur Flucht und Integration zirkulieren und sind in aller Munde. Vor diesem Hintergrund erweist es sich immer wieder als sinnvoll, mit geflüchteten AutorInnen über Flucht- und Schreiberfahrungen zu reden, inklusive darüber, wie sie sich in ihre jeweils neue Sprachgemeinschaft einfinden. Dabei sehen sie sich jedoch aufgerufen, Exemplarisches zu einer akuten Situation zu sagen, die letztlich die ganze globalisierte Welt betrifft. Unter dem Titel ‚Akute Routen: Poetiken der kritischen Fort-Bewegung‘ sind die peruanischen Dichterinnen und Kulturaktivistinnen Roxana Crisólogo und Victoria Guerrero eingeladen, darüber zu berichten und zu lesen, seit wann die peruanische Gesellschaft schon von Migration und Flucht geprägt ist – und wie dies die ‚lyrischen Routen‘ des südamerikanischen Landes mit geformt hat. Da eine der schon lange migrierenden Autorinnen nun in Finnland mit arabischsprachiger Literaturproduktion befasst ist, antworten eine libanesische Berliner Literaturakteurin und eine irakisch-syrisch-libanesische Berliner Autorin. Die mehrsprachige Veranstaltung kreist um die Herausforderungen kritischer Fort-Bewegung innerhalb und außerhalb des eigenen Landes.

Rike Bolte ist in Spanien und Deutschland aufgewachsen. Die promovierte Literaturwissenschaftlerin lebt in Berlin und lehrt lateinamerikanische, spanische und frankophone Literaturen und Kulturen. Darüber hinaus ist sie Mitbegründerin und Kuratorin des mobilen lateinamerikanischen Poesiefestivals Latinale sowie Übersetzerin aus dem Spanischen und Französischen – und aus dem Deutschen ins Spanische. Unter den von ihr übertragenen AutorInnen befinden sich Nora Gomringer, Lucía Puenzo, Lina Meruane, Luis Felipe Fabre, Paula Abramo, Martín Gubbins u.v.a.; Francisco Umbral, Eduardo Mendicutti, Alejandro Jodorowsky, Luisa Valenzuela und Angélica Gorodischer. Neben regelmäßigen Moderationen von Lesungen leitet sie ein studentisches Forschungsprojekt zur aktuellen Dichtung Lateinamerikas und Übersetzungswerkstätten.


(c) privat
Leila Chammaa wurde in Beirut/Libanon geboren und lebt in Berlin. Sie studierte Islamwissenschaft, Arabistik und Politologie an der FU Berlin und im Zusatzstudium Deutsch als Fremdsprache an der HU Berlin. Seit 1990 übersetzt sie arabische Prosa und Lyrik ins Deutsche. Sie hat sämtliche von Elias Khoury auf Deutsch erschienenen Romane und mit Begeisterung zusammen mit Helene Adjouri Wadi und die heilige Milada von Ghalib Halas übersetzt (2008). Ein weiteres Herzensprojekt ist die Anthologie Mit den Augen von Inana, die (von ihr übertragene) Lyrik und (von Jessica Siepelmeyer übertragene) Kurzprosa zeitgenössischer Autorinnen aus dem Irak versammelt (2015). Neben ihrer übersetzerischen Arbeit dolmetscht und moderiert sie Lesungen mit SchriftstellerInnen und LyrikerInnen aus der gesamten arabischen Welt und kuratiert literarische Veranstaltungen. Sie ist außerdem als Beraterin und Gutachterin für Verlage, Kultureinrichtungen und Festivals im Bereich arabischer Literatur tätig.

(c) Klaus Körner
Roxana Crisólogo stammt aus Lima, lebt aber seit vielen Jahren in Helsinki. Die studierte Juristin ist als Kulturaktivistin und Dichterin tätig und hat vier Lyrikbände veröffentlicht, wovon Rompehielos der jüngste Band ist. In Kooperation mit der visuellen Künstlerin Karen Bernedo, hat Roxana Crisólogo in Lima einst die Poetryfilmreihe „Poéticas visuales de la resistencia“ ins Leben gerufen, in Finnland initiierte sie das multilinguale Projekt „Sivuvalo: Is this Finnish literature?“, das sich dem Schreiben von in Finnland lebenden Autorinnen und Autoren mit nicht-finnischem Hintergrund widmet. Dabei sind vor allem arabischsprachige Autoren vertreten. Crisólogos eigene Dichtung ist der Dynamik und der Unwägbarkeiten transnationalen Daseins auf der Spur. Zusammen mit Johanna Suhonen gründete sie den Kartonbuchverlag Karu Kartonera und brachte eine Anthologie mit finnischer Dichtung in spanischer Übersetzung heraus.

(c) Jaime Culebro
Die peruanische Dichterin Victoria Guerrero hat in Literaturwissenschaft promoviert. Ihre zuletzt erschienenen Bücher sind En un mundo de abdicaciones (2016), Zurita+Guerrero (Publikation zusammen mit dem chilenischen Dichter Raúl Zurita, 2014), sowie die gesammelte Ausgabe ihrer eigenen Texte Documentos de Barbarie (poesía 2002-2012) (2013). Außerdem hat sie einen Kurzroman mit dem Titel Un golpe de dados (novelita sentimental pequeño burguesa) (2015 und 2014) veröffentlicht. Ihre Dichtung ist auf Festivals von Lima bis Helsinki vorgestellt worden und in internationalen Zeitschriften und Anthologien veröffentlicht. Die Migration im Innern und im Äußeren, das Ankommen und Zurückkommen sowie die Gewalt von Deplatzierung ist eines der Kardinalthemen ihres Schreibens.

(c) privat
Daad Thabit kommt aus dem Irak, hat jedoch auch Wurzeln in Syrien und im Libanon. Sie hat Zahnmedizin im ehemaligen Jugoslawien studiert, wurde jedoch aus politischen Gründen zum Studienabbruch gezwungen. In Damaskus hat sie am Goethe-Institut gearbeitet, 1989 kam sie nach Deutschland, seit 2011 lebt sie in Berlin. Sie ist Autorin der Internetseite Al-Hewar Ak-Mutamaden, die übersetzt Zivilisierter Dialog heißt. Außerdem betreibt sie seit 2014 einen Blog, in dem sie über 80 Artikel und Texte veröffentlicht hat.




Mittwoch, 15. Februar, 20:00 Uhr (Eintritt 5,-/erm. 4,-)
Idealismus und Kulturpräkariat
Buchpräsentation, Diskussion und Lesung


Wie sieht die junge, zeitgenössische Literaturpräsentation aus? Welche Personen stehen dahinter? Und wird das eine zeitlich begrenzte Randerscheinung, eine Subkultur, bleiben – oder bildet sich hier bereits die Literaturszene der Zukunft?

In den vergangenen Jahren haben sich zahlreiche unabhängige Literaturprojekte im gesamten deutschsprachigen Raum entwickelt. Diese Bewegung versucht die in Buchform erschienene Studie Idealismus und Kulturpräkariat zu fassen: Sieben repräsentative Vertreter*innen dieser neuen, breiten Bewegung werden in Fallstudien vorgestellt, ihre individuellen Ansätze und gemeinsamen Probleme offengelegt. In drei Essays beleuchten Max Czollek, Marko Dinic und Josef Kirchner verschiedene regionale und interdisziplinäre Ausprägungen, stoßen auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede, Probleme und Lösungsansätze. In der Diskussion mit Vertreter*innen zeitgenössischer Berliner Literaturprojekte loten wir den Status quo der Literaturpräsentation aus, zeigen mögliche Probleme auf und werfen den Blick in die Zukunft: Was könnten Strategien sein, um gemeinsam junge Literatur am besten zu fördern? Lesungen von Autor*innen der einzelnen Projekte ergänzen das Programm – es lesen Lars Werner, Rudi Nuss und Tobias Roth.

Einführung in das Thema - Josef Kirchner
Keynote: Gedanken zur neuen deutschen Gegenwartslyrik - Max Czollek
Diskussion: Gegenwart und Zukunft zeitgenössischer Literaturprojekte

Moderation Josef Kirchner, mit


Pause: Lesung Tobias Roth (Verlagshaus Berlin, Mosaik)
Lesung: Rudi Nuss (Sachen mit Woertern)
Lesung: Lars Werner (Kabeljau und Dorsch)



Donnerstag, 16. Februar 2017, 20:00 Uhr (Eintritt 5,-/erm. 4,-)
Berlin meets Hamburg
Lesung und Gespräch


Jonis Hartmann und Dominik Ritter haben sich auf den Weg nach Berlin gemacht, um gemeinsam mit Clara Henssen und dem Special Guest Esther Becker aus ihren Werken zu lesen. Auf dem Programm steht Kurzprosa verschiedenster Art, vorgestellt von jungen Autor*innen. Ausklang mit Wein und Gespräch.








Esther Becker ist Dramatikerin, Erzählerin und Performerin. Sie absolvierte den Masterstudiengang Scenic Arts Practice an der Hochschule der Künste Bern und studierte Literarisches Schreiben am Schweizerischen Literaturinstitut Biel und am Deutschen Literaturinstitut Leipzig . Sie veröffentlichte Kurzprosa in Zeitschriften und Anthologien, ihre Theatertexte werden vom Verlag Felix Bloch Erben vertreten und wurden u.a. mit dem Kathrin-Türks-Preis 2014 und der Einladung zum Heidelberger Stückemarkt 2013 ausgezeichnet.





(c) Francoise Caraco

Jonis Hartmann (*1982 in Köln) lebt und schreibt in Hamburg. Er ist außerdem als Übersetzer tätig und hat in Zeitschriften wie Edit, Akzente und Ostragehege veröffentlicht (Prosa, Lyrik, Essays). Jonis ko-organisiert die Hamburger Lesereihen Hafenlesung und Ahab und ist aktiv im Hamburger Schreibatelier writers' room sowie im Forum Hamburger Autorinnen und Autoren . Letzte Veröffentlichungen Bordsteinsequenzen , Gedichte (Elif Verlag) und B-Texte, Miniaturen (Literaturquickie Verlag), beide 2016. Ein paar Preise und Stipendien.











(c) Dev Scholz

Clara Henssen (*1987 in Düsseldorf) hat Literaturwissenschaft und Geschichte an der Humboldt-Universität Berlin und der University of Oxford studiert und lebt in Berlin. 2014 nahm sie am Schreiblabor des Literaturhaus Hamburg teil. Sie ist Mitglied des Autorenkollektivs Der Frontliterat und veröffentlicht Kurzprosa und Lyrik in Zeitschriften und Anthologien. Ihr Romandebüt Down wird von der Literaturagentur Lesen&Hören vertreten.





Dominik Ritter (*1994) schreibt tagsüber in Cafés und tanzt nachts in den Tangosalons Hamburgs. Seit 2014 ist er Herausgeber der Literaturzeitschrift Der Frontliterat . Derzeit arbeitet er an seinem ersten Erzählband.


















Mittwoch 22., Donnerstag 23., Freitag, 24. Februar, 20:00 Uhr (Eintritt frei)
CON_TEXT. Programmschwerpunkt 2017.
"Haut-Parleurs" von und mit Mathias Traxler & Harald Muenz

Die Veranstaltungsreihe CON_TEXT versucht das Format „Lesung“ neu zu denken und zu thematisieren. Jeweils ein/e Autor/in und ein/e Künstler/in einer anderen Sparte erarbeiten gemeinsam eine Woche lang in der Lettrétage ein interdisziplinäres Veranstaltungsformat. TänzerInnen, MusikerInnen, Bildende und Darstellende KünstlerInnen sowie FilmemacherInnen sind die künstlerischen PartnerInnen der AutorInnen. Ausgehend vom literarischen Text entwickeln die KünsterInnen-Tandems interdisziplinäre Formate und thematisieren dabei den Prozess der gemeinsamen Arbeit. Die so entstehende literarische Veranstaltung wird als ein eigenes, weit über die bloße Textpräsentation hinausgehendes, künstlerisches Werk begriffen. Die KünstlerInnen arbeiten ohne inhaltliche Vorgaben, der Prozess ist ergebnisoffen.

Insgesamt finden zehn Abendveranstaltungen und eine Abschlußkonferenz statt.
Zu jeder Veranstaltung erscheinen vorab ein Interview mit einem Experten und im Nachhinein eine kurze filmische Dokumentation im
Lettrétagebuch. Dort findet sich auch weitere Information zur Veranstaltungsreihe und zu den beteiligten Künstler*innen und Veranstaltungsterminen.

Die zweite Veranstaltung wird von Mathias Traxler (Autor) und Harald Muenz (Komponist) konzipiert und umgesetzt.

CON_TEXT wird gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa.






(c) Robert Golinski
Mathias Traxler wurde 1973 in Basel geboren. Er lebt als Schriftsteller und Übersetzer in Berlin. 2011 erschien sein Band You’re welcome , im Frühjahr 2016 der Band Unterhaltungsessays (beide im kookbooks-Verlag). Regelmässige Veröffentlichungen in Zeitschriften, zuletzt in IDIOME. Hefte für Neue Prosa und randnummer , sowie in Anthologien, unter anderem in Moderne Poesie in der Schweiz (Limmat 2013). Mathias Traxler ist Träger des Preis der Stadt Münster für Internationale Poesie , als Übersetzer von Charles Bernstein (zusammen mit Tobias Amslinger, Norbert Lange, Léonce W. Lupette, VERSATORIUM). Von besonderer Bedeutung in seiner Arbeit sind seine Lesungen, welche textgenerierende-interpretative Elemente einbeziehen. Wer bereits einen ersten Eindruck seiner Arbeit bekommen möchte, kann den folgenden Link anklicken: YouTube


(c) Privat
Harald Muenz (*1965), Komponist und Musiker, widmet sich neben Kammer-, Orchester- und Vokalmusik besonders der Sprachkomposition, Ars Acustica und Instrumentalmusik mit und ohne Live-Elektronik. Häufige Kooperationsprojekte mit Schriftstellern, aktuell Kompositionsauftrag für das Festival 8 Brücken Köln für das Ensemble hand werk. Er erhielt Preise, Stipendien, Aufträge und Radiosendungen (fast alle ARD-Sender, BBC, RAI, Donaueschinger Musiktage, Ultraschall u.v.a.) weltweit. Mit Sigrid und Georg Sachse bildet er das Trio sprechbohrer, das Sprechkunst aus musikalischer Perspektive aufführt. Seit 2005 pendelt er als Sparten übergreifender Künstler zwischen Köln und London, wo er Komposition am Centre for Contemporary Music Practice der Brunel University unterrichtet. Über soundcloud und YouTube findet man Kostproben seiner Arbeit.